schlank « Nie wieder Tabak

Die Mähr vom schlanken Raucher und dem dicken Nichtraucher

Kennen sie auch diese Geschichten vom Rauchen und seinen figurförderlichen Eigenschaften? Rauchen macht schlank, Rauchen vertreibt den Hunger, wer das Rauchen aufgibt nimmt zu? In einem unserer vorherigen Posts haben wir auf die Methode „Rauchfrei in 5 Stunden“ von Dr. Stefan Frädrich hingewiesen; er erklärt einleuchtend, dass Raucher nicht zunehmen müssen wenn Sie aufhören zu qualmen.

Oftmals scheitert vor allem bei Frauen der Aufruf Nichtraucher zu werden daran, dass der Marketing-Coup der Tabakindustrie „Rauchen macht schlank“ tief verankert ist und viele Raucher Angst haben, stark an Gewicht zuzunehmen wenn Sie die Zigaretten aus Ihrem Alltag verbannen. Dr. Carole Clair vom Massachusetts General Hospital in Boston hat nun die Hypothese untersucht, ob die Gewichtszunahme nach einem Rauchstopp den gesundheitlichen Nutzen des Rauchverzichts wieder auffrisst.

In über 25 Jahren wurden mehr als 3.200 Patienten untersucht und die Korrelation zwischen Rauchstopp, Gewichtszunahme in den folgenden vier Jahren und Herz-Kreislauf-Problemen bzw. deren Vorboten analysiert. Im Untersuchungszeitraum traten 631 Fälle von kardiovaskulären Ereignissen auf. Daraus und unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht und dem Ausschluß von diabetischen Erkrankungen berechneten die Forscher folgende Warscheinlichkeiten für „Herzanfälle“:

  • Raucher 6,9 %
  • Exraucher (Rauchstopp in den vergangenen vier Jahren) 3,2 %
  • langjährige Exraucher 3,1 %
  • Nichtraucher 2,4 %

In der untersuchten Personengruppe wurde pro Person eine durchschnittliche Gewichtszunahme von 1,4 kg nach dem Rauchstopp verzeichnet. Aber gleichzeitig wurde der oben beschriebene positive Effekt auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aufgezeigt: es loht allemal, das Rauchen aufzugeben! Und wenn man um die Effekte der Nikotinsucht und die Begleiterscheinungen eines Nikotinentzugs weiß lassen sich auch die Ersatz-Handlungen (Essen oder Naschen statt Rauchen) gut in Griff bekommen.

Unterstützt werden die Aussagen der Studie durch andere Forschungsarbeiten. Ein Nichtraucher bekommt laut einer weiteren Studie statistisch 19 Jahre später einen Herzinfarkt als wenn er rauchen würde. [2]

Quellen: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/article/835825/maer-krassen-gewichtszunahme-zigarette-weg-bikini-figur-bleibt.html?sh=4&h=-146230326, [2] http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/herzinfarkt/article/834452/herzinfarkt-rauchstopp-schafft-19-jahre-zeitgewinn.html?sh=7&h=211346176

Mrz
28

Rauchen für die Figur

Frauen, die während der Schwangerschaft nicht rauchten, fangen nach der Geburt oft wieder damit an. Hauptgrund: Gewichtssorgen.
Wenn sie ein Baby erwarten, verhalten sich die meisten Raucherinnen gesundheitsbewusst und hören mit dem Qualmen auf. Doch schon bald nach der Geburt greifen viele wieder zum Glimmstängel. Einer der wichtigsten Gründe dafür ist die Sorge der jungen Mütter um ihre Figur. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität Pittsburgh.

„Zwei Drittel aller Frauen, die während der Schwangerschaft nicht rauchen, fangen bald wieder damit an, wenn das Baby geboren ist“, sagt Studienleiterin Michele Levine. „Wir stellten in unserer Studie fest, dass die Sorge um die Figur die stärkste Motivationsbremse ist, dauerhaft rauchfrei zu leben.“

Figursorgen bremsen Motivation

Die Psychologin und ihre Kollegen interviewten für die Studie 119 Frauen, die täglich mindestens acht Zigaretten geraucht hatten, bis sie erfuhren, dass sie schwanger sind, und das Rauchen sofort aufgaben. Der Rauchstopp gelang 89 Prozent der Frauen ohne irgendwelche Entwöhnungsprogramme.

65 Prozent von ihnen wollten auch nach der Schwangerschaft nicht mehr rauchen. Zwei Drittel dieser motivierten Frauen waren überzeugt davon, dass sie das auch tatsächlich schaffen würden. Es zeigte sich allerdings ein deutlicher Unterschied zwischen den Frauen, die glaubten, ihr normales Gewicht auch ohne Zigaretten halten zu können und denen, die diesbezüglich unsicher waren. Letztere waren von vorn herein weniger motiviert, Nichtraucherin zu bleiben.

„Unsere Studie hat gezeigt, wie die Sorge um die Figur die Motivation von Schwangeren beeinflusst, nikotinfrei zu bleiben. Jetzt wollen wir herausfinden, ob diese Bedenken tatsächlich das Verhalten der jungen Mütter bestimmt“, so Michele Levine. Diese Erkenntnis müsse dann in Entwöhnungsprogramme einfließen, um Mutter und Kind vor den bekannten Folgen des Rauchens zu schützen.

Die Studie erscheint in der Oktoberausgabe des Fachmagazins „Annals of Behavioral Medicine“.

Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/nichtrauchen/news/junge-muetter_aid_115577.html

Nov
16