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Die Schweiz und deren Rolle beim Tabakhandel

In einem Gastbeitrag in der Neuen Zürcher Zeitung leistet der emeritierte Professor für Präventivmedizin Theodor Abelin einen wertvollen Beitrag in der Diskussion um die Rolle der Zigarette in der Schweiz und um die Rolle der Schweiz im weltweiten Tabak- und Zigarettenhandel. Unter dem Titel „Die Tabakepidemie besiegen“ schreibt er über das Suchtpotential von Zigaretten, die Ausrichtung von Zigarettenwerbung auf Jugendliche und über ein bedingungsloses Werbeverbot für Tabakprodukte als Hauptmaßnahme für eine bessere Prävention.

Abelin benutzt häufig das für illegale Drogen benutzte Wort „anfixen“ und kennzeichnet damit die perfiden Methoden der Tabakkonzerne um Jugendliche in langjährige Abhängigkeiten zu treiben. „Das Suchtpotenzial von Nikotin ist vergleichbar mit demjenigen von Kokain. Bei vielen Jugendlichen weckt das Rauchen einiger weniger Zigaretten im Hirn ein langfristiges Verlangen nach Nikotin. Und Nikotinabhängige werden leichter auch kokainabhängig. Bei der Förderung des Erstkonsums geht es also um das «Anfixen», und solange «angefixt» wird, setzt sich die Epidemie fort.“

Genauso setzt er sich für ein Verbot der E-Zigaretten ein und schätzt den Nikotingehalt in den Liquids als ebenso geeignet für einen Suchteinstieg ein.

Er appelliert an die Schweizer, endlich ein ernstzunehmendes Tabakproduktegesetz auf den Weg zu bringen – nicht nur für die Schweizer Volksgesundheit sondern auch um internationale Verpflichtungen wahrzunehmen: „Wollen wir wirklich eine Schweiz, die zulässt, dass die Prävention in anderen Bevölkerungen behindert wird?“

Q: http://www.nzz.ch/meinung/debatte/die-tabakepidemie-besiegen-1.18366175

Categories: Politik
Aug
22

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