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Plakat als Meinungsverstärker

Wer kennt das nicht – ungeachtet aller Mitmenschen ist einer oder eine gezwungen, sich eine Zigarette anzustecken. Manche rücken ein Stück ab, andere schütteln den Kopf oder husten aber die meisten achten nicht weiter drauf. Nicht ohne Grund steht auf Zigarettenschachteln der Hinweis „… können Sie und Ihre Mitmenschen schädigen“. Wie kann es einem aber gelingen (zumindest in klar als Nichtraucherbereich gekennzeichneten Räumen), diesem in eine ungewollte, zerstörerische Abhängigkeit Getriebenen klar zu machen, dass er gerade Luftverschmutzung betreibt, sich krank macht und andere mindestens belästigt?

Heutzutage, da immer wieder von Gewalttätigkeiten gegen Zivilcourage zu lesen ist, leider schwierig. Ein Plakat jedoch hat keine körperlichen Folgen zu befürchten – warum überlassen wir das also nicht mal einem Plakat? Das zumindest scheint sich der schwedische Konzern APOTEK bei seiner Werbung gedacht zu haben und hat sein interaktives Plakat mit einem Sensor für Tabakqualm ausgestattet – und das hier kam dabei raus:

Jan
12

Endlich tut mal jemand was …

… aber er macht sich erwartungsgemäß nicht sofort Freunde. Der französische YouTube-Star und Komiker Remi Gaillard hat in einem seiner Sketche das Rauchen für sich entdeckt. Bzw. hat er Raucher endeckt und beendet deren Tabakkonsum als Feuerwehrmann verkleidet jäh.

 

Sep
16

Heather Mills

Hather Mills ist ehemaliges englisches Model und war mit Paul McCartney verheiratet und hat eine Tochter mit ihm. Sie verlor 1993 einen Unterschenkel als sie von einem Motorrad angefahren wurde. Sie trainiert momentan in Österreich für die Winter-Paralympics 2018 in Südkorea und wurde in einem Interview nach Ihrer Beziehung zu Österreich gefragt und sie antwortete so:

Ich liebe die Berge, ihr seid alle so freundliche Menschen. Ihr arbeitet hart, liebt den Sport, habt eine Gemeinschaft, ein gutes System. Aber wenn wir schon darüber sprechen, das muss ich sagen: Stoppt endlich das Rauchen in Lokalen! Es ist doch schon hundert Jahre alt, in ganz Europa funktioniert es, nur bei euch nicht. England, Irland, Italien, alle haben es geschafft. Und ich finde es schrecklich, wenn ich Eltern in einem Lokal sehe, die neben ihren Kindern rauchen. Furchtbar.

Quelle: http://diepresse.com/home/sport/wintersport/4706239/Heather-Mills_Ich-mochte-immer-ein-Vorbild-sein

Apr
14

England will Rauchen im Auto verbieten

Ein richtiger Schritt in Richtung umfassendem Schutz von Kindern vor Passivrauch: In England soll das Rauchen im Auto verboten werden wenn Kinder oder Jugendliche mitfahren. Laut BBC steht ein Strafmaß von £50 (~63€) im Raum. Dies erscheint uns zu niedrig, um effektiv abzuschrecken, aber es verbessert die Situation von Kindern erheblich. Die Einführung des jetzt vorliegenden Gesetzentwurfs wird für den 1. Oktober 2015 vorgesehen.

Die britische Gesundheitsministerin Jane Ellison wird mit den Worten zitiert: „Passivrauch ist eine echte Bedrohung für Kinder und wir möchten dass Sie ohne die Risiken des Rauchens aufwachsen können. […] Der einzige echte Schutz für sie ist es, sie vor dem Einatmen des Passivrauchs zu schützen und unser Vorhaben das Rauchen in Autos mit Kindern zu stoppen wird genau dabei helfen.“ (Q: „Second-hand smoke is a real threat to children’s health and we want them to grow up free from the risks of smoking.“ „The only effective way to protect children is to prevent them breathing second-hand smoke and our plans to stop smoking in cars carrying children will help us to do this.“)

Die verantwortliche Staatsbeamte Deborah Arnott (chief executive of Action on Smoking and Health) sagt dazu: „Wir sind sehr erfreut. Wir drängen die Regierung zusätzlich auf Regelungen zur Vereinheitlichung von Verpackungen noch vor den nächsten Wahlen. […] Diese beiden Maßnahmen zusammen werden dazu beitragen das Rauchen zu Denormalisieren und Kinder vor der tödlichen Sucht zu schützen.“ (Q: „We are delighted. We also urge the government to put the regulations on standardised packaging to Parliament before the general election.“ „This, together with the protection of children from second-hand smoke in cars, will help de-normalise smoking and protect children from this deadly addiction.“).

Selbstverständlich werden Stimmen aus der Raucher-Lobby (die in unseren Augen eher eine Zigarettenhersteller-Lobby ist) laut, die vor übertriebenen Regelungen warnen. Schließlich wissen rauchende Eltern um die Gefahren des Passivsrauchens und würden ihre eigenen Kinder stets beschützen wollen und schon deshalb würden die meisten von ihnen auf das Rauchen im Auto verzichten. Sie warnen vor einer Kriminalisierung der Raucher, nur weil diese sich in ihrem eigenen Auto eine Zigarette anzünden würden.

Ähnliche Gesetzgebungsverfahren laufen derzeit auch in Wales und Schottland. Nordirland prüft ein solches Vorhaben.

Q: http://www.bbc.com/news/health-30513439

 

Dez
18

Kinder sollten rauchen!

In Thailand geht man ungewohnte Wege: die direkte Ansprache von öffentlich rauchenden Menschen. Durch Kinder.

Und noch etwas ist ungewöhnlich: man lässt Kinder auf Raucher zugehen und um Feuer bitten. Was passiert? Sehen Sie selbst:

beste Anti-Raucher-Werbung ever! from TomFilm on Vimeo.

Warum dürfen Kinder nicht rauchen, Erwachsene aber schon?

Aug
22

Lungenkrebs? Rauchstopp!

Lungenkrebs durch Tabakkonsum ist ein Thema, das selbst von Ärzten und Betroffenen immer wieder mit Scheinargumenten (z. B. „Autoabgase sind auch gefährlich“) klein geredet wird oder bei dem Einzelfälle, in denen Tabakkonsum keine Rolle gespielt hat, als Gegenbeweis herangezogen wird („Der hat nie geraucht und trotzdem Lungenkrebs gekriegt.“). Die Zahlen sprechen jedoch eindeutig eine andere Sprache.  Circa 90% der Lungenkarzinome sind in Deutschland auf die Inhalation von Tabakrauch zurückzuführen, d. h. sie wurden durch das Rauchen ausgelöst.

Im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Mediziner jetzt eine Studie mit der Schlussfolgerung: „Die Beendigung des Tabakkonsums bei Patienten mit Lungenkarzinom ist ein wesentliches Therapieziel, um die Wirksamkeit der Interventionen zu erhöhen und die Lebensqualität zu verbessern.“ D. h. wer Lungenkrebs diagnostiziert bekommt sollte sofort aufhören zu Rauchen und dazu auch effizient mit Therapiemöglichkeiten begleitet werden.

Wir würden gerne jedem Raucher zurufen: Höre noch vor der Diagnose auf, damit Du sie (und noch wichtiger den Krebs) gar nicht bekommen musst! Es gibt hierzu unzählig Hilfsangebote; sprechen Sie dazu mit Ihrem Arzt! Rauchstopp: jetzt!

 

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/archiv/148294/Tabakentwoehnung-bei-Lungenkrebs-durchfuehrbar-und-wirksam?s=rauchen

Dez
02

Transplantaion: hohe Rückfallquote bei Rauchern

Raucher wird in Deutschland eine Herz- oder Lungentransplantation bislang verwehrt. Dafür sprechen vielfältige Gründe, unter anderem eine deutlich schlechtere Wundheilung, Herz-Kreislauf-Komplikationen und Infektionen. Wie Dr. Martina Pötschke-Langer und Kollegen in der Fachzeitschrift „Transplantationsmedizin“ berichten werden dennoch etwa ein drittel aller Patienten, die vor einer Herzplantation geraucht haben, nach der OP rückfällig und riskieren nicht nur das neue Herz sondern dadurch auch ihr Leben. Selbst nach einer Lungentransplantation liegt die Rückfallquote bei etwa zehn Prozent!

Das DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum) empfiehlt deshalb allen Patienten einen langfristigen Rauchstopp vor Transplantationen: „Zwar verbessert sich durch einen Rauchstopp die Sauerstoffversorgung schon innerhalb von zwölf Stunden; die meisten physiologischen Vorgänge, die durch das Rauchen beeinträchtigt werden, brauchen aber mehrere Wochen, um sich zu erholen. So regerieriert sich das Immunsystem innerhalb von vier bis sechs Wochen nach einem Rauchstopp. Die Produktion von Bronchialsekret und die mukoziliäre Clearance sowie die Lungenfunktion erholen sich innerhalb von sechs bis acht Wochen. Infolgedessen treten weniger pulmonale Komplikationen auf, wenn der Patient mindestens acht Wochen vor der Operation mit dem Rauchen aufgehört hat.“

Zu den Empfehlungen der Experten gehört als Standartaufgabe in Medizin und Pflege auch eine engmaschige Nachsorge um die Rückfallprophylaxe nahtlos gewährleisten zu können – in einem vollständig rauchfreien Transplantationszentrum.

Quelle: http://www.transplantation.de/fileadmin/transplantation/txmedizin/txmedizin_2011_2/04_poetschke-langer.pdf

Dez
01

Rauchstopp verbessert die Cholesterinwerte

Ein Team um den Forscher Dr. James H. Stein aus Madison in Wisconsin (USA) hat eine wissenschaftliche Lücke geschlossen. Bisher gab es keine aussagekräftigen Hinweise darauf, welchen Einfluss Rauchen und ein Rauchstopp auf Blutfettwerte haben. Durch die Untersuchung von knapp 1.000 Probanden, die mit dem Rauchen aufhören wollten, konnte nachgewiesen werden, dass bei denjenigen, die den Rauchstopp geschafft hatten, eine deutliche Cholesterinwertverbesserung eingetreten war.

Als Grundlage dienten die Blutfettwerte zu Beginn der Studie und nach einem Jahr. Von 923 Teilnehmern beider Messungen hatten laut Atemtest etwa 36 % das Rauchen tatsächlich aufgegeben. Bei diesen Probanden konnte das Team eine signifikante Zunahme des „guten“ HDL-Cholesterins im Vergleich zu den rückfälligen messen. Im Vergleich nahm der HDL-Spiegel bei den Nichtrauchern um 2,4 mg/dl und nur um 0,1 mg/dl bei den Rauchern zu. Dieser Wert wurde unabhängig von der Gewichtszunahme der Aufhörer und der Rückfälligen gemessen.

Die Auswirkungen des Rauchstopps auf den HDL-Cholesterin ist von nicht zu vernachlässigender Höhe – eine Verbesserung von 1 mg/dl verringert das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten (kardiovaskuläre Erkrankungen) um zwei bis drei Prozent. Wer nicht mehr raucht senkt also sein Herzinfarkt-Risiko und das für andere Gefäßverschlusskrankheiten um sechs bis sieben Prozent – wenn das kein Grund ist, aufzuhören!

Quelle: http://www.vnr.de/b2c/gesundheit/krankheiten/cholesterin/rauchstopp-verbessert-die-cholesterinwerte.html

Feb
28

Raucher sterben früher als Raucherinnen

Rauchen verursacht die meisten vermeidbaren Todesfälle weltweit. Warum Männer in Europa früher sterben als Frauen? Wegen der Zigaretten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Medical Research Council (www.mrc.ac.uk). Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) macht Tabakrauchen für etwa 60% der unterschiedlichen Lebenserwartung der Geschlechter verantwortlich.

Noch leben z. B. in Großbritannien Frauen etwa vier Jahre länger – der Abstand verringert sich jedoch seit Jahren. Zweiter großer Lebenszeit-Killer ist demnach der Alkohol – den Forscher für etwa 20% mitverantwortlich machen.

Die Studienergebnisse legen nah, daß das Rauchen Hauptverursacher für eine kürzere Lebensspanne ist (hauptsächlich sterben Raucher häufiger an Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen). In 30 europäischen Ländern waren die Todeszahlen bei Männern höher – wobei Island und Großbritannien mit zwei toten männlichen pro 1.000 Einwohnern noch verhältnismäßig gut dasteht. In der Ukraine und Litauen sterben acht Männer pro 1.000 Einwohner zusätzlich an Raucherkrankheiten.

Es ist also nicht der „biologische“, kleine Unterschied, der für das Todesalter von Männern und Frauen entscheidend sei, sondern das ungesunde Leben. Und hier – beim Rauchen und Trinken – zeigt sich in den letzten Jahren ein besorgniserregender Trend bei jungen Frauen der genau beobachtet werden sollte.

Quelle: http://www.pressetext.at/news/110118017/maenner-rauchen-und-trinken-bringt-frueheren-tod/

Jan
18

Rauchen: Schon die ersten Züge schädigen das Erbgut

Forscher der Universität von Minnesota zeigen erschreckendes. Bereits nach wenigen Minuten tritt eine Schädigung durch Tabakkonsum ein. Der Leiter der Studie Prof. Hecht hat im Rahmen einer Studie mit 12 Rauchern nachgewiesen, daß neben den bereits hinlänglich bekannten langfristigen Schäden wie Herzkranzgefäßerkrankungen, Arteriosklerose, Lungenkrebs usw. auch innhalb kürzester Raucherzeiten der Körper des Rauchers nachhaltig geschädigt wird.

Bereist Momente nach dem Inhalieren des Zigarettenrauchs sind chemische Verbindungen im Körper aktiv – hier stehen vor allem die polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) in dringendem Verdacht Krebs zu verursachen. Innerhalb von 15 bis 30 Minuten werden diese Moleküle vom Körper aufgenommen und verstoffwechselt.

Die Ergebnisse unterscheiden sich gravierend von denen anderer Untersuchungen, da hier speziell der Zusammenhang des Rauchs und PAK-Molekülen untersucht wird. Die schädigende Wirkung der Zigarette ist also nicht wie bisher häufig angenommen vor allem ein langfristiger Prozess sondern tritt unmittelbar ein. Trotzdem ist es nie zu früh für einen Rauchausstieg! Leider ist uns monentan keine Studie bekannt, die auch den Einfluß der PAK auf Passivraucher untersucht.

Die Untersuchung wurde u. a. vom US Institut für Krebsforschung finanziert. Quelle: http://www.online-presseportal.com/wissenschaft/us-studie-belegt-rauchen-schaedigt-innerhalb-von-minuten-14284/

Jan
17