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Besserer Nichtraucherschutz in Frankreich

Nach England (unser Bericht) will nun auch Frankreich seine Kinder vor Passivrauch besser schützen. Das Rauchen in Autos soll verboten werden, wenn Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit an Bord sind.

Frankreich geht aber noch deutlich weiter und auch deutlich über den ursprünglichen Gesetzesentwurf hinaus. Ursprünglich sollte das Rauchen nur bei Mitfahrern unter 12 Jahren unter Strafe gestellt werden. Außerdem hat die französische Nationalversammlung beschlossen den Verkauf von Zigaretten in der Nähe von Schulen zu verbieten und ab Mai 2016 sollen Zigaretten nur noch in standardisierten Verpackungen zu haben sein. Kurz nach dem irischen und dem englischen Beschluss (unser Bericht zu England, unser Bericht zu Irland) ist also auch Frankreich auf dem Weg zum Plain Packaging!

Nach Angaben der französischen Gesundheitsministerin Marisol Touraine in Ihrer Rede vor dem Parlament würden besonders Jugendliche und Frauen von hübschen Verpackungen beeinflusst. Nach Ihren Angaben sterben in Frankreich jedes Jahr 73.000 Menschen durch die Folgen des Tabakkonsum (das entspricht also 200 Menschen pro Tag!). Sie hofft, dass wie in Australien die Raucherzahlen binnen eines Jahres durch diese Maßnahme um 3% sinken. In Frankreich rauchen derzeit etwa 33% der über-15-Jährigen.

Q: Focus

Apr
07

Neuer Nichtraucherschutz in Österreich und Italien

Italien, das 2003, 2005 und 2007 deutliche Gesetze zum Schutz von Nichtrauchern erlassen hatte, will nachziehen. Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin möchte mit der Gesetzesnovelle 2015 das Rauchen am Strand, in Parks und in Autos mit Kindern untersagen. Sie betont, diese Maßnahmen hätten in anderen Ländern bereits zu Erfolgen geführt. Italien war mit seinen Gesetzen kurz nach dem Millennium Vorreiter unter den Europäischen Ländern, ein erwarteter Protest der Bürger blieb aus und heute sind auch viele (Noch-)Raucher einverstanden mit den Regelungen. Wie zuletzt Russland möchte auch Italien künftig produzierte Fernsehfilme und -Serien rauchfrei sehen. (Q: STOL)

Ganz anders ist der Stand bislang in Österreich. Noch immer ist das Rauchen in der Gastronomie erlaubt, Österreich ist vor allem bei den rauchenden Jugendlichen Europameister. Laut Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser stirbt in Österreich stündlich ein Mensch an den Folgen des Rauchens und drei Menschen sterben täglich an den Folgen des Passivrauchens.

Oberhauser bekommt nun Unterstützung von Gerald Klug, dem Sportminister: „Wir alle wünschen uns eine gesunde und sportliche Jugend. Der Titel ‚Raucherfreundlichstes Land Europas‘ ist nicht der Spitzenplatz, den ich mir als Sportminister wünsche. In Österreich gibt es einen erschreckend hohen Anteil an jungen Menschen, die regelmäßig zur Zigarette greifen. Diesem Trend müssen wir gegensteuern. Ein völliges Rauchverbot in der Gastronomie senkt die Passivrauch-Belastung, der viele Kinder ausgesetzt sind und kann bei Jugendlichen den Einstieg ins Rauchen erschweren.“

Die hohe Zahl der jungen Raucher hat auch Familienministerin Sophie Karmasin alarmiert. Sie plädiert deswegen zusätzlich für ein Verkaufsverbot für junge Menschen unter 18 Jahren.

Aus deutscher Sicht prominente Unterstützung könnte von ganz anderer Seite kommen: Sebastian Frankenberger (ehem. ÖDP-Vorsitzender), der die Nichtraucherschutzgesetze für Bayern durch den von ihm initiierten Volksentscheid möglich gemacht hat, bewirbt sich aktuell beim Österreichischen Wirtschaftsbund und steht in einer Wahl Ende Februar auf Platz drei in der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. Würde er gewählt könnte er zum Obmann der Fremdenführer (Austriaguides) werden und hätte aus dieser Position ein gewichtiges Wort mitzureden. Frankenberger erklärte im Interview: „Ich begrüße natürlich das Vorhaben eines strengen Nichtraucherschutzes ohne Ausnahmen in der Gastronomie – ganz nach bayerischen Vorbild. Das ist längst überfällig, weil sich die freiwillige Lösung wie damals in Bayern nicht bewährt hat. […] Nur ein einheitliches konsequentes Rauchverbot in der Gastronomie wird wirklich funktionieren und nicht nur die Nichtraucher schützen, sondern wie viele Studien zuletzt belegt haben, die Herzinfarktrate senken und das Rauchen für Jugendliche unattraktiver machen. “

(Q: OTS, Am Sonntag)

 

Jan
13

Nichtraucherschutz in Österreichs Gastronomie

In Österreich wurde die Kinderärztin Sabine Oberhauser zur Gesundheitsministerin uns sagte an ihrem ersten Amtstag in einem Interview mit heute.at:

„Heute“: Wann kommt das komplette Rauchverbot in Lokalen? Wird es Ausgleichszahlungen geben?
Oberhauser: „Ich möchte mit der Wirtschaft reden, ob Ausgleichszahlungen für Wirte wirklich nötig sind oder nicht.

„Heute“: Die österreichische Lösung fällt?
Oberhauser: „Ja, als Gesundheitspolitikerin kann man nur für klare Lösungen sein. Auch für die Gastronomen ist es fair, wenn für alle das Gleiche gilt, nämlich dass nirgends geraucht wird.

„Heute“: Ab wann gilt das Rauchverbot?
Oberhauser: „Ich würd’s gern jetzt finalisieren, eine Übergangsfrist vereinbaren und zu einem Stichtag – Horizont: fünf Jahre – das Verbot in Kraft treten lassen.

Die Wiener Zeitung zitiert Oberhauser mit „Auch als ich noch geraucht habe, war ich für ein Verbot in der Gastronomie. Wir haben eine Verantwortung für die Menschen, die dort arbeiten.“

In Österreich gibt es (nach unserer Auffassung) keinen effizienten Nichtraucherschutz in der Gastronomie. Zwar gilt ein Nichtraucherschutz-Gesetzt, dieses hat jedoch drei große Schlupflöcher:

  • Lokale unter 50m² Fläche können sich für oder gegen das Rauchen entscheiden (Kennzeichnung genügt)
  • Lokale mit mehreren Räumen können einen abgetrennten Raucherbereich einführen (>50% der Plätze müssen im Nichtraucher-Bereich liegen)
  • Lokale können so umgebaut werden, dass es zwei getrennte Bereiche gibt

Der Vorgänger von Oberhauser, Alois Stöger, war am Widerstand der Parlamentarier gescheitert, den Nichtraucherschutz in der Gastronomie zu verbessern. Diverse Studien zeigen, dass sich ein „Rauchverbot“ in Gastwirtschaften und Kneipen eklatant positiv auf die Gesundheit der Bürger auswirkt. Der Rückgang von Frühgeburten und akuten Herzinfarkten in Deutschland, Irland und Teilen (!) der Schweiz sei nur beispielhaft genannt.

 

Q: http://www.heute.at/news/politik/art23660,1064240, http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/657131_Die-Qualm-Saga-geht-weiter.html

Sep
03

Rauchverbote senken Risiko von Frühgeburten

Babyfüße eines Neugeborenen

Durch die konsequente Einführung von öffentlichen Nichtraucherschutzgesetzen könnte die Rate von Frühchen um 10% gesenkt werden.

Nichtraucherschutz beginnt im Mutterleib! Wie deutlich, zeigt jetzt eine Studie der Universität Maastricht. Das Team um Jasper Been untersuchte Klinikdaten von sechs europäischen und fünf Nordamerikanischen Medizinstudien – insgesamt 2,5 Millionen Geburten und 250.000 in Krankenhäusern behandelten Asthma-Anfällen bei Kindern zwischen 2008 und 2013. Jasper sagt deutlich: „Zusätzlich zu den bereits bekannten Vorteilen für die Gesundheit von Erwachsenen beweist unsere Studie deutlich, dass Rauchverbote beträchtliche Vorteile für die vorgeburtliche Gesundheit und die Gesundheit von Kindern haben“.

Dadurch, dass bislang etwa 40 Prozent aller Kinder regelmäßig dem Rauch von Zigaretten ausgesetzt seinen liegt die Rate der Babys, die zu früh auf die Welt kommen, bei über elf Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt heißt das, dass jedes Jahr 15 Millionen Babys weltweit keine optimalen Entwicklungschancen erhalten. Die Untersuchung von Been und seinen Kollegen belegt, dass zehn Prozent der Frühchen vermieden werden könnten, zehn Prozent der Asthma-Anfälle rein tabakinduziert und die Zahl der stark untergewichtigen Neugeborenen um fünf Prozent zurückgehen können, wenn konsequente Nichtraucherschutz-Gesetze greifen.

Wie lt. Quelle schon andere Studien zeigten, geht mit einem „Rauchverbot“ in Gaststätten, Kneipen und Lokalen auch ein Rückgang der verrauchten Privathaushalte und damit die Zahl der Kinder, die mitrauchen müssen zurück.

Quelle: Focus

Mrz
28

(Fast) alle wollen rauchfreie Gaststätten

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) prüft mit Hilfe der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) seit Jahren die Zustimmung oder Ablehnung in der deutschen Bevölkerung zu den Nichtraucherschutzgesetzen der Bundesländer. Die Rauchverbote in der Gastronomie unterscheiden sich stark voneinander. Außer in Bayern, dem Saarland und in Nordrhein-Westfalen gibt es immer noch Ausnahmeregelungen für Raucherräume und Raucherkneipen.

Doch immer mehr Menschen wünschen sich einen vollständigen Schutz vor Passivrauch. Seit 2005 ist der Prozentsatz der Befragten, die sich rauchfreie Kneipen und Wirtshäuser wünschen, von knapp 53% auf fast 82% angestiegen.

AdWfdP-Rauchfreie-Gaststaetten-zustimmung-2005-2013

Durch das – zugegeben erzwungene – Erleben von rauchfreien Gaststätten hat sich auch unter den Rauchern die Sicht geändert. Wollten 2005 nur 30% der Raucher eine rauchfreie Umgebung beim Essen und Trinken sind es im Februar 2013 schon fast 60%. Leider gibt es immer noch nur drei Bundesländer, die diesem Willen Rechnung tragen. Das dkfz schreibt dazu: “

In den übrigen Ländern bleibt den Befürwortern des Nichtraucherschutzes nur eine beklemmende Alternative: Sie können sich entweder darüber beschweren, in Eckkneipen, Diskotheken, Festzelten oder Spielhallen den Giftstoffen des Tabakrauchs ausgesetzt zu sein – dann werden sie von den Inhabern der Einrichtungen aller Erfahrung nach als „Denunzianten“ gebrandmarkt. Oder sie gehen solchen Anfeindungen aus dem Wege und verzichten auf Beschwerden – was dann von der Tabaklobby als Beleg dafür angeführt wird, dass die Ausnahmeregelungen für Raucherräume und Raucherkneipen einen „gelungenen Kompromiss“ darstellen.“ und “ Um die Bevölkerung vor den Gefahren des Passivrauchens zu schützen, wäre eine bundesweit einheitliche Regelung aus Sicht des Deutschen Krebsforschungszentrums die beste Lösung.“

Gegen eine solche flächendeckende Lösungen stemmt sich die tabaknahe Industrie und die Tabaklobby mit massivem Geld- und Mitteleinsatz, genauso, wie sie gegen die Schutzmaßnahmen aus dem Europäischen Parlament Stimmung macht.

 

Quelle: http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/AdWfdP-Rauchfreie-Gaststaetten-2013.pdf

 

Sep
11

Unbelehrbarer Helmut Schmidt

Altkanzler Helmut Schmidt, der nach eigenen Angaben eine „Nikotinmarionette“ ist, hat wieder einmal geltenden Nichtraucherschutz mißachtet und zeigt damit wieder eine Ignoranz oder Überheblichkeit – ab einer bestimmten „Lebensleistung“ oder ab einem bestimmtem Alter darf man alles?! Konsequent hat das Hamburger Bezirksamt Mitte die Handelskammer Hamburg als Veranstalter der Verleihung des nach Schmidt benannten Journalistenpreises im Hotel Atlantic abgemahnt.

Schmidt wurden in den letzten Jahren (teilweise auch mit seiner inzwischen verstorbenen Frau gemeinsam) beim rücksichtslosen Rauchen bei verschiedenen öffentlichen Anlässen gefilmt, photografiert oder beobachtet und dann angezeigt. So beim Neujahresempfang 2008 in einem Hamburger Theater oder bei Fernsehauftritten 2011 bei Günther Jauch.

Das Hamburger Abendblatt berichtet darüber, als sei es für Ämter und Behörden lächerlich Gesetze einzuhalten oder bei Verstößen regulierend einzugreifen. Der Bezirk Mitte gibt an in diesem Fall nicht von selbst aktiv geworden zu sein sondern auf eine Anzeige der agilen Nichtraucherlobby in der Elbmetropole reagiert zu haben: „Wenn ein solcher Fall offiziell angezeigt wird, sind wir einfach verpflichtet, gewisse Maßnahmen zu ergreifen“.

Schmidt raucht seit vielen Jahren (lt. einem Interview seit etwa 80 Jahren) und ist offensichtlich mit einem hervorragenden Metabolismus gesegnet. Statistisch betrachtet ist er ein gesundheitlicher Ausreißer und kein Beispiel für Raucher – Langzeitabhängige leiden häufig in diesem Alter unter Lungenkrebs, COPD (chronisch-obstruktive Lungenkrankheit) und anderen Folgeerscheinungen des Tabakrauchens; die meisten langjährig abhängigen Raucher erleben den 90sten Geburtstag aber leider nicht.

Quelle: http://www.abendblatt.de/hamburg/article113107015/Rauchen-im-Atlantic-Vorwurf-gegen-Schmidt-loest-Debatte-aus.html

Jan
28

Oktoberfest ohne Rauch? Kein Problem.

Manchmal ist es wirklich ganz einfach. Man muss es nur machen und keine Angst haben. Das gilt für Sprünge vom 3-Meter-Brett genauso wie für die Einführung eines strikten Nichtraucherschutzes in Festzelten. Das Oktoberfest wurde im ersten Jahr des bayerischen „Rauchverbots“ protegiert und ausgenommen (wg. der Toiletten …), im folgenden Jahr schlechtgeredet und in diesem Jahr kaum mehr wahrgenommen: Raucher gehen zum Rauchen in die Raucherbereiche im Freien und gemeinsam feiern sie in Zelten mit 6.000 Sitzplätzen und mehr.

Was uns natürlich freuen würde: wenn der eine oder andere Raucher dadurch weniger qualmen würde. Was uns freut: nur noch die, die es wollen und wissen was sie tun, leiden unter dem gefährlichen Tabakrauch.

Okt
05

Juhuu! 15 % weniger Herzinfarkte!

In Deutschlands Gastgewerbe ist es nicht mehr dunstig, stickig, stinkig. Saubere Luft seit 2008. Und wir alle profitieren davon: Ärzte in Deutschland, Europa und Nordamerika berichten über sinkende Herzinfarktzahlen seit Einführung von Reglementierungen des blauen Dunstes. In der Klinik für Kardiologie und Angiologie der Uniklink Münster sind die Infarktzahlen von 541 Fällen im Jahr 2007 auf 457 ein Jahr später und nochmals um fast 100 Fälle pro Jahr auf 359 Infarkte 2009 gesunken.

Andere Länder berichten ähnliches. Im ersten Jahr nach der Einführung ähnlicher Nichtraucherschutzmaßnahmen sanken die Infarkte um:

  • Schweiz – 22%
  • Island – 21 %
  • USA – 17 %
  • Schottland – 17 %
  • Frankreich – 15 %
  • Kanada 13 %
  • Irland – 11 %

Und dabei zeigt sich, dass das Nichtraucherschutzgesetz eben nicht nur für die Nichtrauchenden Teile der Bevölkerung sondern auch für die Zigarretten-Raucher wirksam ist. Freut Euch mit uns! Vielleicht ist das ja ein Grund für den einen oder anderen, das Rauchen sogar ganz aufzugeben?

Quelle: http://www.stern.de/tv/sterntv/rauchverbot-in-kneipen-ein-gesetz-das-leben-rettet-1619779.html

Aug
18

Berlin atmet auf!

In Berlin formiert sich eine Volksinitiative mit dem schönen Titel: „Frische Luft für Berlin“ (frei dem bekannten Schlager „das ist die Berliner Luft, Luft, Luft“?). Diese konnte dem Parlamentspräsidenten Walter Momper der Hauptstadt instgesammt 27.800 Unterschriften für einen weitreichenden Nichtraucherschutz in Kneipen und auf Spielplätzen übergeben.

Etwa einen Meter hoch stapeln sich Unterschriftenzettel – zur Übergabe überreichten die Aktivisten Momper außerdem ein weißes T-Shirt mit dem Spruch: „Berlin atmet auf“. Dieser versprach: „Wir werden die Forderungen in den Fraktionen und mindestens ein Mal im Plenum beraten.“

Noch vor der bevorstehenden Wahl wollen die Abgeordneten nun über ein generelles Rauchverbot in Eckkneipen, auf Freiflächen von Krankenhäusern und auf Spielplätzen beraten. Johannes Spatz, Sprecher der Volksinitiative: „In Berlin sterben jährlich 6.000 Menschen an den Folgen des Nikotin-Konsums. Kinder müssen besonders geschützt werden.“

Wir wünschen der Initiative genauso viel Erfolg wie der damals erfolgreichen „Nichtraucherinitiative Bayern“ und damit allen Hauptstädtern ein gesünderes Klima!

Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/berlin/344017.html / R. Gomy

Apr
15

NRW: Raucher qualmen trotzdem

Zahlreiche „Ausnahmen“ erschweren nicht nur den Nichtrauchern den Besuch in Kneipen und Gastwirtschaften, sie machen auch den Kontrolleuren der örtlichen Behörden das Leben schwer. Auch nach drei Jahren wird in vielen Gaststätten noch immer gequalmt.

Nordrhein-Westfalen gestattet in einem der schwammigsten Nichtraucherschutzgesetze Deutschlands das Rauchen in Raucherklubs, Einraumkneipen und Gaststätten unter 75 m², in denen keine Speisen zubereitet und angeboten werden. Aber auch in vielen anderen Lokalen wird gegen das Rauchverbot gehandelt. Eine Studie dazu ermittelte im Februar 2011 eine erschütternde Zahl: 92% aller untersuchten Rauchergaststätten halten sich nicht an die Auflagen. So werden weiterhin Speisen gereicht, Kennzeichnungen zum Jugendschutz fehlen oder die Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereichen wäre mangelhaft (z. B. dauerhaft blockierte Verbindungstüren).

Besonders deutlich wird es an den 50 untersuchten Diskotheken. In 46 Diskos wird weiter geraucht – die ohnehin schon lockere gesetzliche Regelung gestattet es nur in Nebenräumen. Die Auftraggeber der Studie, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Verbraucherzentrale, halten den Nichtraucherschutz in der Gastronomie deshalb für nicht akzeptabel und wünschen sich mehr offizielle Kontrollen. Aber letzlich würde nur ein härteres Gesetz helfen, Jugendliche und Nichtraucher vor dem Rauch zu schützen.

Quelle: http://www.news-magazin24.de/2011/03/22/studie-es-wird-immer-noch-in-zu-vielen-kneipen-geraucht/

Mrz
22