Juhuu! 15 % weniger Herzinfarkte!

In Deutschlands Gastgewerbe ist es nicht mehr dunstig, stickig, stinkig. Saubere Luft seit 2008. Und wir alle profitieren davon: Ärzte in Deutschland, Europa und Nordamerika berichten über sinkende Herzinfarktzahlen seit Einführung von Reglementierungen des blauen Dunstes. In der Klinik für Kardiologie und Angiologie der Uniklink Münster sind die Infarktzahlen von 541 Fällen im Jahr 2007 auf 457 ein Jahr später und nochmals um fast 100 Fälle pro Jahr auf 359 Infarkte 2009 gesunken.

Andere Länder berichten ähnliches. Im ersten Jahr nach der Einführung ähnlicher Nichtraucherschutzmaßnahmen sanken die Infarkte um:

  • Schweiz – 22%
  • Island – 21 %
  • USA – 17 %
  • Schottland – 17 %
  • Frankreich – 15 %
  • Kanada 13 %
  • Irland – 11 %

Und dabei zeigt sich, dass das Nichtraucherschutzgesetz eben nicht nur für die Nichtrauchenden Teile der Bevölkerung sondern auch für die Zigarretten-Raucher wirksam ist. Freut Euch mit uns! Vielleicht ist das ja ein Grund für den einen oder anderen, das Rauchen sogar ganz aufzugeben?

Quelle: http://www.stern.de/tv/sterntv/rauchverbot-in-kneipen-ein-gesetz-das-leben-rettet-1619779.html

Aug
8

Berlin atmet auf!

In Berlin formiert sich eine Volksinitiative mit dem schönen Titel: ”Frische Luft für Berlin” (frei dem bekannten Schlager “das ist die Berliner Luft, Luft, Luft”?). Diese konnte dem Parlamentspräsidenten Walter Momper der Hauptstadt instgesammt 27.800 Unterschriften für einen weitreichenden Nichtraucherschutz in Kneipen und auf Spielplätzen übergeben.

Etwa einen Meter hoch stapeln sich Unterschriftenzettel – zur Übergabe überreichten die Aktivisten Momper außerdem ein weißes T-Shirt mit dem Spruch: “Berlin atmet auf”. Dieser versprach: “Wir werden die Forderungen in den Fraktionen und mindestens ein Mal im Plenum beraten.”

Noch vor der bevorstehenden Wahl wollen die Abgeordneten nun über ein generelles Rauchverbot in Eckkneipen, auf Freiflächen von Krankenhäusern und auf Spielplätzen beraten. Johannes Spatz, Sprecher der Volksinitiative: “In Berlin sterben jährlich 6.000 Menschen an den Folgen des Nikotin-Konsums. Kinder müssen besonders geschützt werden.”

Wir wünschen der Initiative genauso viel Erfolg wie der damals erfolgreichen “Nichtraucherinitiative Bayern” und damit allen Hauptstädtern ein gesünderes Klima!

Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/berlin/344017.html / R. Gomy

Apr
4

NRW: Raucher qualmen trotzdem

Zahlreiche “Ausnahmen” erschweren nicht nur den Nichtrauchern den Besuch in Kneipen und Gastwirtschaften, sie machen auch den Kontrolleuren der örtlichen Behörden das Leben schwer. Auch nach drei Jahren wird in vielen Gaststätten noch immer gequalmt.

Nordrhein-Westfalen gestattet in einem der schwammigsten Nichtraucherschutzgesetze Deutschlands das Rauchen in Raucherklubs, Einraumkneipen und Gaststätten unter 75 m², in denen keine Speisen zubereitet und angeboten werden. Aber auch in vielen anderen Lokalen wird gegen das Rauchverbot gehandelt. Eine Studie dazu ermittelte im Februar 2011 eine erschütternde Zahl: 92% aller untersuchten Rauchergaststätten halten sich nicht an die Auflagen. So werden weiterhin Speisen gereicht, Kennzeichnungen zum Jugendschutz fehlen oder die Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereichen wäre mangelhaft (z. B. dauerhaft blockierte Verbindungstüren).

Besonders deutlich wird es an den 50 untersuchten Diskotheken. In 46 Diskos wird weiter geraucht – die ohnehin schon lockere gesetzliche Regelung gestattet es nur in Nebenräumen. Die Auftraggeber der Studie, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Verbraucherzentrale, halten den Nichtraucherschutz in der Gastronomie deshalb für nicht akzeptabel und wünschen sich mehr offizielle Kontrollen. Aber letzlich würde nur ein härteres Gesetz helfen, Jugendliche und Nichtraucher vor dem Rauch zu schützen.

Quelle: http://www.news-magazin24.de/2011/03/22/studie-es-wird-immer-noch-in-zu-vielen-kneipen-geraucht/

Mrz
3

New York verbietet Rauchen in Parks und am Strand

Aufatmen in Big Apple – die Stadtverwaltung weitet Nichtraucherzonen auf alle öffentlichen Plätze aus.

Die Abgeordneten des Stadtrats von New York City stimmten mit überwiegender Mehrheit (36 zu zwölf Stimmen) für ein Gesetz, das das Rauchen auf großen öffentlichen Plätzen, den 14 Meilen Strand und in den gut 1.700 Parks verbietet. Auf dem Times Square verpessen künftig also nur noch Autos die Luft.

Gut ist das für alle Bürger und Besucher New Yorks. Keine Kippen mehr am Strand, keine Dunstwolken vor Bars und Restaurants, in denen bereits seit 2002 ein Rauchverbot gilt. Bürgermeister Michael Bloomberg ist selbst grosser Befürworter des Rauchverbots und er betont: “In diesem Sommer werden die New Yorker auf der Suche nach frischer Luft und Erholung frei atmen können und sich an die Strände legen, die nicht mehr mit Zigarettenkippen bedeckt sind“. Seit Einführung des verbesserten Nichtraucherschutzes vor gut neun Jahren leben die Menschen im Schnitt 19 Monate länger.

Dir Stadtratssprecherin Christine C. Quinn unterstützt den Bürgermeister und die Entscheidung für die Ausweitung des Gesetztes auf öffentliche Plätze: ”Das Leben und die Gesundheit von Nichtrauchern sollte nicht geschädigt werden, nur weil andere Menschen sich entschieden haben zu rauchen“. Für Übertretungen sieht das Gesetz Stafen von 50 US-$ vor.

Von Gegnern wird das Gesetzt als Anti-Raucher-Gesetzt bezeichnet. Es beschneidet ihnen zufolge die Freiheit und das Recht des Einzelnen erheblich.

Quelle: http://www.welt.de/reise/staedtereisen/article12444725/New-York-verbietet-Rauchen-in-Parks-und-am-Strand.html

Feb
2

NRW fordert bundeseinheitliches Rauchverbot

Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens fordert bundeseinheitliche Lösungen für den Nichtraucherschutz über die Arbeitsstättenverordnung. Das würde nicht nur die Raucherei in Kneipen und Gaststätten sondern auch das Rauchen in Firmen einschließen. “Derzeit herrscht ein absoluter Wildwuchs. Den müssen und werden wir beenden.” sagte Steffens zur WZ.

Die 3, 3 Mio Raucher in NRW nutzen teilweise Schlupflöcher in den gesetzlichen Regelungen NRWs – dort ist das Rauchen in Eckkneipen und sogenannten Raucherclubs gestattet; in Restaurants nur, wenn es getrennte Räume für Raucher und Nichtraucher gibt. Doch immer wieder gibt es Beschwerde, dass diese Regeln nicht beachtet werden. Die zuständigen Kommunen “kommen der Pflicht nicht nach, weil das alte Gesetz von CDU und FDP die Situation so unüberschaubar macht und es so viele Ausnahmen gibt”, so Steffens.

Im Januar kommenden Jahres will die Gesundheitsministerin entscheiden, wie sie künftig vorgeht. Sie hat auch um Auskunft von der EU gebeten und den Gesundheitskommissar aufgefordert, den Nichtraucherschutz in das Programm des kommenden Jahres aufzunehmen. Wenn das passiert wäre die Bundesregierung gezwungen zu handeln. Ansonsten wird NRW das bestehende Gesetz verschärfen – Maßstab wäre der Nichtraucherschutz in Bayern, der auch das Rauchen in Bayern untersagt.

Quelle: http://www.wz-newsline.de/?redid=995759

Nov
11

Volksentscheid für 13 Millionen €

Als Mittelfranke, für den Rest der Welt also Bayer, bin ich mit der Arbeit eines ehemaligen Bundesgesundheitsminister, der nicht gewählt wurde und trotzdem “mein” MiniPrä sein soll, absolut unzufrieden! Wie kann jemand, der für die Gesundheit von 80 Mio Bürgern verantwortlich gewesen ist, ein so eindeutiges Ergebnis wie das des Volksbegehrens zum Verbesserten Nichtraucherschutz so ignorant behandeln?

Nun ja, der Bayerische Staat hat’s ja, hat er doch im vergangenen Jahr genug Geld durch klevere Transaktionen von Banken im erweiterten bayerischen Staatsgebiet verdient (Hypo AlpeAdria: -3,7 Mrd € lt. Medienberichten). Also können wir jetzt auch mal einen Volksentscheid haben, für 13 Millionen €uronen. Die CSU in Bayern ist übrigens die Partei, die sich bis dato strikt gegen die Mitbestimmung des Volkes per Volksbegehren und -entscheid gewehrt hat.

Nun hat die Nürnberger Zeitung NN Bürger in Nürnberg befragt, wie sie zum Thema “Absolutes Rauchverbot” stehen – und siehe da, selbst eingefleischte Raucher sind dafür. Argumente sind z. B. “weil die Luft beim Weggehen einfach besser ist und die Klamotten nicht nach Qualm stinken”, “ich bin froh, daß es diese Möglichkeit gibt und werde sie auch nutzen, damit endlich ein absolutes Rauchverbot kommt. Den Zickzackkurs der CSU finde ich ätzend, damit verlieren Politiker nur weiter an Glaubwürdigkeit.”, “ich möchte auch gar nicht mehr drinnen in Kneipen rauchen, ich finde es ohne die dicke Luft dort viel angenehmer. Außerdem qualme ich seit Einführung des Rauchverbts weniger. Das ist doch was!” (Quelle: NN Online)

Nun, Herr Seehofer und Kollegen, wie wäre es denn, wenn wir die 13 Millionen lieber in die Bildung, in die Unterstützung von Bedürftigen oder Kunst & Kultur investieren würden? Ist ja schließlich unser Geld, das Ihr da grade mal wieder zum Fenster raus pulvert!

Feb
2