marlboro « Nie wieder Tabak

YOU DIE

Die neue Werbung von Philip Morris für die Marke Marlboro wartet mit völlig tabak-unrelevanten Halbsätzen und Sprüchen auf. Sie setzt die Kampagne MayBe fort. Die doofen, pseudo-weltmännisch-englischen Sprüche sind schon kaum mehr zu überbieten (s.ä.w. „Is up the only way?“). Aber wenn man auf die Plakate starrt, enthüllt sich einem scheinbar mühelos ein mir einleuchtender Zweck: Jeden der sich die Mühe macht darüber zu informieren, dass Rauchen tödlich bleibt:

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Mrz
14

STOP Marlboro

logoshadow_400Unterstützt die Kampagne STOP Marlboro und damit die jugendgefährdende Kampagne „Be Marlboro“ die in über 60 Ländern dazu führt, dass mit perfiden Mitteln neue Süchtige generiert werden. Unter www.stopmarlboro.org könnt Ihr schlimme Beispiele finden, mit welchen, genau auf junge Menschen zugeschnittenen Marketinglügen (Motive sind z. B. junge sexy Mädchen, Party und Abenteuer) Jugendliche auch unter 18 in eine aus Konzernsicht möglichst lebenslange „freiwillige“ Abhängigkeit gebracht werden sollen. Dass durch das Rauchen Krankheiten wie Lungenkrebs, COPD, Amputationen wegen Durchblutungsstörungen usw. ausgelöst werden können, ist allen Beteiligten Werbern bewusst und trotzdem ist die Gier stärker.

Es ist für jeden Menschen schwierig, den unmittelbar eintretende Zigarettenkonsum mit Krankheiten in Verbindung zu bringen, die in 20 oder 30 Jahren eintreten. Deswegen ist die Aufklärung bei Jugendlichen, die noch stärker als Erwachsene im Jetzt leben (Beispiel: Rentenversicherung), auch enorm schwierig und Werbung, die auf das Jetzt ausgerichtet ist, kommt bei dieser Zielgruppe sehr gut an. Darauf baut die MayBe-Kampagne mit Motiven wie MAYBE I WILL PARTY ALL NIGHT oder MAYBE NEVER FELL IN LOVE.

Unterzeichne noch heute die Petition auf www.stopmarlboro.org

Mai
06

R.I.P. Eric Lawson

Eric Lawson, der Mann mit dem markanten Kinn, der Werbe-Cowboy der modernen Zeit starb am 10. Januar im Alter von 72 Jahren an der höchstwahrscheinlich tabakinduzierten chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD, häufig als „Raucherlunge“ bezeichnet). Zwischen 1978 und 1981 prägte sein Gesicht die Werbung von Marlboro, er wurde zum Marlboro-Mann. Als er erkannte, für welche perfide Verführung er eingesetzt wurde, wandte er sich gegen die Tabakkonzerne. Denn auch er war mit 14 Jahren dem charmanten Apell seiner Vorgänger erlegen und hatte mit dem Rauchen begonnen; Rauchen ist aber ganz entgegen der damaligen und heutigen Werbebotschaften kein Spiel, kein Abenteuer, kein Männlichkeitsbeweis und erst recht weder Unabhängigkeit noch Freiheit. Es ist ein knallhartes Geschäft mit einem Produkt, das seinen Konsumenten erheblich schädigt und stark abhängig macht, seine Hersteller aber reich.

Die Marlboro-Männer des 20sten Jahrhunderts (vorher und währenddessen wurden für einzelne Spots oder Anzeigen Models gebucht, die aber nicht „authentisch“ genug waren):

  • 50er David Millar starb 1987 an einem Lungenempfysem
  • 60er David McLean starb 1995 an Lungenkrebs
  • 70er Wayne McLaren starb 1992 mit 51 Jahren an Lungenkrebs
  • Dick Hammer starb 1999 an Lungenkrebs
Jan
30

Tabak-Lobby verhindert Umsetzung der neuen EU-Tabakrichtlinie

Wie die Zeitschrift „The Guardian“ offen legt, hat der Konzern Philip Morris International (produziert und vertreibt u. a. Marlboro) in den vergangenen Monaten mit einem enormen finanziellen und personellen Aufwand gegen die neue Tabakrichtlinie gekämpft und war – für den Moment – erfolgreich. Wie interne Unterlagen des Tabakmultis belegen wurden im Lobby-Kampf gegen die Erneuerung der aktuellen Regularien für Tabakprodukte 161 zusätzliche Berater engagiert und in über 230 Treffen mit MdEs, also den europäischen Volksvertretern,

Jeden Tag sterben mehr als 300 Menschen in Deutschland allein an den Folgen des Tabakkonsums und die multinationalen Konzerne haben keine Skrupel zugunsten des Gewinns Millionenbeträge gegen die Einführung von Regeln zum Schutz der Schwächsten, von Kindern und Frauen, auszugeben.

Quelle: http://www.nordbayern.de/ressorts/schlagzeilenseite/machtige-tabak-lobby-keine-scharferen-gesetze-1.3147061

Sep
11

Heimtückische Werbung um junge Menschen?

Die Berliner Zeitung schreibt, was wir denken: „Die Kampagne von Philip Morris gilt als eine der tückischsten Zigarettenkampagnen seit Jahren“, die Marlboro-Werbung „Don’t be a Maybe – be Marlboro“ scheint Kinder und Jugendliche zum Rauchen zu verführen. Nach einer Umfrage der GfK im Auftrag der Dieter-Mennekes-Stiftung erzielt die Kampagne bei 14 bis 17-Jährigen den gleichen Werbeeffekt wie bei Erwachsenen, vor allem weil die Fotomodelle für viele von ihnen wie Gleichaltrige oder etwa 20-Jährige wirken.

Wirksam kann nur ein vollständiges Verbot von Tabakwerbung sein damit unklare Werbebotschaften, die sich an Kinder und Jugendliche richten können, nicht mehr möglich sind.

http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/rauchen-werbekampagne-nicht-zoegern–zugreifen-,10808230,23551670.html

Jul
01

MAYBE CANCER

Tabak-Kampagne für Jugendliche

NEVER FALL IN LOVE WITH MARLBORO!

Die große Kampagne von Marlboro ist zurück: MAYBE

Und wir sind erschüttert: Nachdem der Werberat die Kampagne abgemahnt und der Konzern die Plakate zurückgezogen hatte (wir berichteten), hat der Konzern in unseren Augen nur ein Jahr pausiert und die Plakate sind jetzt wieder da. Aber sind sie deshalb auch weniger für Jugendliche als Zielgruppe? Nein, ganz deutlich und für jeden erkennbar ist auch die neue Auflage eindeutig in der Lage junge Menschen zum Rauchen zu verführen.

Dieses Bild prangt groß auf unzähligen Plakaten rund um Nürnberg. Es zeigt zwei junge Erwachsene (sicher, die sind vermutlich über 18) und der Slogan dazu lautet: A MAYBE NEVER FALL IN LOVE. In welchem Alter ist man wohl auf Partnersuche und dabei unsicher und für jeden Rat wie die Suche erfolgreicher klappen könnte empfänglich? Mit 80? Oder eben doch zwischen 15 und 20? Und welchen Bestandteil an der Liebe hätten wohl Zigaretten?

Wir appelieren an den Werberat dieses Mal nicht nur eine Abmahnung sonder eine Strafe zu verhängen – wie kann es sein, dass diejenigen, die sich nicht gegen die Werbemanipulationen wehren können, für lange Jahre abhängig von einem überflüssigen und gesundheitsgefährlichen Produkt gemacht werden?

Jan
29

Jugendschutz sagt nicht „maybe“ sondern „Schluss!“

Was für Menschen gelten sollte, nämlich dass Raucher und Nichtraucher unabhängig von einer körperlichen Sucht Freunde sein sollten, das gilt nicht für Tabakproduzenten und Aufsichtsbehörden. Die friedliche Koexistenz darf man hier nach vielen Jahren der Toleranz endlich als begraben betrachten: und das erste Opfer ist die nervtötende Kampagne von Marlboro-Hersteller Philip Morris. Sowohl die zuständigen Landesbehörden als auch das Bundesverbraucherschutzministerium sind zur Auffassung gekommen, dass sich die Kampagne vor allem an Jugendliche und Heranwachsende richtet und diese zum Rauchen veranlasst; sie verstößt also nach geltendem Recht gegen das Vorläufige Tabakgesetz.

Die Kampagne wirbt mit dem Slogan „Don’t be a Maybe“ – sei kein Untenschlossener – und suggeriert in unseren Augen, dass ohne Tabak-„Genuss“ keine Kreativität möglich, keine echte Freiheit erlebbar und wahre Liebe nicht war werden kann. Auf den Plakaten sind junge Leute beim Musizieren oder küssen zu sehen, während sie über Zäune springen oder in ihrer eigenen Motorradwerkstatt sitzen und werden mit den veränderlichen Sätzen: „Maybe …“ „…  will never be her own boss“, „… never wrote a song“, „… never learned to fly“, “ … never feels free“ oder „… never found a way“ beschrieben.

Entscheiden sie selbst: in welcher Lebensphase ließen Sie sich überzeugen, dass Zigaretten Einfluss auf ihre Kreativität oder (gefühlte) Freiheit haben können? Es ist nach unseren Informationen das erste Mal in Deutschland, dass eine Kampagne auf Aufforderung der Gesundheitsbehören vom Konzern zurückgezogen wird. Noch gibt Philip Morris den Stop der Kampagne als vorrübergehend an. Das Bundesverbraucherschutzministerium schreibt dazu, dass der Tabakriese auf „freiwilliger Basis unverzüglich die Verwendung von Außenwerbeplakaten für die genannte Kampagne in Deutschland aussetzen“ wird.

Äußerst kreativ gingen dagegen schon länger Privatpersonen mit den Plakaten um. Im Netz kursieren Bilder von überklebten Plakaten nach der Guerilla-Werbung-Taktik. Da steht anstelle des originalspruchs dann schon mal: „Maybe will die of lung cancer“ („Vielleicht wird an Lungenkrebs sterben.“) oder „Maybe you should go fuck yourself“ (frei: „Vielleicht solltest Du Deine sexuelle Frustration an Dir selbst auslassen“). Und anstelle des duchgestrichenen MAY bei MAYBE gibt es in der Kritiker-Welt ein Durchgestrichenes CER bei CANCER.

Dass der Konzern, der seine langfristige Stratgie des Cowboys-Images eben erst aufgegeben hat, ein neues so schnell aufgibt bleibt zweifelhaft. Der Imagewechsel vom Marlboro-Country hin zum Tabak verherrlichenden „Be!“ soll Marlboro seinen Platz unter den Top-Zigarettenmarken sichern. Immerhin gewann der Tabakproduzent mit der von Franko Giannoto 1954 entwickelten Dreiecksschachtel und dem Werbestrategiekonzept von Leo Burnett in den 60ern den Platz 1 und wurde zur meistverkauften Zigarettenmarke der Welt.

Allen Rauchern kann man nur wünschen, dass sie nicht maybe sondern ganz sicher den persönlichen Rauchstopp schaffen und die Abhängigkeit von Tabak und den kommerziellen Verwertern eines ungesunden Lasters schaffen können. Und den lenkungsfähigen Jugendlichen: seit stark, ES (im Endeffekt alles) geht nicht nur besser ohne Tabak, es geht vor allem unabhängig, reicher, freier und gesünder!

Aug
09