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Prominente zum Thema Rauchen

Lassen wir doch mal ein paar bekannte Raucher, Ex-Raucher und prominente Nichtraucher zu wort kommen. Jeder von Ihnen hat über seine Sucht oder das Laster anderer nachgedacht. Manche leider zu spät, wie der Autor Allen Carr.

Sänger Georg Danzer (starb im Juni 2007 an Lungenkrebs.)

 „Mit 13 oder 14 hab ich begonnen, jeder hat damals geraucht. Wer nicht geraucht hat, war ein Weichei. Heute rauche ich nicht mehr, weil ich mir endlich eingestanden habe, dass rauchen nichts mit Selbstbestimmung oder Mündigkeit zu tun hat, sondern dass ich schlicht und einfach suchtkrank war. Außerdem will ich meinen Kindern noch lang als Vater erhalten bleiben. Heute haben Zigaretten für mich die gleiche Anziehungskraft wie ein Teller mit Hundekot.“

Altbundeskanzler Helmut Schmidt (raucht bei jeder unpassenden Gelegenheit, gerne auch ohne sich um in Mitleidenschaft gezogene Passivraucher und seine Vorbildfunktion zu scheren)

„Jawohl, ich bin süchtig, ich bin eine Nikotinmarionette.“

„Das Rauchverbot ist nicht grundgesetzwidrig.“

Buchautor Allen Carr (Allen Carr rauchte früher über 100 Zigaretten am Tag. Er starb im November 2006 an Lunkenkrebs.)

 „Ich hatte sehr viel Glück im Leben, doch das Wunderbarste, was mir je zugestoßen ist, war die Befreiung von diesem Albtraum, von dieser Sklaverei, lebenslang systematisch den eigenen Körper zerstören und für dieses ‚Privileg‘ auch noch teuer bezahlen zu müssen.“

Schauspieler Yul Brynner (1985 starb Yul Brynner an Lungenkrebs. Kurz vor seinem Tod trat er in einem Werbefilm gegen das Rauchen auf. Er rief die Yul-Brynner-Foundation ins Leben, eine Stiftung zur Bekämpfung des Rauchens, die heute noch existiert.)

 „Jetzt, wo ich tot bin, sage ich Ihnen: Rauchen Sie nicht. Tun Sie, was immer Sie wollen, aber rauchen Sie nicht!“

Schauspieler Omar Sharif (Sharif musste sich 1992 einer Bypass-Operation unterziehen und erlitt 1994 einen leichten Herzinfarkt. Bis zu seiner Operation hatte Sharif 50 Zigaretten täglich geraucht. Nach der Operation konnte er problemlos mit dem Rauchen aufhören.)

 „Wenn ich heute eine Raucherin küsse, kommt es mir vor, als küsste ich den Tod…“

Sonny Barger, „Hells Angels“-Präsident (Nach 30 Jahren Tabakkonsum bekam Barger Anfang der 1980er Jahre Kehlkopfkrebs und musste operiert werden. Er atmet heute durch ein Kunststoffventil in seinem Kehlkopf und muss das Ventil mit der Hand abdecken, um sich verständlich machen zu können.)

„Was ich am meisten in meinem Leben bereue? Dass ich Zigaretten geraucht habe. Jetzt kann ich kaum sprechen, und das behindert mich in meinem Leben. Ich mache zwar immer noch alles, aber es klappt nicht mehr so gut wie früher. Es tut mir leid, dass ich ein Schwerverbrecher gewesen bin und kein Recht mehr habe, eine Feuerwaffe zu besitzen. Aber am meisten bereue ich, dass ich geraucht habe.“

Rapper und Schauspieler Ice-T

„Ich rauche nicht, weil mich bisher niemand davon überzeugen konnte, dass es gut für mich ist, wenn ich rauche. Wenn mir jemand beweisen könnte, dass es gut für mich ist, wenn ich rauche, würde ich heute noch damit anfangen. Aber solange das nicht der Fall ist, sehe ich keinen Sinn darin, mit dem Rauchen anzufangen.“

US-Präsident Abraham Lincoln

„Eine Zigarette ist ein stinkendes Stäbchen mit einem Feuer an einem Ende und einem Narren am anderen Ende.“

TV-Moderator Peter Hahne

 „Wer seine Mitmenschen dazu zwingt, passiv mitzurauchen und dafür noch Toleranz einfordert, ist entweder dumm oder dreist.“

Fidel Castro (Antwortet auf die Frage ob er seine Zigarren vermissen würde)

„Frag mich bitte nicht danach, ich bekomme sonst Albträume davon!“

Bundeskanzlerin Angela Merkel

„Als ich Jugendministerin war, habe ich eine Schachtel Zigaretten am Tag geraucht. Damals war ich oft erkältet. Nach einem Jahr habe ich das Rauchen dann gelassen. Die Forderung nach einem generellen Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden finde ich legitim.“

Schauspieler Günther Pfitzmann

„Verzichten Sie auf den blauen Dunst. Das sind Sie Ihren Kindern schuldig.“

Schauspieler James Garner

„Ich bereue jede Zigarette, die ich je geraucht habe!“

Johann Wolfgang von Goethe

„Aber es liegt im Rauchen auch eine arge Unhöflichkeit, eine impertinente Ungeselligkeit. Die Raucher verpesten die Luft weit und breit und ersticken jeden ehrenwerten Menschen, der nicht zu seiner Verteidigung zu rauchen vermag. Wer ist denn imstande, in das Zimmer eines Rauchers zu treten, ohne Übelkeit zu empfinden?“

Dr. Ellen Stiller, Tabakindustrie

„Ich finde es richtig, dass man dort, wo Kinder sind, nicht raucht. Und dass man auf Nichtraucher Rücksicht nimmt, auch am Arbeitsplatz. Das kann durch Rücksichtsnahme, Toleranz und Respekt vor dem Andersdenkenden oder Andershandelnden meines Erachtens erreicht werden.“

Christian Bahr, Deutscher Bundesgesundheitsminister

“Ich habe Zigaretten geraucht, habe aber damit aufgehört, weil ich häufig erkältet war und letztlich gemerkt habe, dass es meiner Fitness nicht gut tut.”

Tonio Borg, EU-Gesundheitskommissar

„Alle Tabakprodukte bedingen potenzielle Sterblichkeit, Krankheit und Arbeitsunfähigkeit. Ihr Genuss sollte deswegen eingeschränkt werden.“

Sultan Murad IV. (27. Juli 1612 bis 8. Februar 1640)

ließ 1633 den Tabakkonsum (sowie Wein und Opium) im Osmanischen Reich unter Todesstrafe stellen und erließ wegen Übertretungen bis zu 18 Todesurteile pro Tag.

Zar Michael (12. Juli 1596 bis 13. Juli1645)

war das Rauchen seiner Bürger derart zuwieder, dass er als „abschreckende“ Maßnahme Rauchern Lippen und Nasen aufreißen ließ.

Die Päpste Urban VIII. und Innozenz X.

untersagten das Rauchen in Gotteshäusern unter Androhung der Exkommunikation.

 

Vielen Dank an Alex, der einige diese Zitate auf seiner Website http://www.transman.gmxhome.de/qualm.htm veröffentlicht und mir erlaubt hat, sie hierher zu kopieren.

Okt
11

Juhuu! 15 % weniger Herzinfarkte!

In Deutschlands Gastgewerbe ist es nicht mehr dunstig, stickig, stinkig. Saubere Luft seit 2008. Und wir alle profitieren davon: Ärzte in Deutschland, Europa und Nordamerika berichten über sinkende Herzinfarktzahlen seit Einführung von Reglementierungen des blauen Dunstes. In der Klinik für Kardiologie und Angiologie der Uniklink Münster sind die Infarktzahlen von 541 Fällen im Jahr 2007 auf 457 ein Jahr später und nochmals um fast 100 Fälle pro Jahr auf 359 Infarkte 2009 gesunken.

Andere Länder berichten ähnliches. Im ersten Jahr nach der Einführung ähnlicher Nichtraucherschutzmaßnahmen sanken die Infarkte um:

  • Schweiz – 22%
  • Island – 21 %
  • USA – 17 %
  • Schottland – 17 %
  • Frankreich – 15 %
  • Kanada 13 %
  • Irland – 11 %

Und dabei zeigt sich, dass das Nichtraucherschutzgesetz eben nicht nur für die Nichtrauchenden Teile der Bevölkerung sondern auch für die Zigarretten-Raucher wirksam ist. Freut Euch mit uns! Vielleicht ist das ja ein Grund für den einen oder anderen, das Rauchen sogar ganz aufzugeben?

Quelle: http://www.stern.de/tv/sterntv/rauchverbot-in-kneipen-ein-gesetz-das-leben-rettet-1619779.html

Aug
18

Wenn Schwangere rauchen

Dass Rauchen für den Raucher – und auch für passiv Mitrauchende – schädlich ist, ist hinlänglich bekannt. Dass Rauchen auch durch die Plazentaschranke hinduch das ungeborene Leben einer Schwangeren gefährdet ist ebenfalls seit Jahren anerkannt; nicht ohne Grund mahnen Frauenärzte Ihre Patientinnen auf Rauchverzicht in der Schwangerschaft.

Eine neue australische Studie belegt jetzt, dass werdende Mütter mit dem Rauchen die Gesundheit Ihrer Kinder langfristig gefähren: Verhaltensstörungen und kognitive Schäden (also Intelligenzminderungen und ähnliches) sind ebenso mögliche Folgen wie die höhere Warscheinlichkeit am plötzlichen Kindstod zu sterben. Eine mögliche Konsequenz kann es laut dieser Studie ebenfalls sein, dass Rauchen die Blutfettwerde von Kindern bis mindestens ins Alter von acht Jahren verändert. Der Artikel wurde im Fachblatt „European Heart Journal“ veröffentlicht.

Die Ärzte vom Royal Prince Alfred Hospital in Sydney rund um Julian Ayer untersuchten das Blut von insgesammt 328 Achtjährigen, die an der „Childhood Asthma Prevention Study“ teilgenommen hatten. Bei Raucherkindern war der HDL-Wert, der Blutspiegel des sogenannten „guten“ Cholesterins, signifikant niedriger. Dieser Zusammenhang besteht auch nachdem andere Faktoren wie das Passivrauchen nach der Geburt, körperliche Betätigung und Übergewicht oder Stillzeiten aus den Zahlen herausgerechnet wurden.

Seit Jahren wird ein höherer HDL-Cholesterin-Wert mit einem gewissen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Beobachtet Veränderungen bei Kindern können Jahrelang erhalten bleiben und noch im Erwachsenenalter z. B. zu einem höheren Herzinfarktrisiko führen, vermuten Wissenschaftler.

„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass das Rauchen werdender Mütter den Kindern im Mutterleib eine Reihe ungesunder Eigenschaften mitgibt, die sie später anfälliger für Herz- und Schlaganfälle machen können. […] Diese Prägung scheint für mindestens acht Jahre anzuhalten und vielleicht sogar noch viel länger.“, sagt der an der Studie beteiligte David Celemajer von der University of Sydney. Der beobachtete Unterschied für diese Erkrankungen liegt bei 10 bis 15 Prozent. Eine spätere Verbesserung der Cholesterin-Werte sei nur durch regelmäßige Bewegung und hochspezialisierte und teure Medikamente möglich.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,769694,00.html

 

Jun
22

Schon wenige Zigaretten schädigen die DNA

Washington – Schon zum 30. Mal erhebt der Surgeon General, der Oberbefehlshaber in Sachen Gesundheit in den USA, den mahnenden Finger, um vor den schädlichen Wirkungen des Tabakrauchens zu warnen. Dieses Mal fasst der Report die biologischen Wirkungen der inhalierten Toxine zusammen, zu denen auch das hohe Abhängigkeitspotenzial gehört.

Auf mehr als 700 Seiten fasst der Report “How Tobacco Smoke Causes Disease: The Biology and Behavioral Basis for Smoking-Attributable Disease” von Regina Benjamin, der ersten Afroamerikanerin in dieser Position, die schädlichen Wirkungen des Rauchens zusammen.

Mit jedem Zug aus der Zigarette gelangen demnach 7000 Chemikalien, davon Hunderte von Toxine und wenigsten 70 Karzinogenen über die Atemwege und die Blutbahn, heißt es in dem Bericht. Schon nach kurzer Zeit kommt es zur Schädigung der Zellen.

Rauchen ist nicht nur für die Mehrzahl der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) und 85 Prozent der Lungenkrebserkrankungen verantwortlich. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden, darunter Herz und Gefäße. Bereits das Passivrauchen erhöht das Risiko von Herzinfarkten und anderen Kreislauferkrankungen.

Über die Blutbahn erreichen die Schadstoffe auch die Fortpflanzungsorgane, wo sie bei der Frau das Risiko von Fehlgeburten oder ektopischen Schwangerschaften erhöhen. Beim Mann werde die DNA in den Spermien geschädigt, was sich negativ auf die Gesundheit der Kinder auswirken könne, warnt der Report.

Die Schwierigkeiten vieler US-Amerikaner, das Rauchen aufzugeben, führen die Autoren auf das veränderte Design der Zigaretten zurück, die den Suchtcharakter des Rauchens in den letzten Jahrzehnten noch verstärkt hätten, da das Nikotin schneller und effizienter freigesetzt werde.

Gleichzeitig würde durch die Entwicklung von so genannten Light-Zigaretten mit einem niedrigen Teergehalt ein vermindertes Risiko vorgegaukelt, das in Wirklichkeit nicht besteht. Immerhin scheinen es aber doch immer mehr Amerikaner zu schaffen, auf das Rauchen zu verzichten.

Der Anteil der Raucher ist nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention zwischen 1998 und 2008 von 24,1 auf 20,6 Prozent zurückgegangen. Doch noch immer greifen der US-General Surgeon zufolge jeden Tag etwa tausend Teenager zur ersten Zigarette, die bei vielen nicht die letzte bleibt. Der Report schätzt, dass jedes Jahr 443.000 US-Amerikanern an den Folgen des Rauchens sterben.

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=43878&src=suche&p=rauchen

Jan
05

Hademar Bankhofer zum Thema: Rauchen

Rauchentwöhnung: Starten Sie jetzt

  • Mir schmeckt meine Zigarette, warum solle ich aufhören
  • Das bisschen Qualm kann doch nicht schaden
  • Mein Opa ist 87 geworden und hat gequalmt wie ein Schlot
  • Mich beruhigt meine Zigarette
  • Ich treibe doch Sport, da kann ich doch auch rauchen

Das sind die typischen Ausreden der Raucher.

Wie Sie vom Rauchen loskommen sagt Prof. Bankhofer

Das sind die Sätze, die man bei Diskussionen ums Rauchen oder Nichtrauchen von eingefleischten Rauchern immer wieder hört. Es sind die Sätze von Unverbesserlichen und von Unbelehrbaren. Jede wissenschaftliche Untersuchung, jede Forschungsarbeit beweist aber seit Jahrzehnten immer nur Eines: Es gibt nichts auf dieser Welt, was für den Menschen so gesundheitsschädlich ist wie das Rauchen. Und das tun sich Menschen freiwillig an und bezahlen auch noch viel Geld dafür. Rauchen ist kein Spaß – es ist ein Sucht, die lebensgefährlich ist. Das gesetzliche Rauchverbot in öffentlichen Lokalen wird nun mit aller Macht durchgesetzt. Viele Raucher wollen aufhören, aussteigen aus der Droge Nikotin – aber sie schaffen es nicht. Deshalb meine Bankhofer-Tipps für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen.

GUTE GRÜNDE, SICH DAS RAUCHEN ABZUGEWÖHNEN

  • Jede gerauchte Zigarette kostet Sie fast eine halbe Stunde Ihrer Lebenszeit. Wenn Sie 20 Zigaretten am Tag rauchen, dann verkürzen Sie damit Ihr Leben um fast zehn Stunden. So lautet eine Warnung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • In der Bundesrepublik sterben jedes Jahr zwischen 110 000 bis 140 000 Menschen an den Folgen des Rauchens.
  • Wer mit 14/15 anfängt zu Rauchen, verkürzt sein Leben um ca. 10 bis 12 Jahre.
  • Rauchen kostet Sie inzwischen ein Vermögen. Wenn Sie eine Schachtel am Tag rauchen, dann kostet Sie das innerhalb von zehn Jahren fast 20 000 EUR.
  • Raucher altern deutlich schneller als Nichtraucher: Die Haut wird faltig, die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, das Interesse und der Spaß am Sex hört deutlich früher auf als bei Nichtrauchern.
  • Wenn Sie Ihre Kinder oder andere Menschen durch Ihre Rauchsucht zum Passivrauchen zwingen, dann ist das fast wie vorsätzliche Körperverletzung.
  • Das Gift des Nikotins verändert Ihr Gehirn, Sie werden abhängig.
  • Rauchen gilt schon längst nicht mehr als „gemütlich“ und stimmungsbelebend. Raucher sind sozial geächtet, geraten immer stärker ins Abseits.

Wenn Sie es schaffen, vom Rauchen los zu kommen, dann beweisen Sie sich und Ihrer Umwelt Willensstärke und Unabhängigkeit. Man wird Sie achten.

Rauchentwöhnung – Wie reagiert der Körper

Sie haben es geschafft, die letzte Zigarette ist ausgedrückt, Sie werden auch nie wieder rückfällig. Was geschieht nun in Ihrem nikotinverseuchten Körper? Wie reagiert er. Können sich die durch jahrelangen Nikotinmissbrauch geschädigten Zellen regenerieren? Auch darüber gibt es Studien und Untersuchungen. Die haben ergeben:

  • Die erste Blitzreaktion kommt vom Blutdruck und vom Puls: Beide sinken schon nach 20 Minuten in einen wesentlich gesünderen Bereich. Die Durchblutung von Händen und Füßen verbessert sich, die Blutgefässe weiten sich.
  • Schon nach einem halben Tag beginnt der rauchbedingte Kohlenmonoxidspiegel im Blut zu sinken, der gesundheitsfördernde Sauerstoffspiegel steigt.
  • Weitere 12 Stunden später wird bereits ein Sinken des Herzinfarktrisikos registriert.
  • Zwei bis drei Tage nachdem Sie Ihre letzte Zigarette geraucht haben, spüren Sie: „Ich schmecke und rieche wieder besser.“
  • Spätestens nach einem Vierteljahr lässt der chronische „Raucherhusten“ nach, Ihr Kreislauf stabilisiert sich, Ihre Lungenfunktion verbessert sich, Sie können wieder frei durchatmen.
  • Nach einem Jahr Nichtraucherdasein ist Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 50 Prozent gesunken.
  • Nach fünf Jahren hat sich das Lungenkrebsrisiko auf die Hälfte verringert.
  • Nach etwa zehn Jahren kann Ihr Arzt feststellen: Ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko ist jetzt auf Nichtraucherniveau, das Krebsrisiko sinkt weiter.

Diese Angaben stammen von der renommierten amerikanischen Krebs-Gesellschaft. Hätten Sie gedacht, dass sich das Nichtrauchen so sehr lohnt, dass Sie so viel an Gesundheit gewinnen? Alleine das sind Gründe genug, mit dem Rauchen endlich aufzuhören.

RAUCHEN SCHADET IHRER GESUNDHEIT

DIE RAUCHER-KRANKHEITEN

Es gibt sehr viele Krankheiten, die unmittelbar mit dem Genuß von Nikotin und dem Inhalieren vom Feinstaub der Zigaretten zu tun haben. Je länger Sie rauchen, je höher der Zigarettenkonsum ist, desto größer ist die Gefahr, daß Sie sich an eine dieser Krankheiten „hinrauchen“. Hier die wichtigsten:

HERZINFARKT:

Durch das Rauchen verengen sich die Blutgefäße, es kann sich dort Plaque ablagern (Arterienverkalkung). Besonders gefährdet sind die Arterien des Herzens, des Gehirns und der Gliedmaßen (Raucherbein). Das führt zu sehr oft lebensgefährlichen Gefäßverschlüssen. Ausserdem erhöht Rauchen den Blutdruck, ein weiterer Risikofaktor für einen Herzinfarkt.

RAUCHERLUNGE:

Hauptverursacher dieses chronischen Hustens ist das Rauchen. Die charakteristischen Merkmale: Husten (vor allen nachts und am Morgen), Auswurf beim Husten und Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Kann nur nach einem sofortigen Rauchstop geheilt werden.

RAUCHERBEIN:

Die durch das Rauchen entstandenen Gefäßverengungen und -verschlüsse führen zu schweren Durchblutungsstörungen. Die Folgen: Verletzungen heilen nicht mehr, es entstehen beim Gehen plötzlich starke Schmerzen, die zum Stehenbleiben zwingen (im Volksmund „Schaufensterkrankheit“ genannt). Die schweren Durchblutungsstörungen können bis zur Amputation des betroffenen Beines führen.

RAUCHERKREBS:

Jeder Zug an einer Zigarette befördert rund 40 krebserregende Stoffe aus dem Tabakrauch in unsere Lunge. Von dort gelangen sie in die Blutbahn, wo sie unsere natürlichen Killerzellen zur Krebsbekämpfung schädigen. Damit steigt das Krebsrisiko für alle Organe die mit dem Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen in Berührung kommen, enorm. Deshalb sind Speiseröhre, Kehlkopf, Zunge, Rachen Mundhöhle, Lippen, Luftröhre, Bronchien und vor allem die Lunge sehr stark gefährdet.

WEITERE RAUCHERSCHÄDEN:

Das Rauchen schädigt vor allem unser Immunsystem, unser Gesundheitszustand leidet, wir sind anfällig für Infektionen. Raucher brauchen mehr Vitamine als Nichtraucher. Das Nikotin wirkt sich auf die Knochen und den Calciumhaushalt aus und kann so Osteoporose fördern.

PASSIVRAUCHEN:

Auch das passive „Mitrauchen“ ist schwer gesundheitsgefährdend. Nichtraucher haben keine Anpassungsmechanismen an Nikotin und Schadstoffe entwickelt, deshalb sind sie viel stärker gefährdet, als bisher angenommen. Besonders schwer trifft es Kinder. Kinder von rauchenden Eltern haben ein doppelt so hohes Asthmarisiko und sind viel anfälliger für Infektionen als die Kinder von Nichtrauchern, haben Studien bewiesen.

NICHT MEHR RAUCHEN: NUR SO SCHAFFEN SIE ES

Wer raucht, der konsumiert Nikotin und Nikotin macht genau so süchtig wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Das müssen Sie sich immer vor Augen halten. Es gibt kein Patentrezept, wie man vom Rauchen loskommen kann, da jeder Mensch und jeder Fall verschieden ist. Aber Sie müssen immer daran denken: Rauchentwöhnung ist eine Entziehungskur – und eine Entziehungskur können Sie nur durchstehen, wenn Sie mit der ganzen Kraft Ihres Willens dahinter stehen.

Das langsame Reduzieren des Verbrauchs, nach dem Motto: „Ich rauche jetzt jede Woche eine Zigarette weniger am Tag“, wird in den wenigsten Fällen funktionieren, weil da die Rückfallgefahr zu groß ist. Zu oft siegt der „innere Schweinehund“, weil man immer die Ausweichmöglichkeit hat: „Naja, heute rauche ich mal die volle Ration so wie früher, dafür rauche ich dann morgen um so weniger.“ Das haut nie hin.

  • Machen Sie sich einen Plan. Sie können Ihren Zigaretten-Konsum durchaus schrittweise reduzieren – aber dann sollten Sie spätestens nach zwei Wochen auf „Null“ sein.
  • Suchen Sie sich einen „Paten“ der Sie überwacht: Den Partner, einen guten Freund, einen Kollegen, einen nahen Verwandten. Führen Sie gemeinsam Buch über Ihre Erfolge, seien Sie aber auch ehrlich, wenn Sie schwach geworden sind.
  • Am Besten ist es, Sie schließen sich einer Gruppe Entwöhnugswilliger an. Der Gruppendruck kann so manchen Rückfall verhindern.
  • Nehmen Sie ärztliche Beratung und Hilfe in Anspruch. Ihr Körper und Ihr Gehirn sind vergiftet, es dauert viele Wochen, bis Sie den körperlichen und geistigen Entzug geschafft haben.
  • Fangen Sie sofort mit dem Rauchentzug mit intensiver sportlicher Betätigung an. Das regt den Stoffwechsel an, die Giftstoffe können besser abtransportiert werden. Sie bekommen mehr Sauerstoff ins Blut, es werden positive Hormone frei gesetzt. Und Sie haben Erfolgserlebnisse, wenn Sie die Verbesserung Ihrer Kondition spüren. Und die brauchen Sie dringend.
  • Belasten Sie sich während der Entwöhnungsperiode nicht mit schwierigen Problemen. Nikotinentzug macht depressiv und aggressiv, da müssen Sie gegen steuern.
  • Beziehen Sie Ihren Partner, Ihren Freundeskreis und Ihre Kollegen in Ihren Entzug mit ein. Das bringt moralische Unterstützung.
  • Vermeiden Sie die Art von Stress, bei dem Sie früher zur Zigarette gegriffen haben.
  • Essen Sie viel Obst und viel Gemüse, wenig tierisches Fett. Ihr Körper braucht jetzt viel Vitalstoffe. Greifen Sie – nach Rücksprache mit dem Arzt – auch zu Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Besuchen Sie Nichtraucherkurse (siehe Entwöhnugshilfen im Kasten unten). Die werden mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe angeboten.
  • Vielleicht kann Ihnen Hypnose oder Akupunktur helfen.
  • Ersetzen Sie auf keinen Fall den verminderten Nikotingenuss durch ein Mehr an Alkohol.
  • Entfernen Sie in Ihrer Umgebung alles, was mit dem Rauchen zu tu hat: Feuerzeug, Streichhölzer, Aschenbecher und vor allem auch noch die letzte Zigarette. Ja keine „Notfall-Schachtel“ im Schrank aufbewahren – sonst tritt der „Notfall“ täglich ein und die Entwöhnung war für die Katz.
  • Wenn es Sie ganz schlimm erwischt hat, dann können Sie zu einer Nikotin-Ersatztherapie greifen. Die Zufuhr von Nikotin ohne die Zigarette hilft, die körperlichen Entzugssymptome zu mildern. Das sind: Nikotinpflaster, Nasensprays, Kaugummis und Lutscher – alle mit Nikotin versetzt.
  • Und zum Schluß gibt es noch Medikamente, die die Sucht nach Nikotin direkt im Gehirn stoppen – ohne selbst Nikotin zu enthalten. Ein solcher Wirkstoff ist Vareniclin: Der täuscht dem Gehirn Nikotin vor, es reagiert wie beim Nikotingenuß, ohne welches zu bekommen. Das Mittel ist verschreibungspflichtig und wird von den Kassen nicht übernommen.

Quelle: http://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/artikel/137-Rauchen-aufhoeren-Tipps-zur-Rauchentwoehnung.html

Dez
08