Helfen Bupropion und Vareniclin gegen die Nikotinsucht?

Los Angeles/Philadelphia – US-Forscher machen im Gehirn von Rauchern das Craving, das starke Verlangen nach der nächsten Zigarette, sichtbar. Ihre Publikationen zeigen, dass die beiden Antiraucher-Medikamente die unerwünschte Hirnaktivität bremsen.

Der Griff zur Zigarette wird bei den meisten Rauchern durch Schlüsselreize ausgelöst. Dies kann der Blick auf eine Zigarette sein, die Gesellschaft mit anderen Rauchern oder auch nur bestimmte Gefühle oder Situationen, die das Craving auslösen, den unwiderstehlichen Drang, der stärker ist als alle guten Vorsätze.

Werden Raucher mit der funktionellen Magnetresonanztomographie untersucht, wird in diesem Moment gleich an mehreren Orten des Gehirns eine vermehrte Aktivität sichtbar. Dies sind der präfrontale Cortex (Aufmerksamkeit), die Amygdala (Emotion), die Area tegmentalis ventralis (Belohnungssystem) und das Striatum (Motivation). Dies konnte Christopher Culbertson von der Universität von Kalifornien in den Archives of General Psychiatry (2010; doi: 10.1001/archgenpsychiatry.2010.193) an 30 Rauchern zeigen, die sich kurze Videoclips mit den Schlüsselreizen ansahen, während sie gescannt wurden.

Die Untersuchungen fanden vor und nach dem Ende einer achtwöchigen Behandlung mit Bupropion oder Placebo statt. Tatsächlich zeigen die Bilder, dass Bupropion das Aufflammen des Cravings an verschiedenen Stellen des Gehirns hemmt. Die abgeschwächte Aktivierung stimmte auch mit dem verminderten Craving einher, das die Probanden in Fragebögen angaben.

Ähnliche Beobachtungen machte Teresa Franklin von der Universität von Pennsylvania in Philadelphia an 22 Rauchern, die ihre Sucht über drei Wochen mit Vareniclin oder Placebo bekämpft hatten. Auch in dieser Studie wurden die Probanden mit einem Videoclip auf die Probe gestellt.

Und auch hier wurde das verminderte Craving in einer verminderten Aktivierung der entsprechenden Hirnzentren angezeigt (Archives of General Psychiatry; doi: 10.1001/archgenpsychiatry.2010.190).

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44138/Rauchen_Wo_Bupropion_und_Vareniclin_im_Gehirn_das_Verlangen_bremsen.htm

Jan
1

Schon einen “Guten Vorsatz”? Rauchstopp kann glücklich machen

Wer mit dem Rauchen aufhört, kann neben seiner körperlichen auch die psychische Gesundheit verbessern. Das hat eine Studie an der Brown University in den USA gezeigt, teilt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) mit.

Viele Raucher befürchten den Experten zufolge fälschlicherweise, dass ein Verzicht auf dem Glimmstängel mit Ängsten und Depressionen verbunden ist. Die Studie belege nun das Gegenteil: Teilnehmer, die mit dem Rauchen aufhörten, fühlten sich besonders glücklich. Ein anderes Bild zeigte sich bei denjenigen, die am Nikotinverzicht scheiterten: Wer den Rauchstopp abbrach und wieder zur Zigarette griff, fühlte sich deprimiert und unglücklich. Alle Teilnehmer erhielten während des Experiments Nikotinpflaster zur Unterstützung.

Dass Rauchen angstlösend wirkt und antidepressive Eigenschaften hat, ist laut der DGP ein Mythos. Die anfängliche antidepressive Wirkung sei allein auf das im Tabak enthaltene Nikotin zurückzuführen. Bei Gewohnheitsrauchern entfalte sich diese Wirkung aber nicht mehr.

Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1089839

Jan
1

Es ist nie zu früh aufzuhören

Hilfen für den Rauchstopp

Es ist nie zu spät mit dem Rauchen aufzuhören? Es ist nie zu früh, das Rauchen aufzugeben!

  • Finden Sie heraus, wie Sie aufhören möchten: schrittweise oder abrupt.
  • Notieren Sie sich Gründe, weshalb Sie rauchfrei sein möchten.
  • Notieren Sie sich, wann und wie viel Sie rauchen.
  • Finden Sie Menschen (Familie, Freunde, Arzt), die Sie in Ihrem Vorhaben unterstützen.
  • Vermeiden Sie Langeweile.
  • Suchen Sie sich Ausgleichstätigkeiten. Gehen Sie viel an die frische Luft und bewegen Sie sich möglichst viel.

Quelle (leicht modifiziert): http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Rauchen/Krank-durch-Rauchen/Rauchen-und-Gesundheit-417.html

Dez
12

Hademar Bankhofer zum Thema: Rauchen

Rauchentwöhnung: Starten Sie jetzt

  • Mir schmeckt meine Zigarette, warum solle ich aufhören
  • Das bisschen Qualm kann doch nicht schaden
  • Mein Opa ist 87 geworden und hat gequalmt wie ein Schlot
  • Mich beruhigt meine Zigarette
  • Ich treibe doch Sport, da kann ich doch auch rauchen

Das sind die typischen Ausreden der Raucher.

Wie Sie vom Rauchen loskommen sagt Prof. Bankhofer

Das sind die Sätze, die man bei Diskussionen ums Rauchen oder Nichtrauchen von eingefleischten Rauchern immer wieder hört. Es sind die Sätze von Unverbesserlichen und von Unbelehrbaren. Jede wissenschaftliche Untersuchung, jede Forschungsarbeit beweist aber seit Jahrzehnten immer nur Eines: Es gibt nichts auf dieser Welt, was für den Menschen so gesundheitsschädlich ist wie das Rauchen. Und das tun sich Menschen freiwillig an und bezahlen auch noch viel Geld dafür. Rauchen ist kein Spaß – es ist ein Sucht, die lebensgefährlich ist. Das gesetzliche Rauchverbot in öffentlichen Lokalen wird nun mit aller Macht durchgesetzt. Viele Raucher wollen aufhören, aussteigen aus der Droge Nikotin – aber sie schaffen es nicht. Deshalb meine Bankhofer-Tipps für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen.

GUTE GRÜNDE, SICH DAS RAUCHEN ABZUGEWÖHNEN

  • Jede gerauchte Zigarette kostet Sie fast eine halbe Stunde Ihrer Lebenszeit. Wenn Sie 20 Zigaretten am Tag rauchen, dann verkürzen Sie damit Ihr Leben um fast zehn Stunden. So lautet eine Warnung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • In der Bundesrepublik sterben jedes Jahr zwischen 110 000 bis 140 000 Menschen an den Folgen des Rauchens.
  • Wer mit 14/15 anfängt zu Rauchen, verkürzt sein Leben um ca. 10 bis 12 Jahre.
  • Rauchen kostet Sie inzwischen ein Vermögen. Wenn Sie eine Schachtel am Tag rauchen, dann kostet Sie das innerhalb von zehn Jahren fast 20 000 EUR.
  • Raucher altern deutlich schneller als Nichtraucher: Die Haut wird faltig, die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, das Interesse und der Spaß am Sex hört deutlich früher auf als bei Nichtrauchern.
  • Wenn Sie Ihre Kinder oder andere Menschen durch Ihre Rauchsucht zum Passivrauchen zwingen, dann ist das fast wie vorsätzliche Körperverletzung.
  • Das Gift des Nikotins verändert Ihr Gehirn, Sie werden abhängig.
  • Rauchen gilt schon längst nicht mehr als “gemütlich” und stimmungsbelebend. Raucher sind sozial geächtet, geraten immer stärker ins Abseits.

Wenn Sie es schaffen, vom Rauchen los zu kommen, dann beweisen Sie sich und Ihrer Umwelt Willensstärke und Unabhängigkeit. Man wird Sie achten.

Rauchentwöhnung – Wie reagiert der Körper

Sie haben es geschafft, die letzte Zigarette ist ausgedrückt, Sie werden auch nie wieder rückfällig. Was geschieht nun in Ihrem nikotinverseuchten Körper? Wie reagiert er. Können sich die durch jahrelangen Nikotinmissbrauch geschädigten Zellen regenerieren? Auch darüber gibt es Studien und Untersuchungen. Die haben ergeben:

  • Die erste Blitzreaktion kommt vom Blutdruck und vom Puls: Beide sinken schon nach 20 Minuten in einen wesentlich gesünderen Bereich. Die Durchblutung von Händen und Füßen verbessert sich, die Blutgefässe weiten sich.
  • Schon nach einem halben Tag beginnt der rauchbedingte Kohlenmonoxidspiegel im Blut zu sinken, der gesundheitsfördernde Sauerstoffspiegel steigt.
  • Weitere 12 Stunden später wird bereits ein Sinken des Herzinfarktrisikos registriert.
  • Zwei bis drei Tage nachdem Sie Ihre letzte Zigarette geraucht haben, spüren Sie: “Ich schmecke und rieche wieder besser.”
  • Spätestens nach einem Vierteljahr lässt der chronische “Raucherhusten” nach, Ihr Kreislauf stabilisiert sich, Ihre Lungenfunktion verbessert sich, Sie können wieder frei durchatmen.
  • Nach einem Jahr Nichtraucherdasein ist Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 50 Prozent gesunken.
  • Nach fünf Jahren hat sich das Lungenkrebsrisiko auf die Hälfte verringert.
  • Nach etwa zehn Jahren kann Ihr Arzt feststellen: Ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko ist jetzt auf Nichtraucherniveau, das Krebsrisiko sinkt weiter.

Diese Angaben stammen von der renommierten amerikanischen Krebs-Gesellschaft. Hätten Sie gedacht, dass sich das Nichtrauchen so sehr lohnt, dass Sie so viel an Gesundheit gewinnen? Alleine das sind Gründe genug, mit dem Rauchen endlich aufzuhören.

RAUCHEN SCHADET IHRER GESUNDHEIT

DIE RAUCHER-KRANKHEITEN

Es gibt sehr viele Krankheiten, die unmittelbar mit dem Genuß von Nikotin und dem Inhalieren vom Feinstaub der Zigaretten zu tun haben. Je länger Sie rauchen, je höher der Zigarettenkonsum ist, desto größer ist die Gefahr, daß Sie sich an eine dieser Krankheiten “hinrauchen”. Hier die wichtigsten:

HERZINFARKT:

Durch das Rauchen verengen sich die Blutgefäße, es kann sich dort Plaque ablagern (Arterienverkalkung). Besonders gefährdet sind die Arterien des Herzens, des Gehirns und der Gliedmaßen (Raucherbein). Das führt zu sehr oft lebensgefährlichen Gefäßverschlüssen. Ausserdem erhöht Rauchen den Blutdruck, ein weiterer Risikofaktor für einen Herzinfarkt.

RAUCHERLUNGE:

Hauptverursacher dieses chronischen Hustens ist das Rauchen. Die charakteristischen Merkmale: Husten (vor allen nachts und am Morgen), Auswurf beim Husten und Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Kann nur nach einem sofortigen Rauchstop geheilt werden.

RAUCHERBEIN:

Die durch das Rauchen entstandenen Gefäßverengungen und -verschlüsse führen zu schweren Durchblutungsstörungen. Die Folgen: Verletzungen heilen nicht mehr, es entstehen beim Gehen plötzlich starke Schmerzen, die zum Stehenbleiben zwingen (im Volksmund “Schaufensterkrankheit” genannt). Die schweren Durchblutungsstörungen können bis zur Amputation des betroffenen Beines führen.

RAUCHERKREBS:

Jeder Zug an einer Zigarette befördert rund 40 krebserregende Stoffe aus dem Tabakrauch in unsere Lunge. Von dort gelangen sie in die Blutbahn, wo sie unsere natürlichen Killerzellen zur Krebsbekämpfung schädigen. Damit steigt das Krebsrisiko für alle Organe die mit dem Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen in Berührung kommen, enorm. Deshalb sind Speiseröhre, Kehlkopf, Zunge, Rachen Mundhöhle, Lippen, Luftröhre, Bronchien und vor allem die Lunge sehr stark gefährdet.

WEITERE RAUCHERSCHÄDEN:

Das Rauchen schädigt vor allem unser Immunsystem, unser Gesundheitszustand leidet, wir sind anfällig für Infektionen. Raucher brauchen mehr Vitamine als Nichtraucher. Das Nikotin wirkt sich auf die Knochen und den Calciumhaushalt aus und kann so Osteoporose fördern.

PASSIVRAUCHEN:

Auch das passive “Mitrauchen” ist schwer gesundheitsgefährdend. Nichtraucher haben keine Anpassungsmechanismen an Nikotin und Schadstoffe entwickelt, deshalb sind sie viel stärker gefährdet, als bisher angenommen. Besonders schwer trifft es Kinder. Kinder von rauchenden Eltern haben ein doppelt so hohes Asthmarisiko und sind viel anfälliger für Infektionen als die Kinder von Nichtrauchern, haben Studien bewiesen.

NICHT MEHR RAUCHEN: NUR SO SCHAFFEN SIE ES

Wer raucht, der konsumiert Nikotin und Nikotin macht genau so süchtig wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Das müssen Sie sich immer vor Augen halten. Es gibt kein Patentrezept, wie man vom Rauchen loskommen kann, da jeder Mensch und jeder Fall verschieden ist. Aber Sie müssen immer daran denken: Rauchentwöhnung ist eine Entziehungskur – und eine Entziehungskur können Sie nur durchstehen, wenn Sie mit der ganzen Kraft Ihres Willens dahinter stehen.

Das langsame Reduzieren des Verbrauchs, nach dem Motto: “Ich rauche jetzt jede Woche eine Zigarette weniger am Tag”, wird in den wenigsten Fällen funktionieren, weil da die Rückfallgefahr zu groß ist. Zu oft siegt der “innere Schweinehund”, weil man immer die Ausweichmöglichkeit hat: “Naja, heute rauche ich mal die volle Ration so wie früher, dafür rauche ich dann morgen um so weniger.” Das haut nie hin.

  • Machen Sie sich einen Plan. Sie können Ihren Zigaretten-Konsum durchaus schrittweise reduzieren – aber dann sollten Sie spätestens nach zwei Wochen auf “Null” sein.
  • Suchen Sie sich einen “Paten” der Sie überwacht: Den Partner, einen guten Freund, einen Kollegen, einen nahen Verwandten. Führen Sie gemeinsam Buch über Ihre Erfolge, seien Sie aber auch ehrlich, wenn Sie schwach geworden sind.
  • Am Besten ist es, Sie schließen sich einer Gruppe Entwöhnugswilliger an. Der Gruppendruck kann so manchen Rückfall verhindern.
  • Nehmen Sie ärztliche Beratung und Hilfe in Anspruch. Ihr Körper und Ihr Gehirn sind vergiftet, es dauert viele Wochen, bis Sie den körperlichen und geistigen Entzug geschafft haben.
  • Fangen Sie sofort mit dem Rauchentzug mit intensiver sportlicher Betätigung an. Das regt den Stoffwechsel an, die Giftstoffe können besser abtransportiert werden. Sie bekommen mehr Sauerstoff ins Blut, es werden positive Hormone frei gesetzt. Und Sie haben Erfolgserlebnisse, wenn Sie die Verbesserung Ihrer Kondition spüren. Und die brauchen Sie dringend.
  • Belasten Sie sich während der Entwöhnungsperiode nicht mit schwierigen Problemen. Nikotinentzug macht depressiv und aggressiv, da müssen Sie gegen steuern.
  • Beziehen Sie Ihren Partner, Ihren Freundeskreis und Ihre Kollegen in Ihren Entzug mit ein. Das bringt moralische Unterstützung.
  • Vermeiden Sie die Art von Stress, bei dem Sie früher zur Zigarette gegriffen haben.
  • Essen Sie viel Obst und viel Gemüse, wenig tierisches Fett. Ihr Körper braucht jetzt viel Vitalstoffe. Greifen Sie – nach Rücksprache mit dem Arzt – auch zu Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Besuchen Sie Nichtraucherkurse (siehe Entwöhnugshilfen im Kasten unten). Die werden mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe angeboten.
  • Vielleicht kann Ihnen Hypnose oder Akupunktur helfen.
  • Ersetzen Sie auf keinen Fall den verminderten Nikotingenuss durch ein Mehr an Alkohol.
  • Entfernen Sie in Ihrer Umgebung alles, was mit dem Rauchen zu tu hat: Feuerzeug, Streichhölzer, Aschenbecher und vor allem auch noch die letzte Zigarette. Ja keine “Notfall-Schachtel” im Schrank aufbewahren – sonst tritt der “Notfall” täglich ein und die Entwöhnung war für die Katz.
  • Wenn es Sie ganz schlimm erwischt hat, dann können Sie zu einer Nikotin-Ersatztherapie greifen. Die Zufuhr von Nikotin ohne die Zigarette hilft, die körperlichen Entzugssymptome zu mildern. Das sind: Nikotinpflaster, Nasensprays, Kaugummis und Lutscher – alle mit Nikotin versetzt.
  • Und zum Schluß gibt es noch Medikamente, die die Sucht nach Nikotin direkt im Gehirn stoppen – ohne selbst Nikotin zu enthalten. Ein solcher Wirkstoff ist Vareniclin: Der täuscht dem Gehirn Nikotin vor, es reagiert wie beim Nikotingenuß, ohne welches zu bekommen. Das Mittel ist verschreibungspflichtig und wird von den Kassen nicht übernommen.

Quelle: http://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/artikel/137-Rauchen-aufhoeren-Tipps-zur-Rauchentwoehnung.html

Dez
12

Schluss mit Rauchen!

Rauchstopp

Zehn Jahre länger leben – das sollte Ihnen jetzt endlich mehr wert sein als nur den guten Vorsatz. Mit diesen Strategien können sie bald Ihr Ziel Rauchstopp erreichen.

Wenn es ums Qualmen geht, sollten wir nicht müde werden, den Rauchstopp zu ver­suchen. Nikotin und seine rund 4000 schädlichen Begleitstoffe sind für knapp ein Drittel aller Deutschen die Gesundheitsräuber schlecht­hin – und für sogar fast jeden Zweiten zwischen 20 und 29 Jahren. Finden Sie mit unserem Test heraus, wie süchtig Sie sind, und wählen Sie dann die Rauchstopp-Methode, die am ehesten Erfolg verspricht. FIT FOR FUN hat je nach Abhängigkeit vier wirkungsvolle Strategien zusammengestellt.

Rauchstopp-Strategie Nr. 1: Eiserner Wille

Der Hälfte der Raucher gelingt der Rauchstopp, ohne Hilfe in Anspruch zu nehmen – mit einem starken Willen. Das gilt vor allem für Gelegenheitsraucher oder jene, deren Abhängigkeit nicht so stark ist. Die andere Hälfte tut sich schwer, endgültig die Finger von der Zigarette zu lassen. Hier sind Sucht und Gewohnheit schon zu groß. Viele suchen Rat, fallen aber nicht selten auf unseriöse Versprechen rein. Gut zu wissen: Als effektiv gilt eine Methode, wenn man nach einem Jahr noch abstinent ist!

Rauchstopp-Strategie Nr. 2: Verhaltenstherapie

Eingefahrene Verhaltensweisen zu ändern ist schwerer als man denkt. Mit Büchern wie dem Klassiker „Endlich Nichtraucher!“ von Allen Carr und anderen verhaltenstherapeutischen Anleitungen zur Selbsthilfe „sind vielleicht 15, nach professionellen Therapien 30 bis 40 Prozent aller Rau­cher nach einem Jahr noch abstinent“, sagt Dr. Hubertus Friederich von der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Tübingen. Das funktioniert durch eine genaue Analyse des eigenen Verhaltens, Ersatzbeschäftigungen und Belohnungsstrategien. Zu empfehlen, bei starker Abhängigkeit aber nicht ausreichend, damit der Rauchstopp gelingt.

Rauchstopp-Strategie Nr. 3: Hypnose

Durch Hypnose werden alte Verhaltensmuster im Unterbewusstsein aufgelöst und Assoziationen mit dem Rauchen gelöscht. Die Methode erzielt kurzfristige Rauchstopp-Erfolge, die langfristige Effizienz konnte jedoch in aussagekräftigen Studien nicht nachgewiesen werden. Nachteile bestehen laut Friederich darin, dass das Gelingen stark von der Ausstrahlung des Hypnotiseurs abhängt und dass Raucher keine Verhaltenstipps für Krisen und Versu­chungs­situationen erhalten. Scharlatane haben hier leichtes Spiel: Wer sich für diese Methode interessiert, sollte sich zum Beispiel bei den Krankenkassen genau informieren.

Rauchstopp-Strategie Nr. 4: Medikamente

Die physische Abhängigkeit führt beim Rauchstopp zu Entzugssymptomen wie Schlafstörungen, Konzentrations­­mangel, Nervosität, Verstopfung oder Hungergefühl. Nikotinersatzpräparate (z.B. „Nicorette“, in der Apotheke; siehe „Stiftung Warentest“ 10/2009) haben eine Erfolgsquote von bis zu 15 Prozent nach einem Jahr. „In vielen Fällen kann auch die Verschreibung des 2007 eingeführten Wirkstoffs Vareniclin sinnvoll sein“, sagt Friederich. Häufigste Nebenwirkungen: Übelkeit und Kopfschmerzen. Tipp: „Die Kombination von Medikament bzw. Nikotin­ersatzpräparat und psychotherapeutischer Begleitung verdoppelt etwa die Abstinenzquote“, so der Experte.

Übrigens: Wer nicht raucht, lebt im Schnitt tatsächlich rund zehn Jahre länger und Männer, die aufhören zu rauchen, steigern ihre Potenz! Da lohnt sich der Rauchstopp wohl, oder?

Quelle: http://www.fitforfun.de/beauty-wellness/gesundheit/rauchstopp-nie-mehr-rauchen_aid_8785.html

Dez
12

Gründe fürs Scheitern

Gründe fürs Scheitern

Dem Großteil der Raucher gelingt es nicht, dauerhaft auf Zigaretten zu verzichten. US-Forscher haben untersucht, welchen Menschen der Entzug am schwersten fällt.

Seit Jahren schon herrschen in den USA strenge Gesetze zum Nichtraucherschutz, und auch in Deutschland sind die Zeiten für Nikotinsüchtige härter geworden. Der Druck auf die Raucher steigt – und deren Bereitschaft aufzuhören. Doch viele werden rückfällig. Das amerikanische Health Department hat untersucht, welche New Yorker noch am Glimmstängel hängen – und warum.

Die Studie enthüllt, dass zwei Drittel aller New Yorker Raucher – insgesamt rund 800 000 Menschen – im vergangenen Jahr versucht haben, die Zigaretten aufzugeben. Erfolgreich waren davon aber nur 17 Prozent. Besonders sozial Schwächere waren am Rauchstopp interessiert, denn Zigaretten sind teuer. Allerdings scheiterten sie bei dem Versuch häufiger als Raucher mit gehobenem Einkommen: So hielten in der Gruppe der gut Verdienenden 23 Prozent den Rauchverzicht durch, in der übrigen Bevölkerung waren es nur 15 Prozent. Das passt auch zu dem Ergebnis, dass gebildeten Rauchern der Verzicht häufiger gelang als weniger gebildeten.

Stress und Alkohol erschweren das Durchhalten

Auch die Rasse schien einen gewissen Einfluss zu haben: Von den Afroamerikanern und Hispanos schafften es nur 14 Prozent aufzuhören – unter den Weißen und Asiaten lag die Quote mit 22 Prozent deutlich höher. Dabei könnten allerdings die unterschiedlichen Einkommensverhältnisse der ethnischen Gruppen eine Rolle spielen. Frauen, die oft weniger gut verdienen als Männer, hielten mit 18 Prozent Erfolgsanteil häufiger durch als Männer mit 16 Prozent.

Besonders häufig rückfällig wurden Raucher, die zu manchen Gelegenheiten reichlich Alkohol konsumierten. Auch Stress reduzierte die Erfolgsquote von 18 auf zwölf Prozent. Das ist wenig überraschend, da Nikotin eine entspannende Wirkung hat. Außerdem brachte die Untersuchung ans Licht, dass weniger als ein Fünftel aller Rauchstoppwilligen auf eine Nikotinersatztherapie (Pflaster, Gel oder Kaugummis) setzte, obwohl sie die Chancen für den Ausstieg verdoppelt. Vielleicht ist auch dies – zumindest für einige – eine Frage des Geldes.

Quelle: http://www.fitforfun.de/beauty-wellness/gesundheit/nicht-rauchen/nichtrauchen_aid_4614.html

Dez
12

Focus bietet kostenloses Nichtraucher-Training

“Unabhängig für immer – Nichtrauchen-Trainer”

„Schluss mit Rauchen“ heißt das Motto des Nichtrauchen-Coachs. Er hilft Ihnen kostenlos, von den Glimmstängeln loszukommen, und zwar gut gelaunt und für immer.

Wahrscheinlich haben auch Sie diese Erfahrung schon gemacht: Es ist nicht schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Aber es ist schwierig, dauerhaft durchzuhalten. Um Sie dazu zu motivieren, hat FOCUS Online den Nichtrauchen-Trainer aufgebaut. Er entstand in Kooperation mit den Entwicklern der „Phönix-Methode“, Katrin Hoerner und Dr. med. Gudrun Starringer, und basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Verhaltensforschung.

Der Nichtrauchen-Trainer bereitet Sie in zehn Tagen auf ein rauchfreies Leben vor und begleitet Sie dann noch weitere vier Monate. Basis des Coachings ist ein Zehn-Schritte-Programm, das kombiniert ist mit zahlreichen Tipps zur Motivation, Tricks um Frust zu überwinden, Infos zur Ernährung und zur Fitness.
Und so funktioniert das Online-Programm:

Wenn Sie sich für ein Leben ohne Zigaretten entschieden haben, melden Sie sich im Gesundheits-Manager von FOCUS Online kostenlos an und abonnieren Sie gratis den Nichtrauchen-Trainer.
Am nächsten Tag erhalten Sie eine erste Mail, mit der das Motivationsprogramm startet. Neun weitere Mails bereiten Sie auf den ersten Tag in Ihrem Leben als Nichtraucher vor. Der zwölfte Tag nach Anmeldung zu unserem Service ist der Tag X – der erste rauchfreie Tag. Beispiel: Ihr erster Tag ohne Zigaretten soll der 12. November sein. Dann melden Sie sich am 1. November für das Programm an.

Tipp: Für Leute, die am meisten unter Stress im Büro rauchen, ist es sinnvoll, das Schlussdatum auf das Wochenende zu legen. Freizeitraucher wählen lieber einen Tag unter der Woche. Bedenken Sie das, wenn Sie sich für den Nichtrauchen-Trainer einschreiben.

Das Programm dauert insgesamt 20 Wochen. Wenn Sie zwischendurch Unterstützung brauchen oder einen Expertenrat benötigen, besuchen Sie das Nichtrauchen-Forum. Dort können Sie sich mit Gleichgesinnten austauschen.

Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/nichtrauchen/motivation/nichtrauchen-coach_aid_9092.html

Zur Anmeldung: http://www.focus.de/gesundheit/gesundheitsmanager/?interface=register

Nov
11

Rauchen für die Figur

Frauen, die während der Schwangerschaft nicht rauchten, fangen nach der Geburt oft wieder damit an. Hauptgrund: Gewichtssorgen.
Wenn sie ein Baby erwarten, verhalten sich die meisten Raucherinnen gesundheitsbewusst und hören mit dem Qualmen auf. Doch schon bald nach der Geburt greifen viele wieder zum Glimmstängel. Einer der wichtigsten Gründe dafür ist die Sorge der jungen Mütter um ihre Figur. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität Pittsburgh.

„Zwei Drittel aller Frauen, die während der Schwangerschaft nicht rauchen, fangen bald wieder damit an, wenn das Baby geboren ist“, sagt Studienleiterin Michele Levine. „Wir stellten in unserer Studie fest, dass die Sorge um die Figur die stärkste Motivationsbremse ist, dauerhaft rauchfrei zu leben.“

Figursorgen bremsen Motivation

Die Psychologin und ihre Kollegen interviewten für die Studie 119 Frauen, die täglich mindestens acht Zigaretten geraucht hatten, bis sie erfuhren, dass sie schwanger sind, und das Rauchen sofort aufgaben. Der Rauchstopp gelang 89 Prozent der Frauen ohne irgendwelche Entwöhnungsprogramme.

65 Prozent von ihnen wollten auch nach der Schwangerschaft nicht mehr rauchen. Zwei Drittel dieser motivierten Frauen waren überzeugt davon, dass sie das auch tatsächlich schaffen würden. Es zeigte sich allerdings ein deutlicher Unterschied zwischen den Frauen, die glaubten, ihr normales Gewicht auch ohne Zigaretten halten zu können und denen, die diesbezüglich unsicher waren. Letztere waren von vorn herein weniger motiviert, Nichtraucherin zu bleiben.

„Unsere Studie hat gezeigt, wie die Sorge um die Figur die Motivation von Schwangeren beeinflusst, nikotinfrei zu bleiben. Jetzt wollen wir herausfinden, ob diese Bedenken tatsächlich das Verhalten der jungen Mütter bestimmt“, so Michele Levine. Diese Erkenntnis müsse dann in Entwöhnungsprogramme einfließen, um Mutter und Kind vor den bekannten Folgen des Rauchens zu schützen.

Die Studie erscheint in der Oktoberausgabe des Fachmagazins „Annals of Behavioral Medicine“.

Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/nichtrauchen/news/junge-muetter_aid_115577.html

Nov
11

Rauchertelefone: Via Hotline auf dem Weg zum Nichtraucher

Wer das Rauchen aufgeben möchte, der hat in der Regel einen schwierigen Weg vor sich. Damit die angehenden Nichtraucher diesen nicht allein meistern müssen, stellen Ärzte, Initiativen und Verbände viele Unterstützungsangebote zur Verfügung. Angefangen bei Foren, Broschüren und Aufklärungskampagnen, bis hin zu medizinischen Hilfen wie Nikotinpflastern oder Kaugummis. Aber auch ein Anruf kann beim Rauchausstieg helfen! Rauchertelefone haben es sich zur Aufgabe gemacht, konkrete Unterstützung zu bieten. Wer hinter den Diensten steckt und wie die Hotlines arbeiten – Dirk Freytag hat mal das Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungszentrums angerufen.
Beginnt mit O-Ton
„Das Rauchertelefon – Sie sprechen mit Astrid Albrecht, hallo. Womit kann ich Ihnen helfen?“

Wer die 06221 – 42 42 00 wählt, die Nummer des Rauchertelefons des Deutschen Krebsforschungszentrums, der kann hier unter anderem Diplom-Psychologin Astrid Albrecht erreichen. Auf Wunsch ganz anonym können sich Raucher oder rückfallgefährdete Nichtraucher bei ihr und ihren Kollegen Hilfe holen. Die Anliegen der Menschen sind vielfältig, sagt Astrid Albrecht:

„Also oft rufen Raucher an, die Schwierigkeiten haben aufzuhören mit dem Rauchen. Viele haben dann eben auch Angst vor Entzugserscheinungen und wissen nicht so genau mit was zu rechnen ist. Dann sind es auch Betriebe die uns anrufen, die zum Beispiel einen rauchfreien Betrieb einrichten möchten und dabei Unterstützung bei der Umsetzung brauchen. Oder aber auch Experten, die selber Raucherberatung machen und die da einfach noch mal den Stand der Wissenschaft genauer dargelegt haben möchten.“

Dabei geht es den Hilfesuchenden nicht nur darum, einfach mal mit jemandem zu sprechen. Das Ziel ist ganz klar, den Betroffenen auch konkrete Hilfe anzubieten und sie bei Bedarf weiterzuvermitteln. Seit 1999 wird das beim Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungszentrums getan. Von Montag bis Freitag zwischen 14 und 17 Uhr gibt es kostenfreie Unterstützung bei der Planung und Umsetzung des Rauchausstiegs. Noch einmal Diplom-Psychologin Astrid Albrecht:

„Was wir dann machen ist, dass wir erstmal genau das Rauchverhalten, was bisher der Raucher so an den Tag gelegt hat, noch mal mit dem besprechen. Und dann geben wir so im Einzelnen speziell auch Tipps zur Vorbereitung des Rauchstopps. Rauchutensilien nicht mehr so in direkt greifbarer Nähe zu haben, weil es einfach zu verführerisch ist. Und dann wird so ein Rauchstoppdatum festgelegt und dann schaut man halt wie der Raucher da zurecht kommt und was es vielleicht so an Tipps und Unterstützungsmöglichkeiten noch gibt, um Krisen zu bewältigen oder auch zum Vorbeugen vor Rückfällen.“

Klar, den Ausstieg müssen die Betroffenen selber schaffen – und auch wollen. Die Rauchertelefone können dabei aber Wege aufzeigen oder Kontakte herstellen, die das Vorhaben, zum Nichtraucher zu werden, wesentlich erleichtern. Die Rauchertelefone werden hervorragend ergänzt durch Unterstützungsangebote im Internet, wie beispielsweise der Webseite der EU-Initiative „HELP – für ein rauchfreies Leben“ unter www.help-eu.com.

Quelle: http://www.getaudio.de/redakteur_beitrag.php5?beitrag=1877

Okt
10

Endlich Nichtraucher!

Die Gefahren sind hinlänglich bekannt und mehr als 40 % der Raucher würden gerne einfach aufhören. Da alleine aufzuhören sehr schwer ist – nur durchschnittlich 3% der Rauchstopp-Versuche ohne Unterstützung sind nach einem Jahr noch erfolgreich – bietet das Klinikum Nürnberg (www.pneumologie-nuernberg.de) professionelle Hilfe und gegebenenfalls medikamentöse Unterstützung und dadurch eine Erfolgsquote von bis zu 40 %.

Seit vielen Jahren bietet die Medizinische Klinik am Klinikum Nürnberg Tabakentwöhnungskurse an. Deren Ziel ist nicht nur der Rauchstopp sondern vielmehr eine dauerhafte Abstinenz. Die Kursinhalte sind auch auf Vorbeugung von Rückfällen und ausführliche Ernährungsberatung zur Vermeidung von Gewichtszunahmen ausgerichtet.

Die Kosten werden auf Antrag häufig anteilig von den Krankenkassen erstattet. Recherchieren Sie doch einfach mal bei der Klinik Ihrer Stadt – sicherlich bietet diese ähnliche Angebote. Lassen Sie sich helfen, die Sucht zu überwinden!

Quelle: http://www.klinikum.nuernberg.de/DE/ueber_uns/Fachabteilungen_KN/kliniken/medizin3/leistungen/R_Beratung/index.html

Okt
10