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STOP Marlboro

logoshadow_400Unterstützt die Kampagne STOP Marlboro und damit die jugendgefährdende Kampagne „Be Marlboro“ die in über 60 Ländern dazu führt, dass mit perfiden Mitteln neue Süchtige generiert werden. Unter www.stopmarlboro.org könnt Ihr schlimme Beispiele finden, mit welchen, genau auf junge Menschen zugeschnittenen Marketinglügen (Motive sind z. B. junge sexy Mädchen, Party und Abenteuer) Jugendliche auch unter 18 in eine aus Konzernsicht möglichst lebenslange „freiwillige“ Abhängigkeit gebracht werden sollen. Dass durch das Rauchen Krankheiten wie Lungenkrebs, COPD, Amputationen wegen Durchblutungsstörungen usw. ausgelöst werden können, ist allen Beteiligten Werbern bewusst und trotzdem ist die Gier stärker.

Es ist für jeden Menschen schwierig, den unmittelbar eintretende Zigarettenkonsum mit Krankheiten in Verbindung zu bringen, die in 20 oder 30 Jahren eintreten. Deswegen ist die Aufklärung bei Jugendlichen, die noch stärker als Erwachsene im Jetzt leben (Beispiel: Rentenversicherung), auch enorm schwierig und Werbung, die auf das Jetzt ausgerichtet ist, kommt bei dieser Zielgruppe sehr gut an. Darauf baut die MayBe-Kampagne mit Motiven wie MAYBE I WILL PARTY ALL NIGHT oder MAYBE NEVER FELL IN LOVE.

Unterzeichne noch heute die Petition auf www.stopmarlboro.org

Mai
06

Mr. Spock hat COPD

Leonard Nimoy schrieb am 30. Januar: „Ich habe vor 30 Jahren mit dem Rauchen aufgehört*. Nicht früh genug. Ich habe COPD**. Großvater sagt: hört jetzt auf.“ (TheRealNimoy @ twitter: „I quit smoking 30 yrs ago. Not soon enough. I have COPD. Grandpa says, quit now!! LLAP“) und einige Tage später am 6. Februar postete er: „Raucher, bitte hört zu. Wenn ihr erst mit dem Rauchen aufhört, wenn ihr Lungenkrank seid, ist es zu spät. Hört auf Opa und lernt aus meiner Geschichte: Hört jetzt auf.“  („Smokers, please understand. If you quit after you’re diagnosed with lung damage it’s too late. Grandpa says learn my lesson. Quit now. LLAP.“)

* Nimoy ist für seine unnachahmliche Darstellung des gefühlsunterdrückten Vulkaniers Mr. Spock berühmt und bei seinen Filmpartnern dafür bekannt, in den Drehpausen eine Zigarette nach der anderen zu rauchen. Inzwischen muss Nimoy mit Sauerstoff beatmet werden um seine Lungenfunktion zu unterstützen; er ist 82 Jahre alt.
** COPD (chronic obstructive pulmonary disease, chronische obstruktive Lungenerkrankung) ist eine unheilbare Lungenerkrankung die mit chronisch-obstruktiver Bronchitis (90 % der Erkrankten sind Raucher oder Ex-Raucher, Q: Wikipedia) und häufig auch mit einem Lungenemphysem einher geht.

Warum sind besonders Raucher betroffen? Das Rauchen hemmt den Zilienschlag des Flimmerepithels, der für den Abtransport des Bronchialsekretes Richtung Rachen verantwortlich ist. Nach jahrelangem Tabakkonsum degenerieren die Zilien, und es beginnt eine Umwandlung (Metaplasie) zum Plattenepithel. Das Selbstreinigungssystem der Lunge wird gestört. Der Patient muss abhusten. Danach ist er oft stundenlang beschwerdefrei. Vor allem nachts sammelt sich Schleim, der das typische morgendliche Abhusten des Rauchers bedingt, das jedoch oft nur einen Teil des produzierten Schleims beseitigen kann. Das morgendliche Abhusten wird oft zwar als störend, aber nicht allzu gefährlich empfunden. Trotz regelmäßiger Untersuchung der Atemfunktion kann nur bei 15 bis 20 % aller Raucher über die Jahre eine Abnahme der Atemleistung in einem Ausmaß festgestellt werden, dass die Entstehung einer COPD mit großer Wahrscheinlichkeit vorherzusagen ist. Bei feststehender Diagnose ist es meistens zu spät für eine Heilung, und es können nur lindernde Maßnahmen ergriffen werden.(Q: Wikipedia)

Feb
07

R.I.P. Eric Lawson

Eric Lawson, der Mann mit dem markanten Kinn, der Werbe-Cowboy der modernen Zeit starb am 10. Januar im Alter von 72 Jahren an der höchstwahrscheinlich tabakinduzierten chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD, häufig als „Raucherlunge“ bezeichnet). Zwischen 1978 und 1981 prägte sein Gesicht die Werbung von Marlboro, er wurde zum Marlboro-Mann. Als er erkannte, für welche perfide Verführung er eingesetzt wurde, wandte er sich gegen die Tabakkonzerne. Denn auch er war mit 14 Jahren dem charmanten Apell seiner Vorgänger erlegen und hatte mit dem Rauchen begonnen; Rauchen ist aber ganz entgegen der damaligen und heutigen Werbebotschaften kein Spiel, kein Abenteuer, kein Männlichkeitsbeweis und erst recht weder Unabhängigkeit noch Freiheit. Es ist ein knallhartes Geschäft mit einem Produkt, das seinen Konsumenten erheblich schädigt und stark abhängig macht, seine Hersteller aber reich.

Die Marlboro-Männer des 20sten Jahrhunderts (vorher und währenddessen wurden für einzelne Spots oder Anzeigen Models gebucht, die aber nicht „authentisch“ genug waren):

  • 50er David Millar starb 1987 an einem Lungenempfysem
  • 60er David McLean starb 1995 an Lungenkrebs
  • 70er Wayne McLaren starb 1992 mit 51 Jahren an Lungenkrebs
  • Dick Hammer starb 1999 an Lungenkrebs
Jan
30

Raucherlunge und weiterrauchen?

Wer eine COPD, also eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung, diagnostiziert bekommen weiß, dass sein Leben deutlich eingeschränkt wird und auch, dass seine Lebenserwartung stark verkürzt ist. Vor allem durch Zigarettenkonsum wird die dauerhafte und ständig fortschreitende Zerstörung der Lunge verursacht. Die Schädigung der Lunge und der Bronchien führen zuerst zu einer chronischen Bronchitis, dann zum erschwerten Atmen durch die Obstruktion (die Verengung) und schließlich zum Lungenemphysem. In Deutschland werden die Zahlen der an COPD-Erkrankten auf drei bis fünf Millionen, weltweit auf ca. 600 Millionen Menschen geschätzt (Quelle: Wikipedia). Bei COPD kommt es aber nicht allein zu einer Schädigung der Lunge und der Bronchien, Mediziner sprechen heutzutage von einer Systemerkrankung: Herz, Muskeln, Blutgefäße und Knochen werden mit geschädigt.

Erhält ein Patient nun diese Diagnose, ist es oberstes Ziel sein Leben zu verlängern und das ist nur dadurch möglich, dass seine Lungenfunktion bestmöglich stabilisiert und unterstützt wird. Um die geschädigte Lunge bei Ihrer Arbeit – der Sauerstoffversorgung – zu unterstützen erhalten viele Patienten z. B. Beatmungsgeräte. Die Kaufmännische Krankenkasse zeigt nun, dass Sie bereit ist auch einen Teil der Gesundheitsvorsorge und damit Lebensverlängerung dem Patienten zu überlassen.

Einem Patienten, der trotz Diagnose und fast zwanzig Jahren Behandlung nicht mit dem Rauchen aufhören konnte (erinnern Sie sich: gerauchter Tabak hat ein extrem hohes Suchtpotential, auch wenn Tabak-Konzerne dies legal u. a. mit Slogans unter dem Motto „Freiheit“ zu verdecken wissen) versagte die Krankenkasse nun ein tragbares Flüssigkeit-Sauerstoff-Gerät mit dem Hinweis auf seine offensichtliche Tabakabhängigkeit in einem Schreiben und stellt es in Aussicht, sobald er seine Abhängigkeit überwunden hat: „Sofern Ihrerseits die Rauchabstinenz durch objektive Befunde (…) nachgewiesen werden kann, wird die Kasse eine erneute Prüfung der Versorgung mit Flüssigsauerstoff vornehmen.“. KKH-Sprecher Simon Kopelke: „Wer den Sauerstoffgehalt im Blut durchs Rauchen senkt, kann nicht erwarten, dass wir ihm das Anheben des Sauerstoffgehalts durch ein Gerät finanzieren. Der Patient hat Widerspruch eingelegt. Den haben wir aber abgelehnt.“

Quelle: http://www.bild.de/news/inland/krankenkassen/verweigert-raucher-therapiekostenweil-er-weiterqualmt-33560658.bild.html

Nov
27

Schon wenige Zigaretten schädigen die DNA

Washington – Schon zum 30. Mal erhebt der Surgeon General, der Oberbefehlshaber in Sachen Gesundheit in den USA, den mahnenden Finger, um vor den schädlichen Wirkungen des Tabakrauchens zu warnen. Dieses Mal fasst der Report die biologischen Wirkungen der inhalierten Toxine zusammen, zu denen auch das hohe Abhängigkeitspotenzial gehört.

Auf mehr als 700 Seiten fasst der Report “How Tobacco Smoke Causes Disease: The Biology and Behavioral Basis for Smoking-Attributable Disease” von Regina Benjamin, der ersten Afroamerikanerin in dieser Position, die schädlichen Wirkungen des Rauchens zusammen.

Mit jedem Zug aus der Zigarette gelangen demnach 7000 Chemikalien, davon Hunderte von Toxine und wenigsten 70 Karzinogenen über die Atemwege und die Blutbahn, heißt es in dem Bericht. Schon nach kurzer Zeit kommt es zur Schädigung der Zellen.

Rauchen ist nicht nur für die Mehrzahl der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) und 85 Prozent der Lungenkrebserkrankungen verantwortlich. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden, darunter Herz und Gefäße. Bereits das Passivrauchen erhöht das Risiko von Herzinfarkten und anderen Kreislauferkrankungen.

Über die Blutbahn erreichen die Schadstoffe auch die Fortpflanzungsorgane, wo sie bei der Frau das Risiko von Fehlgeburten oder ektopischen Schwangerschaften erhöhen. Beim Mann werde die DNA in den Spermien geschädigt, was sich negativ auf die Gesundheit der Kinder auswirken könne, warnt der Report.

Die Schwierigkeiten vieler US-Amerikaner, das Rauchen aufzugeben, führen die Autoren auf das veränderte Design der Zigaretten zurück, die den Suchtcharakter des Rauchens in den letzten Jahrzehnten noch verstärkt hätten, da das Nikotin schneller und effizienter freigesetzt werde.

Gleichzeitig würde durch die Entwicklung von so genannten Light-Zigaretten mit einem niedrigen Teergehalt ein vermindertes Risiko vorgegaukelt, das in Wirklichkeit nicht besteht. Immerhin scheinen es aber doch immer mehr Amerikaner zu schaffen, auf das Rauchen zu verzichten.

Der Anteil der Raucher ist nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention zwischen 1998 und 2008 von 24,1 auf 20,6 Prozent zurückgegangen. Doch noch immer greifen der US-General Surgeon zufolge jeden Tag etwa tausend Teenager zur ersten Zigarette, die bei vielen nicht die letzte bleibt. Der Report schätzt, dass jedes Jahr 443.000 US-Amerikanern an den Folgen des Rauchens sterben.

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=43878&src=suche&p=rauchen

Jan
05

Experten fordern mehr Aufklärung über COPD

Unter der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leiden europaweit mehr als 44 Millionen Menschen, weltweit ist es die vierthäufigste Todesursache. Doch bis zu 75 Prozent der COPD-Patienten werden laut Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gar nicht oder erst sehr spät diagnostiziert.
 
 Aufatmen, die Lunge mit Sauerstoff füllen – für Patienten mit COPD ist das nur eingeschränkt möglich. Deswegen fordern Lungenfachärzte und Patientenorganisationen mehr Aufklärung und klare Vorgaben für die Früherkennung und Behandlung dieser Krankheit.
 
 COPD ist eine chronisch fortschreitende Lungenerkrankung, die das Atmen massiv beeinträchtigt. Hauptursache ist das Rauchen. COPD, umgangssprachlich auch „Raucherlunge“ genannt, verursacht europaweit Kosten von etwa 50 Milliarden Euro im Jahr, Tendenz steigend. Das geht aus einem Bericht der European Respiratory Society und der European Lung Foundation hervor.
 
 Lungentests in den Erstattungskatalog
 
 In erster Linie trifft die Krankheit Menschen zwischen 40 und 65 Jahren, die noch mitten im Beruf stehen. Deswegen sei COPD in Europa zudem für einen jährlichen Produktivitätsverlust von 28,5 Milliarden Euro verantwortlich.
 
 In der Früherkennung und Behandlung der Krankheit gibt es europaweit große regionale Unterschiede. In den Niederlanden ist die Früherkennungsrate besonders hoch, Großbritannien hinkt weit hinterher. Dort, so schätzen Experten, sind zwei der drei Millionen COPD-Patienten gar nicht diagnostiziert. Doch unbehandelt führt die Krankheit durch ihre zunehmende Atemnot zu einer schweren Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die Schäden, die COPD an der Lunge anrichtet, lassen sich nicht rückgängig machen.
 
 Professor Klaus Rabe, President Elect der European Respiratory Society, fordert eine verbesserte Früherkennung. „Lungenfunktionsmessungen sollten in allen EU-Ländern in den Rückerstattungskatalog aufgenommen werden. Je früher wir Betroffene diagnostizieren und behandeln, desto besser sind ihre Aussichten und desto geringer sind die psychischen, physischen und finanziellen Belastungen“, sagt er.

Quelle: http://www.gesund-durch.de/gesundheit_a-z/meldungen/15748/

Okt
27