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(Fast) alle wollen rauchfreie Gaststätten

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) prüft mit Hilfe der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) seit Jahren die Zustimmung oder Ablehnung in der deutschen Bevölkerung zu den Nichtraucherschutzgesetzen der Bundesländer. Die Rauchverbote in der Gastronomie unterscheiden sich stark voneinander. Außer in Bayern, dem Saarland und in Nordrhein-Westfalen gibt es immer noch Ausnahmeregelungen für Raucherräume und Raucherkneipen.

Doch immer mehr Menschen wünschen sich einen vollständigen Schutz vor Passivrauch. Seit 2005 ist der Prozentsatz der Befragten, die sich rauchfreie Kneipen und Wirtshäuser wünschen, von knapp 53% auf fast 82% angestiegen.

AdWfdP-Rauchfreie-Gaststaetten-zustimmung-2005-2013

Durch das – zugegeben erzwungene – Erleben von rauchfreien Gaststätten hat sich auch unter den Rauchern die Sicht geändert. Wollten 2005 nur 30% der Raucher eine rauchfreie Umgebung beim Essen und Trinken sind es im Februar 2013 schon fast 60%. Leider gibt es immer noch nur drei Bundesländer, die diesem Willen Rechnung tragen. Das dkfz schreibt dazu: “

In den übrigen Ländern bleibt den Befürwortern des Nichtraucherschutzes nur eine beklemmende Alternative: Sie können sich entweder darüber beschweren, in Eckkneipen, Diskotheken, Festzelten oder Spielhallen den Giftstoffen des Tabakrauchs ausgesetzt zu sein – dann werden sie von den Inhabern der Einrichtungen aller Erfahrung nach als „Denunzianten“ gebrandmarkt. Oder sie gehen solchen Anfeindungen aus dem Wege und verzichten auf Beschwerden – was dann von der Tabaklobby als Beleg dafür angeführt wird, dass die Ausnahmeregelungen für Raucherräume und Raucherkneipen einen „gelungenen Kompromiss“ darstellen.“ und “ Um die Bevölkerung vor den Gefahren des Passivrauchens zu schützen, wäre eine bundesweit einheitliche Regelung aus Sicht des Deutschen Krebsforschungszentrums die beste Lösung.“

Gegen eine solche flächendeckende Lösungen stemmt sich die tabaknahe Industrie und die Tabaklobby mit massivem Geld- und Mitteleinsatz, genauso, wie sie gegen die Schutzmaßnahmen aus dem Europäischen Parlament Stimmung macht.

 

Quelle: http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/AdWfdP-Rauchfreie-Gaststaetten-2013.pdf

 

Sep
11

Russische Filme: bald rauchfrei

Gerade in den stark wachsenden Ländern wie China, Indien, Brasilien und Russland versuchen Tabak-Konzerne die in Westeuropa und Nordamerika sinkenden Raucherzahlen zu kompensieren. In Russland, wo Zigaretten pro Päckchen schon ab 50 Cent zu haben sind, rauchen etwa 40 % der Erwachsenen; dagegen will der Staat (durch seinen Regierungschef Wladimir Putin) nun etwas tun und hat am 14. Dezember in erster Lesung einen Gesetzentwurf angenommen, der die schärfsten Gesetze zur Stärkung der Volksgesundheit durch strengere Reglementierung des Tabakkonsums vorsieht.

Auf seiner Website stellt das russische Gesundheitsministerium einen Stufenplan vor, der die Anzahl der etwa 44 Millionen Raucher reduzieren soll. Hauptgrund für diese Gesetzesinitiative sind 400.000 Tote pro Jahr die im direkten Zusammenhang mit Zigaretten und anderen Tabakprodukten stünden. Um noch mehr Menschen zu bewegen ihre Sucht in die Hand zu nehmen und mit dem Rauchen aufzuhören schlägt der Vize-Chef der Staatsduma Sergej Schelesnjak vor, in „Werbepausen soziale Spots über gesundheitliche Schäden des Rauchens zu zeigen.“

Als ein wichtiger Baustein soll in künftigen Spielfilm- und TV-Serien-Produktionen das Sponsoring durch Tabakfirmen verboten sein, genauso untersagt ist es rauchende Schauspieler zu zeigen. Das Verbot greift nicht für bereits existierende Filme, die weiterhin gezeigt werden dürfen. Ab Mai 2013 wird der Verkauf von Zigaretten in den beliebten Kioskbuden verboten. Zigarettenpackungen sollen künftig mit abschreckenden und warnenden Bildern bedruckt werden. Daneben soll das Rauchen in der Öffentlichkeit stark eingeschränkt werden, so etwa wird es ab Juli 2014 ein Rauchverbot in Fernzügen, auf Flughäfen und  Schiffen geben. Ab 2015 gilt das Verbot auch in Restaurants, Cafés und Diskoteken (andere Quelle: „ein vollständiges Rauchverbot an öffentlichen Aufenthaltsplätzen“).

 

Quellen: http://de.ria.ru/society/20130124/265388324.html, http://www.welt.de/politik/ausland/article13543331/Putin-schockt-Russen-mit-radikalem-Rauchverbot.html

Feb
01

Es ist nie zu früh aufzuhören

Hilfen für den Rauchstopp

Es ist nie zu spät mit dem Rauchen aufzuhören? Es ist nie zu früh, das Rauchen aufzugeben!

  • Finden Sie heraus, wie Sie aufhören möchten: schrittweise oder abrupt.
  • Notieren Sie sich Gründe, weshalb Sie rauchfrei sein möchten.
  • Notieren Sie sich, wann und wie viel Sie rauchen.
  • Finden Sie Menschen (Familie, Freunde, Arzt), die Sie in Ihrem Vorhaben unterstützen.
  • Vermeiden Sie Langeweile.
  • Suchen Sie sich Ausgleichstätigkeiten. Gehen Sie viel an die frische Luft und bewegen Sie sich möglichst viel.

Quelle (leicht modifiziert): http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Rauchen/Krank-durch-Rauchen/Rauchen-und-Gesundheit-417.html

Dez
27

Kinder in Wohnungen oft Nachbars Qualm ausgesetzt

Wer in Häuserblocks mit mehreren Wohneinheiten lebt, ist mitunter stärker dem Passivrauchen ausgesetzt als Bewohner von Einfamilienhäusern. Wie eine Studie von Forschern der US-amerikanischen Universitäten Harvard und Rochester zeigt, haben in Wohnungen lebende Kinder eine um 45 Prozent höhere Tabakrauch-Belastung zu ertragen als Heranwachsende aus Einfamilienhäusern.

Bei mehreren Wohnungen in einem Haus findet sich häufig eine Partei, die raucht. Ist das Rauchen in den vier Wänden nicht verboten, können sich nach Angaben der Wissenschaftler Rauch und Geruch durch Wände und die gemeinsamen Lüftungsanlagen im gesamten Haus verteilen. Die Folge: Auch wenn es kaum bemerkt wird, ist man dem Passivrauchen ausgesetzt, was im Ernstfall unter anderem Krebs verursachen und das Diabetes-Risiko erhöhen kann.

Belegt wird dies nun durch die US-Studie, für die rund 5 000 Kinder aus Nichtraucher-Haushalten auf ihre Cotinin-Belastung untersucht worden sind. Cotinin ist ein Abfallprodukt des Nikotins, das sich auch im Blut von Passivrauchern findet. Demnach sind fast drei Viertel aller Kinder passiv dem Tabakrauch ausgesetzt. Besonders stark betroffen ist der Nachwuchs in Wohnungen: 84,5 Prozent aller Heranwachsenden weisen Spuren von Cotinin auf. In Einfamilienhäusern, wo keiner raucht, liegt dieser Anteil bei lediglich 70,3 Prozent. Die Forscher um Dr. Jonathan Winickoff folgern laut BBC daraus, dass Rauch das gesamte Gebäude verunreinigt. Umso wichtiger sind deshalb rauchfreie Gebäude, wo man auch nicht passiv dem gefährlichen Geruch ausgesetzt ist (www.bbc.co.uk/news/health-11969074).

Quelle: http://business-panorama.de/news.php?newsid=80990

Dez
14

Rauchertelefone: Via Hotline auf dem Weg zum Nichtraucher

Wer das Rauchen aufgeben möchte, der hat in der Regel einen schwierigen Weg vor sich. Damit die angehenden Nichtraucher diesen nicht allein meistern müssen, stellen Ärzte, Initiativen und Verbände viele Unterstützungsangebote zur Verfügung. Angefangen bei Foren, Broschüren und Aufklärungskampagnen, bis hin zu medizinischen Hilfen wie Nikotinpflastern oder Kaugummis. Aber auch ein Anruf kann beim Rauchausstieg helfen! Rauchertelefone haben es sich zur Aufgabe gemacht, konkrete Unterstützung zu bieten. Wer hinter den Diensten steckt und wie die Hotlines arbeiten – Dirk Freytag hat mal das Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungszentrums angerufen.
Beginnt mit O-Ton
„Das Rauchertelefon – Sie sprechen mit Astrid Albrecht, hallo. Womit kann ich Ihnen helfen?“

Wer die 06221 – 42 42 00 wählt, die Nummer des Rauchertelefons des Deutschen Krebsforschungszentrums, der kann hier unter anderem Diplom-Psychologin Astrid Albrecht erreichen. Auf Wunsch ganz anonym können sich Raucher oder rückfallgefährdete Nichtraucher bei ihr und ihren Kollegen Hilfe holen. Die Anliegen der Menschen sind vielfältig, sagt Astrid Albrecht:

„Also oft rufen Raucher an, die Schwierigkeiten haben aufzuhören mit dem Rauchen. Viele haben dann eben auch Angst vor Entzugserscheinungen und wissen nicht so genau mit was zu rechnen ist. Dann sind es auch Betriebe die uns anrufen, die zum Beispiel einen rauchfreien Betrieb einrichten möchten und dabei Unterstützung bei der Umsetzung brauchen. Oder aber auch Experten, die selber Raucherberatung machen und die da einfach noch mal den Stand der Wissenschaft genauer dargelegt haben möchten.“

Dabei geht es den Hilfesuchenden nicht nur darum, einfach mal mit jemandem zu sprechen. Das Ziel ist ganz klar, den Betroffenen auch konkrete Hilfe anzubieten und sie bei Bedarf weiterzuvermitteln. Seit 1999 wird das beim Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungszentrums getan. Von Montag bis Freitag zwischen 14 und 17 Uhr gibt es kostenfreie Unterstützung bei der Planung und Umsetzung des Rauchausstiegs. Noch einmal Diplom-Psychologin Astrid Albrecht:

„Was wir dann machen ist, dass wir erstmal genau das Rauchverhalten, was bisher der Raucher so an den Tag gelegt hat, noch mal mit dem besprechen. Und dann geben wir so im Einzelnen speziell auch Tipps zur Vorbereitung des Rauchstopps. Rauchutensilien nicht mehr so in direkt greifbarer Nähe zu haben, weil es einfach zu verführerisch ist. Und dann wird so ein Rauchstoppdatum festgelegt und dann schaut man halt wie der Raucher da zurecht kommt und was es vielleicht so an Tipps und Unterstützungsmöglichkeiten noch gibt, um Krisen zu bewältigen oder auch zum Vorbeugen vor Rückfällen.“

Klar, den Ausstieg müssen die Betroffenen selber schaffen – und auch wollen. Die Rauchertelefone können dabei aber Wege aufzeigen oder Kontakte herstellen, die das Vorhaben, zum Nichtraucher zu werden, wesentlich erleichtern. Die Rauchertelefone werden hervorragend ergänzt durch Unterstützungsangebote im Internet, wie beispielsweise der Webseite der EU-Initiative „HELP – für ein rauchfreies Leben“ unter www.help-eu.com.

Quelle: http://www.getaudio.de/redakteur_beitrag.php5?beitrag=1877

Okt
21

Endlich Nichtraucher!

Die Gefahren sind hinlänglich bekannt und mehr als 40 % der Raucher würden gerne einfach aufhören. Da alleine aufzuhören sehr schwer ist – nur durchschnittlich 3% der Rauchstopp-Versuche ohne Unterstützung sind nach einem Jahr noch erfolgreich – bietet das Klinikum Nürnberg (www.pneumologie-nuernberg.de) professionelle Hilfe und gegebenenfalls medikamentöse Unterstützung und dadurch eine Erfolgsquote von bis zu 40 %.

Seit vielen Jahren bietet die Medizinische Klinik am Klinikum Nürnberg Tabakentwöhnungskurse an. Deren Ziel ist nicht nur der Rauchstopp sondern vielmehr eine dauerhafte Abstinenz. Die Kursinhalte sind auch auf Vorbeugung von Rückfällen und ausführliche Ernährungsberatung zur Vermeidung von Gewichtszunahmen ausgerichtet.

Die Kosten werden auf Antrag häufig anteilig von den Krankenkassen erstattet. Recherchieren Sie doch einfach mal bei der Klinik Ihrer Stadt – sicherlich bietet diese ähnliche Angebote. Lassen Sie sich helfen, die Sucht zu überwinden!

Quelle: http://www.klinikum.nuernberg.de/DE/ueber_uns/Fachabteilungen_KN/kliniken/medizin3/leistungen/R_Beratung/index.html

Okt
18