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Raucht die Mutter bleibt das Baby zurück

In Bremen hat eine Studie von Psychologen jeweils 100 Kinder im Kindergartenalter von rauchenden und 100 Kinder von nichtrauchenden Müttern untersucht. Wie bei der existierenden Datenlage zu erwarten konnten die Wissenschaftler bei der Studie ermitteln, dass das Rauchen der Mutter die Entwicklung des Fötus nachhaltig stört. Bei der umfassenden Untersuchung der Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren wurden Psychomotorik, Artikulation, auditives Gedächtnis, Sprachverständnis, räumliches Vorstellungsvermögen und bildhaftes Gedächtnis getestet.

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Geben Sie Ihrem Kind optimale Chancen für ein gesundes, erfülltes Leben und hören Sie noch vor der Schwangerschaft mit dem Rauchen auf – am besten heute.

Das Ergebnis zeigt, dass die Kinder mit in der Schwangerschaft rauchender Mutter in nahezu allen Bereichen hinter den anderen zurück geblieben waren. Besonders eklatant war der Unterschied der Leistungen bei Motorik, Sprache und Sprachverständnis, Rhythmus und auditivem Gedächtnis. In Deutschland ist noch immer jedes fünfte Kind (d. h. 20%) aufgrund des Rauchens der Mutter bereits im Mutterleib „indirekter Passivraucher“, so die Studienleiterin Julia Danielsson. Sie warnt auch: eine unschädliche Dosis gebe es nicht, d. h. jede einzelne gerauchte Zigarette schädige den Fötus.

Zu den Verschlechterungen der Startbedingungen für diese Babys führen vermutlich eine Vielzahl von Faktoren, neben der durchschnittlich schlechteren Durchblutung von Plazenta und damit schlechterer Versorgung des Embryos im Mutterleib sind auch Kohlenmonoxid und Nikotin im Blut der Mutter mit Verantwortlich. Welche anderen biochemischen, durch das Rauchen ausgelösten Abläufe darüberhinaus für die Schädigung der Frucht verantwortlich seien, sei noch nicht (ausreichend) erforscht. Q: Süddeutsche

Mrz
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Wasserpfeifen – unterschätzte Gefahr

Seit Jahren haben Shisha-Cafés großen Zulauf und werden immer beliebter. Besonders bei Jugendlichen trifft der Trend Wasserpfeife (engl. Hookah) einen Nerv – und gerade für sie sind die Gefahren kaum zu erkennen. Der süßliche Geschmack, der beim Verbrennen oder Verkokeln der oft klebrigen oder sogar nassen Inhaltsstoffe. Je nach Bundesland ist die Grundsubstanz der angebotenen Rauchstoffe aber immer noch häufig gefährlicher Tabak. In Bayern, wo Tabakrauch in Gastwirtschaften verboten, werden als Grundstoff meist Zuckerohrfasern und anderen Pflanzenbestandteile verwendet. Zum Feuchthalten wird ein großer Teil Melasse, also eine Zuckervorstufe, zugesetzt und sie ist auch verantwortlich für den „süßen Geschmack“.

Forscher wie Tracey E. Barnett von der University of Florida warnen eindringlich vor der Inhalation des Rauchs: auch beim ersten Versuch ist eine Kohlenmonoxid-Vergiftung möglich. Regelmäßiger Konsum kann zu Krebs, Herz- und Lungenerkrankungen führen. Besonders gefährlich ist die Kühlung durch Wasser, die eine besonders tiefe Inhalation zulässt, aber dabei kaum Filterwirkung hat. Während einer 20 bis 80 Minütigen Sitzung inhalieren die Konsumenten laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) die Rauchmenge von etwa 100 Zigaretten.

Hookahs / Shishas (c) SXC / Tatyana

Shishas oder Wasserpfeifen in orientalischem Ambiente (c) SXC / Tatyana

Wie Adrienne J. Heinz, die sich an der Stanford University School of Medicine in Kalifornien mit Tabak- und Alkoholkonsum auseinandersetzt, sagt, werden im Gegensatz zur Gefahr durch Zigaretten die Gefahren der Shishas absolut unterschätzt und Konsumenten sind regelrecht geschockt, wenn man sie über die im Shisha-Rauch enthaltenen Schadstoffe aufklärt. („In casual conversations with friends and patients – folks often appreciate that smoking anything comes with risks, […] hookah is certainly viewed as more benign, and when you share general facts about toxin exposure in one hookah session, it often shocks and surprises them.“)

Quelle: WHO, http://www.reuters.com/article/2014/02/21/us-hookah-harmless-idUSBREA1K1VX20140221

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