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Bluthochdruck durch Passivrauchen bei Kindergartenkindern

Kinder von Raucher, so hat ein deutsches Forscherteam an der Uniklinik Heidelberg in einer großen Studie herausgefunden, leiden deutlich häufiger an Bluthochdruck als der Durchschnitt. Bei den über 4.200 untersuchten Fünfjährigen stellte sich nicht nur eine erbliche Vorbelastung für hohen Blutdruck (Hypertonie) heraus, sondern auch, daß überflüssige Kilos dies begünstigen. Normalgewichtige Kinder sind demnach aber ebenso bedroht, wenn die Eltern rauchen – ihr Risiko steigt um 21 %. Damit ist zum ersten Mal eni Zusammenhang zwischen Passivrauch und Bluthochdruck bei Kindern nachgewiesen worden.

Wieso läßt Tabakqualm den Blutdruck steigen?

„Tabakrauch hat vielfältige Effekte auf die Blutgefäße“, erklärt Privatdozentin Dr. Elke Wühl, Oberärztin am Heidelberger Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. So komme es zu einem Anstieg der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin und einer Abnahme des Wirkstoffs Stickoxid in der Gefäßwand, der diese erweitert. Außerdem wird die Innenwand der Blutgefäße durch Tabakrauch dicker und verliert an Elastizität. Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Die Gesundheit der Kinder im Blick

Eltern warnen die Ärzte in Heidelberg davor, ihre Kinder Tabakrauch auszusetzen, da dies langfristige schädliche Folgen haben könne. Wichtig sei zudem, weitere Risikofaktoren wie Übergewicht zu reduzieren. Neben den bekannten Risiken für die Atemwege belastet Rauchen und Passivrauchen den gesamten Organismus – wenn Sie Kinder haben oder wollen denken Sie also unbedingt nicht nur an Ihre eigene Gesundheit, sondern auch an die Ihrer Sprösslinge.

Quelle: http://www.idw-online.de/pages/de/news403752

Jan
11

Be smart – don’t start: Tabakprävention funktioniert

Der internationale Wettbewerb zum Nichtrauchen in Schulklassen „Be Smart – Don’t Start“ ist wirksam und sorgt dafür, dass Schüler langfristig seltener zur Zigarette greifen. Jugendliche, die sich mit ihren Klassen an dem Wettbewerb beteiligten, wissen zudem mehr über die Folgen des Rauchens. Das zeigt eine Studie mit 84 Schulen in Sachsen-Anhalt. Publiziert wurde sie im Journal of Epidemiology and Community Health (2010;64: 202-208).

„Be Smart – Don’t Start“ ist das in Deutschland am weitesten verbreitete Programm zur Prävention des Rauchens für Schüler. Im Schuljahr 2010/2011 stellen sich 10.550 Schulklassen aus allen deutschen Bundesländern der Herausforderung und wollen vom 15. November bis zum 29. April 2011 rauchfrei bleiben.

Der Wettbewerb wird gefördert durch die Deutsche Krebshilfe, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die AOK, die Deutsche Herzstiftung und die Deutsche Lungenstiftung sowie durch weitere öffentliche und private Institutionen.

Zu Beginn der Studie gelegentlich rauchende Schüler, die am Wettbewerb teilgenommen haben, rauchen unmittelbar und ein halbes Jahr nach Wettbewerbsende seltener als Jugendliche ohne Teilnahme.

„Be Smart“-Schülerinnen und -Schüler werden im Vergleich zu Mitschülern ohne Wettbewerbs-Teilnahme über den gesamten Studienzeitraum viel seltener zu regelmäßigen Tabakkonsumenten. Diese Auswirkungen auf das Rauchverhalten konnten durch eine wiederholte Wettbewerbsteilnahme im darauf folgenden Schuljahr stabilisiert werden, so die Ergebnisse der Studie.

„Jede dritte Krebserkrankung in Deutschland ist auf das Rauchen zurückzuführen. Wir wollen dazu beitragen, dass junge Menschen gar nicht erst mit dem Rauchen beginnen“, sagte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, die die Studie finanziert hat.

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=43835&src=suche&p=rauchen

Jan
05

Rauchen verstärkt Schmerzen bei Krebs

Tumorpatienten, die rauchen, leiden unter stärkeren Schmerzen als solche Krebskranken, die nicht zum Glimmstengel greifen. Zu diesem Ergebnis kommen US-Wissenschaftler in einer Studie. Sie hatten Patienten mit verschiedenen Tumoren zu ihrem Rauchverhalten und Schmerzempfinden befragt.

Die mehr als 200 Probanden mussten den Schweregrad ihrer Tumorschmerzen einschätzen. Die Skala zwischen eins uns sechs reichte von „keine Schmerzen“ bis „sehr starke Schmerzen“. Zusätzlich sollte die Beeinträchtigung des Alltags durch die Schmerzen beurteilt werden.

Raucher litten demnach unter größeren Schmerzen, als Nichtraucher. Bei ehemaligen Rauchern zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Schmerzintensität und den Jahren des Rauchstopps: Je länger eine Person aufgehört hatte, desto geringer waren die Schmerzen. Rauchende Krebskranke fühlten sich zudem häufiger im Alltag eingeschränkt als ehemalige Raucher oder Nichtraucher.

Ärzte sollten Krebspatienten zum Nikotinverzicht motivieren und sie dabei unterstützen, empfehlen die Wissenschaftler der Universität Texas. Die Studie wurde im Fachmagazin „Pain“ veröffentlicht.

Quelle: http://www.apotheke-adhoc.de/Nachrichten/Wissenschaft+und+Forschung/13283.html

Jan
02

Kinder zeugen: besser ohne Rauch

Wollen Paare Eltern werden, verzichten sie am besten auf das Rauchen. Nikotin könne die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen beeinträchtigen und die Empfängnis verzögern oder verhindern, sagt Christian Albring vom Berufsverband der Frauenärzte in München. Untersuchungen hätten ergeben, dass bei rauchenden Männern die Spermienzahl geringer und ein größerer Teil geschädigt ist als bei Nichtrauchern. Und bei rauchenden Frauen seien Behandlungen gegen Unfruchtbarkeit weniger erfolgreich.

Quelle: http://www.bild.de/BILD/ratgeber/telegramm/ratgeber-telegramm,rendertext=14994442.html

Dez
14

Kinder in Wohnungen oft Nachbars Qualm ausgesetzt

Wer in Häuserblocks mit mehreren Wohneinheiten lebt, ist mitunter stärker dem Passivrauchen ausgesetzt als Bewohner von Einfamilienhäusern. Wie eine Studie von Forschern der US-amerikanischen Universitäten Harvard und Rochester zeigt, haben in Wohnungen lebende Kinder eine um 45 Prozent höhere Tabakrauch-Belastung zu ertragen als Heranwachsende aus Einfamilienhäusern.

Bei mehreren Wohnungen in einem Haus findet sich häufig eine Partei, die raucht. Ist das Rauchen in den vier Wänden nicht verboten, können sich nach Angaben der Wissenschaftler Rauch und Geruch durch Wände und die gemeinsamen Lüftungsanlagen im gesamten Haus verteilen. Die Folge: Auch wenn es kaum bemerkt wird, ist man dem Passivrauchen ausgesetzt, was im Ernstfall unter anderem Krebs verursachen und das Diabetes-Risiko erhöhen kann.

Belegt wird dies nun durch die US-Studie, für die rund 5 000 Kinder aus Nichtraucher-Haushalten auf ihre Cotinin-Belastung untersucht worden sind. Cotinin ist ein Abfallprodukt des Nikotins, das sich auch im Blut von Passivrauchern findet. Demnach sind fast drei Viertel aller Kinder passiv dem Tabakrauch ausgesetzt. Besonders stark betroffen ist der Nachwuchs in Wohnungen: 84,5 Prozent aller Heranwachsenden weisen Spuren von Cotinin auf. In Einfamilienhäusern, wo keiner raucht, liegt dieser Anteil bei lediglich 70,3 Prozent. Die Forscher um Dr. Jonathan Winickoff folgern laut BBC daraus, dass Rauch das gesamte Gebäude verunreinigt. Umso wichtiger sind deshalb rauchfreie Gebäude, wo man auch nicht passiv dem gefährlichen Geruch ausgesetzt ist (www.bbc.co.uk/news/health-11969074).

Quelle: http://business-panorama.de/news.php?newsid=80990

Dez
14

Hademar Bankhofer zum Thema: Rauchen

Rauchentwöhnung: Starten Sie jetzt

  • Mir schmeckt meine Zigarette, warum solle ich aufhören
  • Das bisschen Qualm kann doch nicht schaden
  • Mein Opa ist 87 geworden und hat gequalmt wie ein Schlot
  • Mich beruhigt meine Zigarette
  • Ich treibe doch Sport, da kann ich doch auch rauchen

Das sind die typischen Ausreden der Raucher.

Wie Sie vom Rauchen loskommen sagt Prof. Bankhofer

Das sind die Sätze, die man bei Diskussionen ums Rauchen oder Nichtrauchen von eingefleischten Rauchern immer wieder hört. Es sind die Sätze von Unverbesserlichen und von Unbelehrbaren. Jede wissenschaftliche Untersuchung, jede Forschungsarbeit beweist aber seit Jahrzehnten immer nur Eines: Es gibt nichts auf dieser Welt, was für den Menschen so gesundheitsschädlich ist wie das Rauchen. Und das tun sich Menschen freiwillig an und bezahlen auch noch viel Geld dafür. Rauchen ist kein Spaß – es ist ein Sucht, die lebensgefährlich ist. Das gesetzliche Rauchverbot in öffentlichen Lokalen wird nun mit aller Macht durchgesetzt. Viele Raucher wollen aufhören, aussteigen aus der Droge Nikotin – aber sie schaffen es nicht. Deshalb meine Bankhofer-Tipps für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen.

GUTE GRÜNDE, SICH DAS RAUCHEN ABZUGEWÖHNEN

  • Jede gerauchte Zigarette kostet Sie fast eine halbe Stunde Ihrer Lebenszeit. Wenn Sie 20 Zigaretten am Tag rauchen, dann verkürzen Sie damit Ihr Leben um fast zehn Stunden. So lautet eine Warnung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • In der Bundesrepublik sterben jedes Jahr zwischen 110 000 bis 140 000 Menschen an den Folgen des Rauchens.
  • Wer mit 14/15 anfängt zu Rauchen, verkürzt sein Leben um ca. 10 bis 12 Jahre.
  • Rauchen kostet Sie inzwischen ein Vermögen. Wenn Sie eine Schachtel am Tag rauchen, dann kostet Sie das innerhalb von zehn Jahren fast 20 000 EUR.
  • Raucher altern deutlich schneller als Nichtraucher: Die Haut wird faltig, die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, das Interesse und der Spaß am Sex hört deutlich früher auf als bei Nichtrauchern.
  • Wenn Sie Ihre Kinder oder andere Menschen durch Ihre Rauchsucht zum Passivrauchen zwingen, dann ist das fast wie vorsätzliche Körperverletzung.
  • Das Gift des Nikotins verändert Ihr Gehirn, Sie werden abhängig.
  • Rauchen gilt schon längst nicht mehr als „gemütlich“ und stimmungsbelebend. Raucher sind sozial geächtet, geraten immer stärker ins Abseits.

Wenn Sie es schaffen, vom Rauchen los zu kommen, dann beweisen Sie sich und Ihrer Umwelt Willensstärke und Unabhängigkeit. Man wird Sie achten.

Rauchentwöhnung – Wie reagiert der Körper

Sie haben es geschafft, die letzte Zigarette ist ausgedrückt, Sie werden auch nie wieder rückfällig. Was geschieht nun in Ihrem nikotinverseuchten Körper? Wie reagiert er. Können sich die durch jahrelangen Nikotinmissbrauch geschädigten Zellen regenerieren? Auch darüber gibt es Studien und Untersuchungen. Die haben ergeben:

  • Die erste Blitzreaktion kommt vom Blutdruck und vom Puls: Beide sinken schon nach 20 Minuten in einen wesentlich gesünderen Bereich. Die Durchblutung von Händen und Füßen verbessert sich, die Blutgefässe weiten sich.
  • Schon nach einem halben Tag beginnt der rauchbedingte Kohlenmonoxidspiegel im Blut zu sinken, der gesundheitsfördernde Sauerstoffspiegel steigt.
  • Weitere 12 Stunden später wird bereits ein Sinken des Herzinfarktrisikos registriert.
  • Zwei bis drei Tage nachdem Sie Ihre letzte Zigarette geraucht haben, spüren Sie: „Ich schmecke und rieche wieder besser.“
  • Spätestens nach einem Vierteljahr lässt der chronische „Raucherhusten“ nach, Ihr Kreislauf stabilisiert sich, Ihre Lungenfunktion verbessert sich, Sie können wieder frei durchatmen.
  • Nach einem Jahr Nichtraucherdasein ist Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 50 Prozent gesunken.
  • Nach fünf Jahren hat sich das Lungenkrebsrisiko auf die Hälfte verringert.
  • Nach etwa zehn Jahren kann Ihr Arzt feststellen: Ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko ist jetzt auf Nichtraucherniveau, das Krebsrisiko sinkt weiter.

Diese Angaben stammen von der renommierten amerikanischen Krebs-Gesellschaft. Hätten Sie gedacht, dass sich das Nichtrauchen so sehr lohnt, dass Sie so viel an Gesundheit gewinnen? Alleine das sind Gründe genug, mit dem Rauchen endlich aufzuhören.

RAUCHEN SCHADET IHRER GESUNDHEIT

DIE RAUCHER-KRANKHEITEN

Es gibt sehr viele Krankheiten, die unmittelbar mit dem Genuß von Nikotin und dem Inhalieren vom Feinstaub der Zigaretten zu tun haben. Je länger Sie rauchen, je höher der Zigarettenkonsum ist, desto größer ist die Gefahr, daß Sie sich an eine dieser Krankheiten „hinrauchen“. Hier die wichtigsten:

HERZINFARKT:

Durch das Rauchen verengen sich die Blutgefäße, es kann sich dort Plaque ablagern (Arterienverkalkung). Besonders gefährdet sind die Arterien des Herzens, des Gehirns und der Gliedmaßen (Raucherbein). Das führt zu sehr oft lebensgefährlichen Gefäßverschlüssen. Ausserdem erhöht Rauchen den Blutdruck, ein weiterer Risikofaktor für einen Herzinfarkt.

RAUCHERLUNGE:

Hauptverursacher dieses chronischen Hustens ist das Rauchen. Die charakteristischen Merkmale: Husten (vor allen nachts und am Morgen), Auswurf beim Husten und Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Kann nur nach einem sofortigen Rauchstop geheilt werden.

RAUCHERBEIN:

Die durch das Rauchen entstandenen Gefäßverengungen und -verschlüsse führen zu schweren Durchblutungsstörungen. Die Folgen: Verletzungen heilen nicht mehr, es entstehen beim Gehen plötzlich starke Schmerzen, die zum Stehenbleiben zwingen (im Volksmund „Schaufensterkrankheit“ genannt). Die schweren Durchblutungsstörungen können bis zur Amputation des betroffenen Beines führen.

RAUCHERKREBS:

Jeder Zug an einer Zigarette befördert rund 40 krebserregende Stoffe aus dem Tabakrauch in unsere Lunge. Von dort gelangen sie in die Blutbahn, wo sie unsere natürlichen Killerzellen zur Krebsbekämpfung schädigen. Damit steigt das Krebsrisiko für alle Organe die mit dem Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen in Berührung kommen, enorm. Deshalb sind Speiseröhre, Kehlkopf, Zunge, Rachen Mundhöhle, Lippen, Luftröhre, Bronchien und vor allem die Lunge sehr stark gefährdet.

WEITERE RAUCHERSCHÄDEN:

Das Rauchen schädigt vor allem unser Immunsystem, unser Gesundheitszustand leidet, wir sind anfällig für Infektionen. Raucher brauchen mehr Vitamine als Nichtraucher. Das Nikotin wirkt sich auf die Knochen und den Calciumhaushalt aus und kann so Osteoporose fördern.

PASSIVRAUCHEN:

Auch das passive „Mitrauchen“ ist schwer gesundheitsgefährdend. Nichtraucher haben keine Anpassungsmechanismen an Nikotin und Schadstoffe entwickelt, deshalb sind sie viel stärker gefährdet, als bisher angenommen. Besonders schwer trifft es Kinder. Kinder von rauchenden Eltern haben ein doppelt so hohes Asthmarisiko und sind viel anfälliger für Infektionen als die Kinder von Nichtrauchern, haben Studien bewiesen.

NICHT MEHR RAUCHEN: NUR SO SCHAFFEN SIE ES

Wer raucht, der konsumiert Nikotin und Nikotin macht genau so süchtig wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Das müssen Sie sich immer vor Augen halten. Es gibt kein Patentrezept, wie man vom Rauchen loskommen kann, da jeder Mensch und jeder Fall verschieden ist. Aber Sie müssen immer daran denken: Rauchentwöhnung ist eine Entziehungskur – und eine Entziehungskur können Sie nur durchstehen, wenn Sie mit der ganzen Kraft Ihres Willens dahinter stehen.

Das langsame Reduzieren des Verbrauchs, nach dem Motto: „Ich rauche jetzt jede Woche eine Zigarette weniger am Tag“, wird in den wenigsten Fällen funktionieren, weil da die Rückfallgefahr zu groß ist. Zu oft siegt der „innere Schweinehund“, weil man immer die Ausweichmöglichkeit hat: „Naja, heute rauche ich mal die volle Ration so wie früher, dafür rauche ich dann morgen um so weniger.“ Das haut nie hin.

  • Machen Sie sich einen Plan. Sie können Ihren Zigaretten-Konsum durchaus schrittweise reduzieren – aber dann sollten Sie spätestens nach zwei Wochen auf „Null“ sein.
  • Suchen Sie sich einen „Paten“ der Sie überwacht: Den Partner, einen guten Freund, einen Kollegen, einen nahen Verwandten. Führen Sie gemeinsam Buch über Ihre Erfolge, seien Sie aber auch ehrlich, wenn Sie schwach geworden sind.
  • Am Besten ist es, Sie schließen sich einer Gruppe Entwöhnugswilliger an. Der Gruppendruck kann so manchen Rückfall verhindern.
  • Nehmen Sie ärztliche Beratung und Hilfe in Anspruch. Ihr Körper und Ihr Gehirn sind vergiftet, es dauert viele Wochen, bis Sie den körperlichen und geistigen Entzug geschafft haben.
  • Fangen Sie sofort mit dem Rauchentzug mit intensiver sportlicher Betätigung an. Das regt den Stoffwechsel an, die Giftstoffe können besser abtransportiert werden. Sie bekommen mehr Sauerstoff ins Blut, es werden positive Hormone frei gesetzt. Und Sie haben Erfolgserlebnisse, wenn Sie die Verbesserung Ihrer Kondition spüren. Und die brauchen Sie dringend.
  • Belasten Sie sich während der Entwöhnungsperiode nicht mit schwierigen Problemen. Nikotinentzug macht depressiv und aggressiv, da müssen Sie gegen steuern.
  • Beziehen Sie Ihren Partner, Ihren Freundeskreis und Ihre Kollegen in Ihren Entzug mit ein. Das bringt moralische Unterstützung.
  • Vermeiden Sie die Art von Stress, bei dem Sie früher zur Zigarette gegriffen haben.
  • Essen Sie viel Obst und viel Gemüse, wenig tierisches Fett. Ihr Körper braucht jetzt viel Vitalstoffe. Greifen Sie – nach Rücksprache mit dem Arzt – auch zu Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Besuchen Sie Nichtraucherkurse (siehe Entwöhnugshilfen im Kasten unten). Die werden mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe angeboten.
  • Vielleicht kann Ihnen Hypnose oder Akupunktur helfen.
  • Ersetzen Sie auf keinen Fall den verminderten Nikotingenuss durch ein Mehr an Alkohol.
  • Entfernen Sie in Ihrer Umgebung alles, was mit dem Rauchen zu tu hat: Feuerzeug, Streichhölzer, Aschenbecher und vor allem auch noch die letzte Zigarette. Ja keine „Notfall-Schachtel“ im Schrank aufbewahren – sonst tritt der „Notfall“ täglich ein und die Entwöhnung war für die Katz.
  • Wenn es Sie ganz schlimm erwischt hat, dann können Sie zu einer Nikotin-Ersatztherapie greifen. Die Zufuhr von Nikotin ohne die Zigarette hilft, die körperlichen Entzugssymptome zu mildern. Das sind: Nikotinpflaster, Nasensprays, Kaugummis und Lutscher – alle mit Nikotin versetzt.
  • Und zum Schluß gibt es noch Medikamente, die die Sucht nach Nikotin direkt im Gehirn stoppen – ohne selbst Nikotin zu enthalten. Ein solcher Wirkstoff ist Vareniclin: Der täuscht dem Gehirn Nikotin vor, es reagiert wie beim Nikotingenuß, ohne welches zu bekommen. Das Mittel ist verschreibungspflichtig und wird von den Kassen nicht übernommen.

Quelle: http://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/artikel/137-Rauchen-aufhoeren-Tipps-zur-Rauchentwoehnung.html

Dez
08

Rauchen und Krebs

  • Raucher haben ein doppelt so hohes Risiko an Krebs zu sterben wie Nichtraucher (Circulation 1997; 96:2128-36).
  • Der Konsum von Tabakwaren, wie Zigaretten, Zigarren, Pfeife etc. ist die Hauptursache für Krebserkrankungen an Lunge, Kehlkopf (Larynx), Lippen, Mundhöhle, Rachen (Pharynx) und Speiseröhre (Ösophagus).
  • Bei Rauchern wird fünf- bis zehnmal häufiger Lungenkrebs festgestellt als bei Nichtrauchern.
  • Das Risiko für Mundhöhlenkrebs ist bei Rauchern (Männer) sogar 27fach und für Kehlkopfkrebs 12fach erhöht.
  • Raucher bekommen im Vergleich zu Nichtrauchern zwei- bis dreimal häufiger Blasenkrebs, mehr als 1,5mal häufiger Brustkrebs und 1,3mal häufiger Pankreaskrebs (WHO, American Cancer Society).

Quelle: http://www.assmann-stiftung.de/information/rauchen/

Dez
08

Der Tabakepidemie Einhalt gebieten

Regierungen und wirtschaftliche Aspekte der Tabakkontrolle
Ein hochinteressantes Schriftstück zu den Themen Kosten und Gefahren des Rauchens aus globaler Sicht finden Sie hier: http://www1.worldbank.org/tobacco/pdf/Deutsche%20Version.pdf
Verfasst / in Auftrag gegeben wurde das 1999 erschienene Heft von der Weltbank (The International Bank for Reconstruction and Development/THE WORLD BANK). Die deutsche Ausgaben wurde mit der finanziellen Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung realisiert

 

Dez
07

Schluss mit Rauchen!

Rauchstopp

Zehn Jahre länger leben – das sollte Ihnen jetzt endlich mehr wert sein als nur den guten Vorsatz. Mit diesen Strategien können sie bald Ihr Ziel Rauchstopp erreichen.

Wenn es ums Qualmen geht, sollten wir nicht müde werden, den Rauchstopp zu ver­suchen. Nikotin und seine rund 4000 schädlichen Begleitstoffe sind für knapp ein Drittel aller Deutschen die Gesundheitsräuber schlecht­hin – und für sogar fast jeden Zweiten zwischen 20 und 29 Jahren. Finden Sie mit unserem Test heraus, wie süchtig Sie sind, und wählen Sie dann die Rauchstopp-Methode, die am ehesten Erfolg verspricht. FIT FOR FUN hat je nach Abhängigkeit vier wirkungsvolle Strategien zusammengestellt.

Rauchstopp-Strategie Nr. 1: Eiserner Wille

Der Hälfte der Raucher gelingt der Rauchstopp, ohne Hilfe in Anspruch zu nehmen – mit einem starken Willen. Das gilt vor allem für Gelegenheitsraucher oder jene, deren Abhängigkeit nicht so stark ist. Die andere Hälfte tut sich schwer, endgültig die Finger von der Zigarette zu lassen. Hier sind Sucht und Gewohnheit schon zu groß. Viele suchen Rat, fallen aber nicht selten auf unseriöse Versprechen rein. Gut zu wissen: Als effektiv gilt eine Methode, wenn man nach einem Jahr noch abstinent ist!

Rauchstopp-Strategie Nr. 2: Verhaltenstherapie

Eingefahrene Verhaltensweisen zu ändern ist schwerer als man denkt. Mit Büchern wie dem Klassiker „Endlich Nichtraucher!“ von Allen Carr und anderen verhaltenstherapeutischen Anleitungen zur Selbsthilfe „sind vielleicht 15, nach professionellen Therapien 30 bis 40 Prozent aller Rau­cher nach einem Jahr noch abstinent“, sagt Dr. Hubertus Friederich von der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Tübingen. Das funktioniert durch eine genaue Analyse des eigenen Verhaltens, Ersatzbeschäftigungen und Belohnungsstrategien. Zu empfehlen, bei starker Abhängigkeit aber nicht ausreichend, damit der Rauchstopp gelingt.

Rauchstopp-Strategie Nr. 3: Hypnose

Durch Hypnose werden alte Verhaltensmuster im Unterbewusstsein aufgelöst und Assoziationen mit dem Rauchen gelöscht. Die Methode erzielt kurzfristige Rauchstopp-Erfolge, die langfristige Effizienz konnte jedoch in aussagekräftigen Studien nicht nachgewiesen werden. Nachteile bestehen laut Friederich darin, dass das Gelingen stark von der Ausstrahlung des Hypnotiseurs abhängt und dass Raucher keine Verhaltenstipps für Krisen und Versu­chungs­situationen erhalten. Scharlatane haben hier leichtes Spiel: Wer sich für diese Methode interessiert, sollte sich zum Beispiel bei den Krankenkassen genau informieren.

Rauchstopp-Strategie Nr. 4: Medikamente

Die physische Abhängigkeit führt beim Rauchstopp zu Entzugssymptomen wie Schlafstörungen, Konzentrations­­mangel, Nervosität, Verstopfung oder Hungergefühl. Nikotinersatzpräparate (z.B. „Nicorette“, in der Apotheke; siehe „Stiftung Warentest“ 10/2009) haben eine Erfolgsquote von bis zu 15 Prozent nach einem Jahr. „In vielen Fällen kann auch die Verschreibung des 2007 eingeführten Wirkstoffs Vareniclin sinnvoll sein“, sagt Friederich. Häufigste Nebenwirkungen: Übelkeit und Kopfschmerzen. Tipp: „Die Kombination von Medikament bzw. Nikotin­ersatzpräparat und psychotherapeutischer Begleitung verdoppelt etwa die Abstinenzquote“, so der Experte.

Übrigens: Wer nicht raucht, lebt im Schnitt tatsächlich rund zehn Jahre länger und Männer, die aufhören zu rauchen, steigern ihre Potenz! Da lohnt sich der Rauchstopp wohl, oder?

Quelle: http://www.fitforfun.de/beauty-wellness/gesundheit/rauchstopp-nie-mehr-rauchen_aid_8785.html

Dez
07

Halb so viel Sex wie Nichtraucher

Eine Studie an knapp 300 Pärchen ergab: Männer, die rauchen, haben im Monat nur halb so viel Sex wie Nichtraucher. (Cosmopolitan)

Dez
06