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23 Milliarden Dollar für Lungenkrebs

Der amerikanische Tabakkonzern R. J. Reynolds Tobacco Company, der unter anderem die Marke Camel vertreibt, wirde von einem US-Gericht zur Zahlung von 23 Milliarden US-$ verklagt. Die Witwe des mit 36 Jahren an Lungenkrebs verstorbenen Michael Johnson, der bereits 1996 verstarb, meinte erst es gehe um Millonen …

Selbstverständlich wird der Konzern das Urteil anfechten. Ausschlaggebend für die hohe Entschädigungszahlung sind Interviews aus dem Jahr 1994, in dem Tabakmanager Rauchen als nicht gesundheitsschädlich bezeichneten, interne Dokumente jedoch belegen, dass bereits 60 Jahre vorher die schädliche Wirkung bekannt war.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/gerichtsurteil-camel-hersteller-soll-raucher-witwe-23-milliarden-dollar-zahlen-13055114.html

 

Jul
20

2 Responses to “23 Milliarden Dollar für Lungenkrebs”

  1. admin sagt:

    Die „Neue Westfälische“ schreibt im Presseportal schon jetzt: „Bielefeld (ots) – Wenn sich der Dunst um das Urteil gegen die US- Tabakindustrie verzogen hat, wird die Ernüchterung groß sein. Die Rekordentschädigung von 23,5 Milliarden Dollar wird wohl verpuffen. Seit 20 Jahren kommt es in Sammelklagen zu gigantischen Schadenersatz- und Strafzahlungen gegen „Big Tobacco“. Dabei geht es um Produkthaftungsklagen von Rauchern oder um die Verharmlosung von Nikotin. Obwohl richterlich beglaubigt ist, dass die Hersteller die Risiken des Rauchens verschwiegen, wurden die Summen in Berufungsverfahren fast immer reduziert oder aufgehoben. Dahinter stehen Gesetze, die verhindern sollen, dass Firmen via Klage in den Ruin getrieben werden. Auch solche, die lebensgefährliche Produkte herstellen und der Volkswirtschaft schaden. Auf 300 Milliarden Dollar schätzt Washington die Kollateralschäden des Rauchens pro Jahr. Der Ruf der Politik, die Tabakindustrie stärker an den exorbitanten Gesundheitskosten zu beteiligen, wird immer lauter.“

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/65487/2788511/neue-westfaelische-bielefeld-kommentar-us-tabakindustrie-soll-rekordentschaedigung-zahlen-in-der

  2. admin sagt:

    Unter abnr.de/index.php?articel_id=118 findet man die schönen Zitate der Direktoren & Co aus dem 1994 geleisteten Eid vor dem Gesundheits- und Umweltausschuss im US-Kongress:

    „Ich glaube nicht, dass Nikotin süchtig macht“
    Thomas Sandefur, Generaldirektor bei Brown & Williamson

    „Ich glaube, dass Nikotin nicht süchtig macht“
    William Campbell, Philip Morris

    „Und auch ich glaube, dass Nikotin nicht süchtig macht“
    James Johnston, R.J. Reynolds

    Von Generaldirektoren unter Eid geleistete Aussagen vor dem Gesundheits- und Umweltunterausschuss im Kongress, 1994

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