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Neues Plakat – Verbotsantrag gegen Camel-Werbung

Wie in  http://nie-wieder-tabak.de/2016/07/unsaegliche-verf…r-junge-menschen/ berichtet habe ich bereits vor einigen Wochen Beschwerde beim Deutschen Werberat eingelegt. Der Werberat hat auf meine Beschwerde mit folgenden Worten geantwortet:

„Der Deutsche Werberat die selbstdisziplinäre Einrichtung der deutschen Werbewirtschaft sieht seine Aufgabe hauptsächlich darin, gegenüber dem Verbraucher unzuträglichen, d.h. gegen die herrschenden gesellschaftlichen Grundüberzeugungen verstoßenden werblichen Maßnahmen Einhalt zu gebieten. Hierbei wird der Deutsche Werberat nicht rechtsverfolgend tätig. Rechtsverstöße können von diesem Gremium daher nicht verfolgt werden.“

Dieser eindeutige Hinweis und das neue Plakat, das in den vergangenen Tagen auf den mittelfränkischen Werbestellen aufgetaucht ist, hat mich heute dazu veranlasst bei der Ordnungsbehörde der Stadt Köln diesen Verstoß anzuzeigen und ein unverzügliches Verbot für die Kampagne zu fordern.

Jugendgefährdende Werbung von Camel

 

 

Sep
13

STOP Marlboro

logoshadow_400Unterstützt die Kampagne STOP Marlboro und damit die jugendgefährdende Kampagne „Be Marlboro“ die in über 60 Ländern dazu führt, dass mit perfiden Mitteln neue Süchtige generiert werden. Unter www.stopmarlboro.org könnt Ihr schlimme Beispiele finden, mit welchen, genau auf junge Menschen zugeschnittenen Marketinglügen (Motive sind z. B. junge sexy Mädchen, Party und Abenteuer) Jugendliche auch unter 18 in eine aus Konzernsicht möglichst lebenslange „freiwillige“ Abhängigkeit gebracht werden sollen. Dass durch das Rauchen Krankheiten wie Lungenkrebs, COPD, Amputationen wegen Durchblutungsstörungen usw. ausgelöst werden können, ist allen Beteiligten Werbern bewusst und trotzdem ist die Gier stärker.

Es ist für jeden Menschen schwierig, den unmittelbar eintretende Zigarettenkonsum mit Krankheiten in Verbindung zu bringen, die in 20 oder 30 Jahren eintreten. Deswegen ist die Aufklärung bei Jugendlichen, die noch stärker als Erwachsene im Jetzt leben (Beispiel: Rentenversicherung), auch enorm schwierig und Werbung, die auf das Jetzt ausgerichtet ist, kommt bei dieser Zielgruppe sehr gut an. Darauf baut die MayBe-Kampagne mit Motiven wie MAYBE I WILL PARTY ALL NIGHT oder MAYBE NEVER FELL IN LOVE.

Unterzeichne noch heute die Petition auf www.stopmarlboro.org

Mai
06

Neue Erkenntnisse zur E-Zigarette

In Südkorea (und der halben Welt) passiert, was wir ungeschönt als gigantischen „Menschenversuch“ bezeichnen. Die E-Zigarette wird auf ihre Gefährlichkeit und auf langfristige Auswirkungen auf den Menschen getestet; am Menschen. Nun wurden neue Studien am lebenden Objekt angefertigt und sie besagen nichts gutes.

US-Amerikanische Mediziner berichten in Ihrer Studie (VÖ Journal of Adolescent Health 2013; doi:10.1016/j.jadohealth.2013.11.003) über das Nutzungsverhalten von südkoreanischen Jugendlichen. Diese würden immer häufiger zur beabsichtigten Tabakentwöhnung zur E-Zigarette greifen. Dafür sind nicht zuletzt die Duft- und Zusatzstoffe in den Liquids, also den Flüssigkeiten die in den zigarettenförmigen Inhalationsgeräten zerstäubt oder verdampft werden, verantwortlich. Im Jahr 2008 hatte weniger als 1% der jungen Südkoreaner das E-Rauchen ausprobiert, 2011 waren es bereits 9%.

Das bestürzende Ergebnis war, dass viele, die eigentlich umsteigen oder umsteigen und dabei aufhören wollten, sowohl E-Liquids als auch konventionelle Tabakzigaretten genutzt haben – und häufig sogar mehr Zigaretten als vor dem Griff zur E-Zigarette rauchten. Dieses Ergebnis wird auch von zwei weiteren Studien gestützt: „In einer Studie in PLoS ONE (2013; 8: e66317) waren nach 52 Wochen weniger als 9 Prozent der Raucher abstinent. In einer Vergleichsstudie im Lancet (2013; doi: 10.1016/S0140-6736(13)61842-5) schafften gerade einmal 7 Prozent den Schritt, und die E-Zigaretten erzielten hier keine bessere Wirkung als Nikotin-Ersatzpflaster.“ (1 Ärzteblatt)

Die britische Zeitung „The Standard“ berichtet außerdem online darüber, dass das englische Krebsforschungszentrum (Chancer Research UK) davor warnt, dass Jugendliche immer mehr in den Fokus der Werbung für E-Zigaretten geraten². Durch Sponsoring und den gezielten Einsatz von Stars als Werbebotschaftern vor allem in den Social Media-Plattformen wie Facebook und Twitter. Die Forscher untersuchten mehr als 1.000 Werbebotschaften in den Internetplattformen, flankierend zu Jugend-Events wie Open-Air-Konzerten und auf belebten öffentlichen Plätzen. Alison Cox, der die Tabak-Sparte beim Cancer Research UK vertritt sagte: “There’s evidence in the report – particularly on social media – of e-cigs being promoted as cool and the latest thing and applying all the kings of marketing ploys that would be used to attract a youth market, including involving pop stars, computer games and one e-cig company evening sponsoring a football youth team’s strip.” Er warnt also davor, dass E-Zigaretten für Jugendliche ungefährlich wirken müssen, sie werden schließlich mit direkt für sie zugeschnittener Werbung geschickt platziert.

Professor Gerard Hasting, ein Co-Autor dieser Studie sagte: “But the market is looking to make money, not improve public health, and this is creating many dangers.“ Die Hersteller versuchen also keinesfalls die Gesundheit der Gesellschaft (z. B. durch Tabakentwöhnung) zu verbessern, es geht ihnen einzig und allein um Geld. Und wenn Geld verdient werden kann fallen schnell alle Grenzen …

Quellen: 1 http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/56716/E-Zigaretten-koennten-zur-Sucht-verleiten, 2 http://www.standard.co.uk/news/health/ecigarette-companies-targeting-children-on-facebook-and-twitter-says-report-8966226.html

Nov
28