Rauchen für die Figur

Frauen, die während der Schwangerschaft nicht rauchten, fangen nach der Geburt oft wieder damit an. Hauptgrund: Gewichtssorgen.
Wenn sie ein Baby erwarten, verhalten sich die meisten Raucherinnen gesundheitsbewusst und hören mit dem Qualmen auf. Doch schon bald nach der Geburt greifen viele wieder zum Glimmstängel. Einer der wichtigsten Gründe dafür ist die Sorge der jungen Mütter um ihre Figur. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität Pittsburgh.

„Zwei Drittel aller Frauen, die während der Schwangerschaft nicht rauchen, fangen bald wieder damit an, wenn das Baby geboren ist“, sagt Studienleiterin Michele Levine. „Wir stellten in unserer Studie fest, dass die Sorge um die Figur die stärkste Motivationsbremse ist, dauerhaft rauchfrei zu leben.“

Figursorgen bremsen Motivation

Die Psychologin und ihre Kollegen interviewten für die Studie 119 Frauen, die täglich mindestens acht Zigaretten geraucht hatten, bis sie erfuhren, dass sie schwanger sind, und das Rauchen sofort aufgaben. Der Rauchstopp gelang 89 Prozent der Frauen ohne irgendwelche Entwöhnungsprogramme.

65 Prozent von ihnen wollten auch nach der Schwangerschaft nicht mehr rauchen. Zwei Drittel dieser motivierten Frauen waren überzeugt davon, dass sie das auch tatsächlich schaffen würden. Es zeigte sich allerdings ein deutlicher Unterschied zwischen den Frauen, die glaubten, ihr normales Gewicht auch ohne Zigaretten halten zu können und denen, die diesbezüglich unsicher waren. Letztere waren von vorn herein weniger motiviert, Nichtraucherin zu bleiben.

„Unsere Studie hat gezeigt, wie die Sorge um die Figur die Motivation von Schwangeren beeinflusst, nikotinfrei zu bleiben. Jetzt wollen wir herausfinden, ob diese Bedenken tatsächlich das Verhalten der jungen Mütter bestimmt“, so Michele Levine. Diese Erkenntnis müsse dann in Entwöhnungsprogramme einfließen, um Mutter und Kind vor den bekannten Folgen des Rauchens zu schützen.

Die Studie erscheint in der Oktoberausgabe des Fachmagazins „Annals of Behavioral Medicine“.

Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/nichtrauchen/news/junge-muetter_aid_115577.html

Nov
11

Raucht die werdende Mutter droht kriminelles Kind

Rauchen werdende Mütter, gefährden sie nicht nur die Gesundheit ihres Kindes. Zigaretten machen den Nachwuchs auch aggressiv – und manchmal kriminell.

Rauchen in der Schwangerschaft erhöht einer neuen US-Studie zufolge das Kriminalitätsrisiko der Kinder. Rauchen Frauen während der Schwangerschaft täglich eine Packung Zigaretten oder mehr, steigt das Risiko ihrer Kinder um 30 Prozent, später kriminell zu werden. Das fanden Forscher vom Institut für Gesundheitswesen der Harvard University heraus. Dazu untersuchten die Forscher das Vorstrafenregister von 4000 Erwachsenen im Alter von 33 bis 40 Jahren sowie den Tabakkonsum ihrer Mütter.

Demnach werden Männer wie Frauen eher und häufiger straffällig, wenn ihre Mütter starke Raucher waren. Dieser Zusammenhang bleibe auch bestehen, nachdem andere Faktoren wie psychische Krankheiten, familiäre Probleme oder Armut, die ebenfalls Einfluss auf die Kriminalitätsrate haben könnten, ausgeschlossen worden seien, berichteten die Forscher.

Frühere Studien hatten gezeigt, dass es einen engen Zusammenhang zwischen dem Rauchen in der Schwangerschaft und Problemen wie Aggressivität, Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche von Kindern gibt.

Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/baby/news/nikotinsucht-rauchende-schwangere-kriminelles-kind_aid_572526.html

Nov
11