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Pfandsystem für Zigarettenstummel

Einen interessanten Ansatz verfolgt das Projekt http://www.penny-for-butt.de/ von Helmut Pieper. In diesem Projekt, das aktuell über ein Mikroinvestmentprojekt finanziert werden könnte, soll ein Pfandsystem für Zigarettenstummel eingeführt werden – es ist technisch sehr anspruchsvoll und könnte Raucher dazu animieren die 4,5 Billionen pro Jahr gerauchten Zigaretten künftig nach Gebrauch nicht einfach in die Natur zu werfen sondern in einer kleinen Box zu sammeln und hinterher Geld für diese zu erhalten.

Funktionieren kann ein solches System aber nur, wenn es:

  • einen gesellschaftlichen Druck auf die Raucher gibt, weil die Folgen für Mitmenschen, Natur und Umwelt bekannt sind und auch wahrgenommen und kommuniziert werden
  • oder ein politischer Wille dies als Zwang einführt und der Kostendruck hoch ist (sprich ein hohes Pfand für die Filter erhoben wird)

Aktuell kann ich keine der beiden Voraussetzungen erkennen, es fehlt selbst der Wille zum endgültigen Verbot von Werbung für das tödlichste frei verkäufliche Produkt. Und schlichtweg wäre es besser, das Rauchen zu reglementieren und weniger Kippen zu erzeugen, als diese hinterher auf- oder zumindest zu sammeln.

Trotzdem ist das Projekt ein richtiger Schritt – es zeigt, dass kluge Menschen sich damit beschäftigen, dass Zigarettenstummel ein Problem sind und nach Lösungen suchen. Das geht in Richtung meines oben angedachten Systemwandels in den Köpfen und damit zu einem höheren sozialen Druck auf den einzelnen, seine Kippen ordentlich zu entsorgen und nicht einfach in den Rinnstein zu werfen. Wie gefährlich Zigarettenstummel sind, haben wir hier schon ausführlich augezeigt: Zigarettenfilter sind Umweltverschmutzung

Feb
26

One Response to “Pfandsystem für Zigarettenstummel”

  1. Davon rede ich schon seit Jahren!
    Aber wenn man einen Raucher darauf anspricht, kommt nur Gelächte und ein „nicht durchführbar“

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