Prominente gegen das Rauchen « Nie wieder Tabak

Endlich tut mal jemand was …

… aber er macht sich erwartungsgemäß nicht sofort Freunde. Der französische YouTube-Star und Komiker Remi Gaillard hat in einem seiner Sketche das Rauchen für sich entdeckt. Bzw. hat er Raucher endeckt und beendet deren Tabakkonsum als Feuerwehrmann verkleidet jäh.

 

Sep
16

Jesse Owens

Der amerikanische Spitzensportler, der bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin alle hinter sich ließ und als 23-jähriger in einer Woche (die danach auch „Owens‘ Woche“ genannt wird) diverse Olympische und Weltrekorde aufstellte, starb 1980 nach mehr als 35 Jahren als Kettenraucher mit nur 66 Jahren an Lungenkrebs.

Owens sportliche Karriere war nach seiner Rückkehr bald beendet; Sportler waren damals noch keine gut bezahlten Werbeikonen, und so fristete er herbe Jahre als Jahrmarkt-Attraktion, verlor viel Geld, das er als Jazz-Dirigent verdient hatte, an der Börse und gründete schließlich eine PR-Agentur.

 

Q: Deutschlandfunk

Jul
29

Peter Lustig ist gestorben

Peter Lustig ist der Inbegriff für gutes Kinderfernsehn („Löwenzahn“) für eine ganze Generation. Doch diese Generation weiß kaum etwas über die Krankheitsgeschichte des Mannes, der so schön „abschalten“ sagen konnte und mit ruhiger Stimme und in blauer Latzhose Versuche erklärte, die Kinderherzen jauchzen lassen.

Lustig war lange Jahre Raucher, nach eigenen Angaben auch noch mehr als fünfzehn Jahre nach der Diagnose Lungenkrebs. Bereits 1984 wurde ihm der rechte Lungenflügel entfernt; insgesamt wurde er sieben Mal operiert. Trotz allem rauchte er bis in die 2000er Jahre weiter – bis es ihm „nicht mehr schmeckte“.

Zuletzt engagierte er sich u. a. zusammen mit einem Onkologen und in der Aktion „Selbsthilfe beim Lungenkrebs“.

Feb
26

Gedenken an Altbundeskanzler Helmut Schmidt

Helmut Schmidt ist tot. Die Nachberichterstattung läuft in vollem Gang. Und was bleibt, sind zwei Gedanken:

  • hervorragende, analytisch glänzende Politiker-Legende (sowohl als Hamburger Innenminister als auch als Bundeskanzler)
  • Kettenraucher (Menthol-Zigaretten), für den Nichtraucherschutz wegen seiner imposanten Persönlichkeit nicht zu gelten hatten

Wünschen wir ihm und uns, dass er künftig nur noch als Politiker und Mensch war genommen wird und der „kalte Rauch“ sich verzieht. Zu bedauern wäre, wenn er künftig (nur noch) als Beispiel herhalten müsste, dass man auch als starker Raucher 96 Jahre alt werden kann. Und dies nicht nur, weil es statistisch schlicht und einfach extrem unwahrscheinlich ist.

Nov
11

Heather Mills

Hather Mills ist ehemaliges englisches Model und war mit Paul McCartney verheiratet und hat eine Tochter mit ihm. Sie verlor 1993 einen Unterschenkel als sie von einem Motorrad angefahren wurde. Sie trainiert momentan in Österreich für die Winter-Paralympics 2018 in Südkorea und wurde in einem Interview nach Ihrer Beziehung zu Österreich gefragt und sie antwortete so:

Ich liebe die Berge, ihr seid alle so freundliche Menschen. Ihr arbeitet hart, liebt den Sport, habt eine Gemeinschaft, ein gutes System. Aber wenn wir schon darüber sprechen, das muss ich sagen: Stoppt endlich das Rauchen in Lokalen! Es ist doch schon hundert Jahre alt, in ganz Europa funktioniert es, nur bei euch nicht. England, Irland, Italien, alle haben es geschafft. Und ich finde es schrecklich, wenn ich Eltern in einem Lokal sehe, die neben ihren Kindern rauchen. Furchtbar.

Quelle: http://diepresse.com/home/sport/wintersport/4706239/Heather-Mills_Ich-mochte-immer-ein-Vorbild-sein

Apr
14

Lungenkrebstod von Helmut Dietl

Der Lungenkrebstod des nur 70 Jahre alten Helmut Dietl erschüttert viele Münchner und seine Fans. Dietl war viele Jahre süchtiger Raucher – die Umschreibung „starker Raucher“ impliziert für mich etwas positives im Rauchen, deswegen lehne ich es ab ihn so zu bezeichnen, auch wenn er eine starke Persönlichkeit war. Zu seinen Leistungen rund um das Thema Film und Fernsehen zählen „Monaco Franze“, „Kir Royal“ sowie die Filme „Schtonk!“ (Über gefälschte Hitler-Tagebücher) und „Rossini“. Der Regisseur hatte gut eineinhalb Jahre vor seinem Krebstod publik gemacht, dass er an Lungenkrebs erkrankt war.

Apr
01

Gates und Bloomberg gründen Stiftung für eine tabakfreie Welt

Mit 4 Millionen US-$ (~ 3,5 Mio. €) wird ein neuer Fond ausgestattet, der Regierungen in der ganzen Welt helfen soll, Gesetze auch gegen Klagen der Tabakindustrie durchzusetzen. Diese Stiftung wird unter anderem durch die „Bill und Melinda Gates Foundation“ unterstützt und wurde im Rahmen der 16ten Welt-Tabak-Konferenz in Abu Dhabi präsentiert.

Den Initiatoren geht es vor allem darum, kleine oder finanzschwache Länder beim Kampf an internationalen Gerichtshöfen zu unterstützen, wenn Sie den Verkauf und den Konsum von Tabak sowie die Werbung für Tabakprodukte regulieren möchten. Uruguay ist eines dieser Länder, das mit Klagen von Tabakmultis überzogen wurde, kaum hatte es Gesetze verabschiedet, die zu größeren Warnhinweisen und schrittweise zu standardisierten Verpackungen führen sollten. Philip Morris International verklagt Uruguay mit dem Vorwurf das Land würde den Markenwert der vom Konzern angebotenen Produkte mindern. Anders als Australien hat Uruguay aber nicht so viel Geld um den Prozess vor internationalen Gerichten bestreiten zu können. Deshalb hatte der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg dem Staat bereits mit 500.000 US-Dollar ausgeholfen. Ähnlich ergeht es den Staaten Namibia, Togo und den Salomonen – auch für sie sind diese Prozesse unbezahlbar – sie gehören zu den ärmsten Ländern der Welt.

Um künftig anderen Staaten, vor allem den ärmeren, unter die Arme zu greifen wenn diese eine Tabakregulation vornehmen wollen, haben er und Gates zum Stiftungskapital beigetragen. Er sagte gegenüber der Financial Times: „Hier geht es doch nicht um Handel, hier geht es um die Souveränität von Staaten und darum, ob diese das Recht haben, Gesundheitsgesetze zu erlassen.“ Der Fonds möchte nicht nur Finanzmittel beisteuern sondern den Staaten vor allem auch Zugang zu hervorragenden Anwälten ermöglichen und im Vorfeld bei der rechtssicheren Formulierung von Gesetzen helfen.

Einige Zitate, gefunden bei The Guardian:

Country leaders who are trying to protect their citizens should not be deterred by threats from huge tobacco companies. – Bill Gates

In an ominous trend, in some countries the battle between tobacco and health has moved into the Courts. – Margaret Chan, WHO

Governments wishing to protect their citizens through larger pictorial warnings on cigarette packs or by introducing plain packaging are being intimidated by industry’s threats of lengthy and costly litigation. This is an effort to deprive governments of their sovereign right to legislate in the public interest. We will push back hard. – Margaret Chan, WHO

 

Q: The Guardian, Finanzen100.de

Mrz
20

Zorro hat Lungenkrebs

Der Schauspieler Thorsten Nindel (49), bekannt als „Zorro“ aus der ARD-Serie „Lindenstraße“, ist an Lungenkrebs erkrankt und wird u. a. mit mehreren Chemotherapien gegen den Krebs behandelt. Bereits seit einiger Zeit ist er erkrankt und die Chemotherapie scheint gut angeschlagen zu haben. Lifeline.de berichtet, dass er mit seiner Lebensgefährtin Saskia Valencia nun, da der schwerste Teil der Behandlung überstanden sei, an die Öffentlichkeit gegangen sei um auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam zu machen.

Denn auch wenn für ihn persönlich die Prognose wohl gut sei, bliebe Lungenkrebs eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Die Fünf-Jahres-Prognose für Lungenkrebs liegt bei zehn bis 15 Prozent – d. h. bei Lungenkrebspatienten überlebt nur dieser geringe Prozentsatz die fünf Jahre nach der Diagnose. Es wird geschätzt das für über 90% aller Lungenkrebs-Fälle Rauchen die Ursache ist.

Die fiktive Figur des schludrigen, chaotischen Franz Joseph „Zorro“ Pichelsteiner  war (wie der Schauspieler privat auch) starker Raucher. Als Untermieter von Carsten Flöter hortete er Müll, war als Bildhauer tätig und war notorisch Pleite – für Zigaretten langte das Geld aber immer. Der Schauspieler spielte zuletzt unter anderem in der ARD-Serie „Verbotene Liebe“ und bei „Rote Rosen“ mit.

Q: http://www.mdr.de/brisant/promi-klatsch/thorsten-nindel-an-lungenkrebs-erkrankt100.html, http://www.lifeline.de/news/medizin-gesundheit/zorro-thorsten-nindel-lungenkrebs-id135916.html

Sep
11

Mr. Spock hat COPD

Leonard Nimoy schrieb am 30. Januar: „Ich habe vor 30 Jahren mit dem Rauchen aufgehört*. Nicht früh genug. Ich habe COPD**. Großvater sagt: hört jetzt auf.“ (TheRealNimoy @ twitter: „I quit smoking 30 yrs ago. Not soon enough. I have COPD. Grandpa says, quit now!! LLAP“) und einige Tage später am 6. Februar postete er: „Raucher, bitte hört zu. Wenn ihr erst mit dem Rauchen aufhört, wenn ihr Lungenkrank seid, ist es zu spät. Hört auf Opa und lernt aus meiner Geschichte: Hört jetzt auf.“  („Smokers, please understand. If you quit after you’re diagnosed with lung damage it’s too late. Grandpa says learn my lesson. Quit now. LLAP.“)

* Nimoy ist für seine unnachahmliche Darstellung des gefühlsunterdrückten Vulkaniers Mr. Spock berühmt und bei seinen Filmpartnern dafür bekannt, in den Drehpausen eine Zigarette nach der anderen zu rauchen. Inzwischen muss Nimoy mit Sauerstoff beatmet werden um seine Lungenfunktion zu unterstützen; er ist 82 Jahre alt.
** COPD (chronic obstructive pulmonary disease, chronische obstruktive Lungenerkrankung) ist eine unheilbare Lungenerkrankung die mit chronisch-obstruktiver Bronchitis (90 % der Erkrankten sind Raucher oder Ex-Raucher, Q: Wikipedia) und häufig auch mit einem Lungenemphysem einher geht.

Warum sind besonders Raucher betroffen? Das Rauchen hemmt den Zilienschlag des Flimmerepithels, der für den Abtransport des Bronchialsekretes Richtung Rachen verantwortlich ist. Nach jahrelangem Tabakkonsum degenerieren die Zilien, und es beginnt eine Umwandlung (Metaplasie) zum Plattenepithel. Das Selbstreinigungssystem der Lunge wird gestört. Der Patient muss abhusten. Danach ist er oft stundenlang beschwerdefrei. Vor allem nachts sammelt sich Schleim, der das typische morgendliche Abhusten des Rauchers bedingt, das jedoch oft nur einen Teil des produzierten Schleims beseitigen kann. Das morgendliche Abhusten wird oft zwar als störend, aber nicht allzu gefährlich empfunden. Trotz regelmäßiger Untersuchung der Atemfunktion kann nur bei 15 bis 20 % aller Raucher über die Jahre eine Abnahme der Atemleistung in einem Ausmaß festgestellt werden, dass die Entstehung einer COPD mit großer Wahrscheinlichkeit vorherzusagen ist. Bei feststehender Diagnose ist es meistens zu spät für eine Heilung, und es können nur lindernde Maßnahmen ergriffen werden.(Q: Wikipedia)

Feb
07

Rauchfreie Spiele

Auch wenn der Focus das positive Erlebnis mit: „Rote Karte für den blauen Dunst“ betitelte bleibt das gute hinter den Aussagen von UEFA-Präsident Michel Platini:

„Wir setzen höchste Gesundheitsstandards, bieten maximale Sicherheit und Komfort – Tabak passt dazu überhaupt nicht.“

„Eine tabakfreie EURO 2012 ist ein Zeichen des Respekts für die Gesundheit unserer Zuschauer und aller übrigen Beteiligten.“

Während der Europameisterschaft (immerhin das drittgrößte Sportereignis der Welt nach den Olympischen Sommerspielen und der Fußball-WM) war in den Stadien nicht nur das Rauchen verboten, auch Tabakwerbung und der Verkauf von Tabak waren in der Umgebung der Austragungsorte, in Fanmeilen, Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln verboten.

Mai
16