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Viel höhere Krankheitskosten durch Rauchen

Das Zigarettenrauchen verursacht viel höhere Kosten durch Krankheiten und Arbeitsausfall als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München / Neuherberg. Die in der Fachzeitschrift „BMC Health Services Research“ veröffentlichte Studio korrigiert die bisherigen Ansätze bisherige Aussagen zu Versorgungskosten deutlich nach oben. Erstmalig für Deutschland wird als Grundlage zur Berechnung die Auswertung der bevölkerungsbasierten KORA-Studie mit einbezogen.

In der Auswertung kommt das Helmholtz Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (http://www.helmholtz-muenchen.de) zu dem Schluss, dass die Kosten medizinischer Versorgung und von Arbeitsausfällen für Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern um 24% und von Ex-Rauchern, die krankheitsbedingt mit dem Rauchen aufhören müssen, um 35% höher sind. Im Jahr 2008 beliefen sie die durchschnittlich höheren Kosten eines Rauchers auf 700 €, die eines kranken Ex-Rauchers sogar bei 1.100 € pro Jahr. Die genauere Erfassung bzw. Auswertung der Daten ermittelt also einen fast doppelt so hohe Krankheitsmehrkosten wie frühere Berechnungen.

Die KORA-Studien

Die KORA-Studien werden seit über 20 Jahren angefertigt und erfassen die Gesundheit tausender Bürger, die Einflüsse von Umwelt, Verhalten und Genen. Kernthemen der KORA-Studien (Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg) sind Fragen zu Entstehung und Verlauf von chronischen Erkrankungen, insbesondere Herzinfarkt und Diabetes mellitus. Hierzu werden Risikofaktoren aus dem Bereich des Gesundheitsverhaltens (u.a. Rauchen, Ernährung, Bewegung), der Umweltfaktoren (u.a. Luftverschmutzung, Lärm) und der Genetik erforscht. Aus Sicht der Versorgungsforschung werden Fragen der Inanspruchnahme und Kosten der Gesundheitsversorgung untersucht.

Prof. Dr. Reiner Leidl, der Leiter des Instituts für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen am Helmholtz Zentrum München  hält die Lage fest indem er sagt: „Die genaue Abschätzung der Krankheitskosten ist eine wesentliche Grundlage der effizienten Prävention.“ Er meint damit, dass auch wenn Rauchern bewusst wäre, dass „Rauchen ist eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken“ ist, immer noch etwa 30% der Deutschen rauchen. Eine erfolgreichere Prävention würde Krankheitskosten vermeiden und wäre auch für die Gesellschaft vorteilhafter als bisher angenommen.

Die Kosten und Folgen des Rauchens

Wir glauben wir Prof. Dr. Leidl, dass eine Prävention Gelder im Gesundheitswesen einspart; sagen aber auch deutlich: hinter Krankheitskosten stehen Krankheiten wie Lungenkrebs, Speiseröhrenkrebs und andere Tumore, hinter Krankheitskosten stehen kranke Menschen und hinter Krankheitskosten verbergen sich tragische Schicksale. Es wäre also der Gesellschaft und dem einzelnen Menschen geholfen, wenn Rauchen Gesellschaftlich geächtet, politisch die Werbung für Tabak verboten und medizinisch alles für Raucher getan werden würde, den Ausstieg zu schaffen bevor der Körper geschädigt und krank ist.

 

Quelle: http://www.pressebox.de/inaktiv/helmholtz-zentrum-muenchen-deutsches-forschungszentrum-fuer-gesundheit-und-umwelt-gmbh/Krankheitskosten-durch-Zigarettenkonsum-deutlich-hoeher-als-bisher-angenommen/boxid/613511

Link zur Fachpublikation: (The association of smoking status with healthcare utilisation, productivity loss and resulting costs: results from the population-based KORA F4 study.
Margarethe Wacker, Rolf Holle, Joachim Heinrich, Karl-Heinz Ladwig, Annette Peters, Reiner Leidl, Petra Menn BMC Health Services Research 2013, 13:278) http://www.biomedcentral.com/1472-6963/13/278/abstract

Jul
25

Die Mähr vom schlanken Raucher und dem dicken Nichtraucher

Kennen sie auch diese Geschichten vom Rauchen und seinen figurförderlichen Eigenschaften? Rauchen macht schlank, Rauchen vertreibt den Hunger, wer das Rauchen aufgibt nimmt zu? In einem unserer vorherigen Posts haben wir auf die Methode „Rauchfrei in 5 Stunden“ von Dr. Stefan Frädrich hingewiesen; er erklärt einleuchtend, dass Raucher nicht zunehmen müssen wenn Sie aufhören zu qualmen.

Oftmals scheitert vor allem bei Frauen der Aufruf Nichtraucher zu werden daran, dass der Marketing-Coup der Tabakindustrie „Rauchen macht schlank“ tief verankert ist und viele Raucher Angst haben, stark an Gewicht zuzunehmen wenn Sie die Zigaretten aus Ihrem Alltag verbannen. Dr. Carole Clair vom Massachusetts General Hospital in Boston hat nun die Hypothese untersucht, ob die Gewichtszunahme nach einem Rauchstopp den gesundheitlichen Nutzen des Rauchverzichts wieder auffrisst.

In über 25 Jahren wurden mehr als 3.200 Patienten untersucht und die Korrelation zwischen Rauchstopp, Gewichtszunahme in den folgenden vier Jahren und Herz-Kreislauf-Problemen bzw. deren Vorboten analysiert. Im Untersuchungszeitraum traten 631 Fälle von kardiovaskulären Ereignissen auf. Daraus und unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht und dem Ausschluß von diabetischen Erkrankungen berechneten die Forscher folgende Warscheinlichkeiten für „Herzanfälle“:

  • Raucher 6,9 %
  • Exraucher (Rauchstopp in den vergangenen vier Jahren) 3,2 %
  • langjährige Exraucher 3,1 %
  • Nichtraucher 2,4 %

In der untersuchten Personengruppe wurde pro Person eine durchschnittliche Gewichtszunahme von 1,4 kg nach dem Rauchstopp verzeichnet. Aber gleichzeitig wurde der oben beschriebene positive Effekt auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aufgezeigt: es loht allemal, das Rauchen aufzugeben! Und wenn man um die Effekte der Nikotinsucht und die Begleiterscheinungen eines Nikotinentzugs weiß lassen sich auch die Ersatz-Handlungen (Essen oder Naschen statt Rauchen) gut in Griff bekommen.

Unterstützt werden die Aussagen der Studie durch andere Forschungsarbeiten. Ein Nichtraucher bekommt laut einer weiteren Studie statistisch 19 Jahre später einen Herzinfarkt als wenn er rauchen würde. [2]

Quellen: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/article/835825/maer-krassen-gewichtszunahme-zigarette-weg-bikini-figur-bleibt.html?sh=4&h=-146230326, [2] http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/herzinfarkt/article/834452/herzinfarkt-rauchstopp-schafft-19-jahre-zeitgewinn.html?sh=7&h=211346176

Mrz
28

Wer früher raucht ist früher tot.

So könnte man es kurz zusammenfassen, was eine aktuelle Studie am Penn State College of Medicine in Hershey belegt. Unabhängig von der Anzahl täglich konsumierter Zigaretten und bisherigen Dauer der Nikotinsucht ist der Moment der ersten, morgentlichen Zigarette nicht unerheblich entscheidend für das Risiko an Krebs zu erkranken. Joshua Muscat, der Studienleiter der Studie „Nicotine dependence phenotype and lung cancer risk“ (engl., etwa: „Zusammenhang zwischen Art der Nikotinabhängigkeit und Lungenkrebs-Risiko“) , berichtet von deutlich höherem Risiko an Gehirntumoren, Lungen- und Nackenkrebs zu erkranken, je früher die erste Zigarette nach dem Aufstehen geraucht würde.

In der Studie wurden die Daten von insgesamt 4.775 Krebspatienten und 2.835 zum Zeitpunkt der Studie gesunder Vergleichspatienten aus. Alle untersuchten Studienteilnehmer waren regelmäßige Raucher. Dem Studienergebnis zufolge besteht ein signifikanter Zusammenhang wann die erste Zigarette morgens geraucht wurde und wie häufig die Patienten an Krebs erkrankt waren. Je kürzer der Zeitraum, der morgens nach dem Aufstehen bis zur ersten Zigarette vergeht, desto warscheinlicher ist es, dass die Patienten an Lungenkrebs und anderen Krebsgeschwüren erkrankten.

War die Zeit bei den Patienten kürzer als eine halbe Stunde stieg ihr statistisches Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um fast 80% gegenüber dem ohnehin schon stark erhöhten Risiko bei Rauchern, die erst nach über einer Stunde die erste Zigarette anzündeten. Bei den Probanden, deren erster Zug morgens zwischen 30 und 60 Minuten nach dem Aufstehen lag, war es immer noch um 31% höher, so berichten Muscat und Kollegen.

In einer Kontrolluntersuchung von 1.880 Rauchern, darunter 1.055 Patienten mit Gehirntumor oder Nackenkrebs, ergaben sich ähnliche Faktoren: die „frühen Raucher“ hatten ein um 50% erhöhtes Risiko und die in der zweiten Gruppe, also diejenigen, die Ihren Glimmstengel in der zweiten halben Stunde morgens anzündeten, ein um immer noch 42% höheres Gehirntumor- und Nackenkrebsrisiko.

Die Forscher folgern daruas, dass dieser Zeitraum morgens durchaus als Risikoindikator dienen kann. Diejenigen, die morgens früher zur Zigarette greifen, „haben einen höheren Nikotinlevel und möglicherweise auch mehr andere Toxine im Körper, und sie könnten abhängiger sein als Raucher, die es über eine halbe Stunde oder länger am Morgen ohne Zigarette aushalten“. Ein detailierter Zusammenhang lässt sich allerdings nicht festmachen. Als Erklärungsversuch führen Muscat und seine wissenschaflichen Kollegen an, „es könne eine Kombination von genetischen und persönlichen Faktoren sein, die eine höhere Abhängigkeit von Nikotin bewirken“.

Es erscheint den Wissenschaftlern sinnvoll weitere Studien in Richtung Einfluß der zeitlichen Verteilung des Zigarettenkonsums auf die Gesundheit anzustreben, um daraus auch andere, potentiell durch Rauchen verursachte Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkankungen, Gefäßleiden, Raucherhusten und COPD, also chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, auf diesen Zusammenhang zu prüfen. Uns erscheint es vor allem sinnvoll, weiter auf die Gefährlichkeit von Nikotinprodukten, allen voran den Rauchwaren hinzuweisen und wie z. B. Island gegen den freien und legalen Konsum vorzugehen.

 

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/krebs-zeitpunkt-der-ersten-zigarette-entscheidend-12387.php

Aug
09

Shishas: ungefährlicher als Zigaretten?

Wie gefährlich ist der Jugendtrend zum Shisharauchen? Um genaueres zu erfahren, haben wir die G-Suche bemüht und sind zügig auf den Wikipedia-Eintrag gestoßen:

„Das Ausmaß der Schädlichkeit und die Auswirkungen der Shisha auf die Gesundheit sind umstritten. Da die Wasserpfeife grundsätzlich zum Tabakrauchen dient, birgt der Shisha-Konsum die für Tabakprodukte typischen Gefahren; durch Zusatzstoffe im Tabak könnten diese noch verstärkt werden. Zum Beispiel Glycerin, das zum Befeuchten des Tabaks enthalten oder nachträglich selbst hinzugefügt wird, zerfällt bei Erhitzen unter Sauerstoffmangel zum hochgiftigen Propenal. Da sich wassergekühlter Rauch leichter inhalieren lässt, kann er besonders für unerfahrene Raucher wie Kinder und Jugendliche gefährlich sein und die Shisha zum Einstiegsmittel in den Nikotinkonsum werden lassen.

Die Mehrheit der Schadstoffe wird auch nur zu einem kleinen Teil vom Wasser zurückgehalten. Daneben lassen sich je nach Größe der Rauchsäule unterschiedliche Nikotin- und Kondensat-Rückstände in ihr finden, was von manchen Shisha-Rauchern als Indiz für das geringe Verlangen nach Tabakwaren nach dem Genuss einer Shisha gedeutet wird.

In der aktualisierten gesundheitlichen Bewertung zum Thema „Gesundheits- und Suchtgefahren durch Wasserpfeifen“ kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu dem Schluss, dass „einige Indizien dafür [sprächen], daß die Verwendung der Wasserpfeife kaum weniger gefährlich sei als der Konsum von Zigaretten. Allerdings sei die Nikotinaufnahme bei Wasserpfeifenkonsum deutlich höher als bei Zigarettenkonsum.“ Ferner wird auch auf die deutlich höhere Aufnahme des giftigen Kohlenmonoxids hingewiesen. Das BfR kommt jedoch an anderer Stelle zu dem Fazit, dass (durchschnittlicher) Zigarettenkonsum nachweislich schädlicher sei als (durchschnittliches) Wasserpfeifenrauchen. Der entscheidende Unterschied hierfür ist jedoch der niedrigere durchschnittliche Konsum von „ein bis zwei Wasserpfeifen pro Woche“ im Vergleich zu „20-30 Zigaretten am Tag“. Im Rauch der Wasserpfeife wurden auch Schadstoffe wie Arsen, Chrom und Nickel nachgewiesen, die zu Lungenkrebs, Blasenkrebs und Tumoren an den Lippen führen können. Nach langjähriger Verwendung von Wasserpfeifen ließen sich außerdem Verschlechterungen der Lungenfunktion sowie ein erhöhtes Risiko hinsichtlich Tumorerkrankungen feststellen.

Untersuchungen der Universität Dschidda (Saudi-Arabien) zufolge ist Wasserpfeifentabak fast so gesundheitsgefährdend wie das Rauchen von Zigaretten. Hier ist aber zu erwähnen, dass in arabischen Ländern hauptsächlich starker Tabak mit neutralem Geschmack (Salloumtabak) geraucht und die Kohle direkt aufgelegt wird.

Trotz dieser leichten methodischen Schwächen der Studien, die nicht alle Varianten des Konsums abdecken, kann die frühere Einschätzung der Ungefährlichkeit als widerlegt gelten. Ein Beispiel für die methodischen Schwächen ist, dass in den Tests Maschinen ununterbrochen an einer Shisha ziehen, bis diese leer ist. In Verbindung mit fehlender Angabe wie verwendeter Tabak oder Kohle ergibt sich so ein von der Realität entferntes Ergebnis. Dennoch sei gesagt, dass die Shisha in Bezug auf die Gesundheitsgefährdung noch nicht ausreichend untersucht worden ist. So sagte der Toxikologe Thomas Schulz des BfR in einem Interview mit dem Shisha-Fachmagazin „hookahMag“ auf die Frage, ob das Rauchen einer Shisha ähnlich schädlich sei wie Zigarettenrauchen: „Die deutlichsten Ergebnisse für die Gesundheitsgefahren der Zigarette ergaben sich aus großen Studien, die zum Teil über 50 Jahre liefen und mehrere zehntausend Studienteilnehmer einschlossen… Vergleichbare Studien sind für die Wasserpfeife nicht zu erwarten, wir werden unsere Schlussfolgerungen auf der Basis eines unvollständigen Puzzles ziehen müssen.““ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Shisha)

Auch die Techniker Krankenkasse (TK) warnt durch ihre Ärztin Beate Thier vor der Verharmlosung: „Der Wasserpfeifenrauch schmeckt nicht streng nach Tabak, sondern nach den beigefügten Fruchtaromen. Das verführt oft auch Nichtraucher dazu, die Wasserpfeifen auszuprobieren“. Laut einer Studie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) geben etwa 14% der Jugendlichen zwischen 12 und 17 an, einmal im Monat oder öfter Wasserpfeife zu rauchen. Flankiert wird der Trend durch geschickte Vermarktung des „orientalischen Lebensgefühls“ und durch irreführende Aufrucke auf den Tabakschachteln: saftiges Obst soll vom gefährlichen Tabak ablenken.

Der Zoll warnt außerdem vor illegal eingeführtem Shisha-Tabak. Im Orient wird dieser häufig mit Glyzerin und Zucker gestreckt um die Feuchtigkeit im Produkt auf über 30 Prozent zu erhöhen. Dadurch entstehen beim indirekten Verbrennen mit niedrigeren Temperaturen viele Schad- und Giftstoffe die krebserzeugend wirken können und die Schleimhäute reizen. Durch die Kühlung des Wassers kann der Giftcocktail noch tiefer inhaliert werden und unter anderem Schwermetalle wie Blei und Cobald gelangen tief in die Lunge.

Downloads

Hier finden Sie den Flyer der BZgA zum Thema: http://www.rauch-frei.info/fileadmin/rauch-frei/user/downloads/Wasserpfeife_Folder.pdf

Die Wasserpfeife, Dr. Barbara Bertram, Deutsches Krebsforschungszentrum, WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle (Stand Juni 2005) Download

Gesundheits- und Suchtgefahren durch Wasserpfeifen, Bundesinstitut für Risikobewertung: Aktualisierte Gesundheitliche Bewertung Nr. 037/2006 des BfR vom 15. April 2005 Download

Interessant dazu ist auch der Artikel auf gesund.de: http://www.gesundheit.de/krankheiten/psyche-und-sucht/rauchen-und-nikotinsucht/shisha-rauchen

Quellen: http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/gesundheit/pl_sucht/shisha.html, http://www.zoll.de/f0_veroeffentlichungen/a0_zigaretten/t0_2011/z85_pm_shisha/index.html, http://www.stern.de/gesundheit/gefaehrlicher-jugendtrend-sucht-experte-warnt-vorm-shisha-rauchen-1550661.html

Jul
14

Rauchstopp verbessert die Cholesterinwerte

Ein Team um den Forscher Dr. James H. Stein aus Madison in Wisconsin (USA) hat eine wissenschaftliche Lücke geschlossen. Bisher gab es keine aussagekräftigen Hinweise darauf, welchen Einfluss Rauchen und ein Rauchstopp auf Blutfettwerte haben. Durch die Untersuchung von knapp 1.000 Probanden, die mit dem Rauchen aufhören wollten, konnte nachgewiesen werden, dass bei denjenigen, die den Rauchstopp geschafft hatten, eine deutliche Cholesterinwertverbesserung eingetreten war.

Als Grundlage dienten die Blutfettwerte zu Beginn der Studie und nach einem Jahr. Von 923 Teilnehmern beider Messungen hatten laut Atemtest etwa 36 % das Rauchen tatsächlich aufgegeben. Bei diesen Probanden konnte das Team eine signifikante Zunahme des „guten“ HDL-Cholesterins im Vergleich zu den rückfälligen messen. Im Vergleich nahm der HDL-Spiegel bei den Nichtrauchern um 2,4 mg/dl und nur um 0,1 mg/dl bei den Rauchern zu. Dieser Wert wurde unabhängig von der Gewichtszunahme der Aufhörer und der Rückfälligen gemessen.

Die Auswirkungen des Rauchstopps auf den HDL-Cholesterin ist von nicht zu vernachlässigender Höhe – eine Verbesserung von 1 mg/dl verringert das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten (kardiovaskuläre Erkrankungen) um zwei bis drei Prozent. Wer nicht mehr raucht senkt also sein Herzinfarkt-Risiko und das für andere Gefäßverschlusskrankheiten um sechs bis sieben Prozent – wenn das kein Grund ist, aufzuhören!

Quelle: http://www.vnr.de/b2c/gesundheit/krankheiten/cholesterin/rauchstopp-verbessert-die-cholesterinwerte.html

Feb
28

Anti-Rauch Kampagnen zeigen Wirkung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Berlin teilt mit: immer weniger Jugendliche greifen zu Zigaretten. Gemäß einer aktuellen bundesweiten Studie gilt Rauchen unter Jugendlichen nicht mehr als „cool oder erwachsen“ sondern vielmehr als „out“. „Der Gruppenzwang ist zurückgegangen. […] Man muss nicht mehr Rauchen, um dazuzugehören.“, bringt es der Profzheimer Stadtjugendring-Chef Hartmut Wagner auf den Punkt.

Laut der Studie greifen noch 13 % der Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren zur Zigarette – der niedrigste Stand seit 30 Jahren. Der Anteil der rauchenden jungen Menschen habe sich seit 2001 bis heute mehr als halbiert. Damals gab es noch 28 % jugendliche Raucher. Das Geschlechter-Gleichgewicht ist dabei leicht gekippt – vor zwei Jahren waren noch 16 % der Mädchen und 15 % der Jungen Raucher, heute sind es zwölf Prozent zu 14 %, also mehr männliche Raucher. Das Rauchverhalten der Jugendlichen lässt sich aber durchaus differenzieren. So rauchen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten deutlich weniger als Schüllerinnen und Schüler in Haupt-, Real- oder Gesamtschulen.

In der nächsten Altersgruppe – bei den 18- bis 25-Jährigen rauchen leider noch immer 38 %, auch wenn das einen Rückgang um fünf Prozent seit 2008 bedeuted. Die erste Zigarette rauchen Jungs und Mädchen durchschnittlich mit 14 Jahren. Der etwas nach hinten verschobene Rauchbeginn wird von der BZgA als Erfolg der eigenen Aufklärungsarbeit und Prävention gewertet. Aber auch der Bewusstseinswandel in der Gesellschaft wird als Grund gewertet.

Dazu erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans: „Der weitere Rückgang des Rauchens bei Jugendlichen zeigt, dass es langfristig gelungen ist, Kinder und Jugendliche mit den Maßnahmen der Tabakprävention zu erreichen. Er bestätigt zudem, dass es einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft zum Nichtrauchen gibt. Damit sich der rückläufige Trend weiter festigt und immer weniger Menschen mit dem Rauchen beginnen, müssen wir die präventiven Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen weiter fortsetzen und ausbauen.“

Die BZgA-Direktorin Elisabeth Pott sagt dazu: „Nichtrauchen hat sich in unserer Gesellschaft fest etabiliert.“

Quellen: http://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=652, http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Pforzheim/arid,251816_puid,1_pageid,17.html

Feb
25

Rauchen: Schon die ersten Züge schädigen das Erbgut

Forscher der Universität von Minnesota zeigen erschreckendes. Bereits nach wenigen Minuten tritt eine Schädigung durch Tabakkonsum ein. Der Leiter der Studie Prof. Hecht hat im Rahmen einer Studie mit 12 Rauchern nachgewiesen, daß neben den bereits hinlänglich bekannten langfristigen Schäden wie Herzkranzgefäßerkrankungen, Arteriosklerose, Lungenkrebs usw. auch innhalb kürzester Raucherzeiten der Körper des Rauchers nachhaltig geschädigt wird.

Bereist Momente nach dem Inhalieren des Zigarettenrauchs sind chemische Verbindungen im Körper aktiv – hier stehen vor allem die polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) in dringendem Verdacht Krebs zu verursachen. Innerhalb von 15 bis 30 Minuten werden diese Moleküle vom Körper aufgenommen und verstoffwechselt.

Die Ergebnisse unterscheiden sich gravierend von denen anderer Untersuchungen, da hier speziell der Zusammenhang des Rauchs und PAK-Molekülen untersucht wird. Die schädigende Wirkung der Zigarette ist also nicht wie bisher häufig angenommen vor allem ein langfristiger Prozess sondern tritt unmittelbar ein. Trotzdem ist es nie zu früh für einen Rauchausstieg! Leider ist uns monentan keine Studie bekannt, die auch den Einfluß der PAK auf Passivraucher untersucht.

Die Untersuchung wurde u. a. vom US Institut für Krebsforschung finanziert. Quelle: http://www.online-presseportal.com/wissenschaft/us-studie-belegt-rauchen-schaedigt-innerhalb-von-minuten-14284/

Jan
17

Kinder in Wohnungen oft Nachbars Qualm ausgesetzt

Wer in Häuserblocks mit mehreren Wohneinheiten lebt, ist mitunter stärker dem Passivrauchen ausgesetzt als Bewohner von Einfamilienhäusern. Wie eine Studie von Forschern der US-amerikanischen Universitäten Harvard und Rochester zeigt, haben in Wohnungen lebende Kinder eine um 45 Prozent höhere Tabakrauch-Belastung zu ertragen als Heranwachsende aus Einfamilienhäusern.

Bei mehreren Wohnungen in einem Haus findet sich häufig eine Partei, die raucht. Ist das Rauchen in den vier Wänden nicht verboten, können sich nach Angaben der Wissenschaftler Rauch und Geruch durch Wände und die gemeinsamen Lüftungsanlagen im gesamten Haus verteilen. Die Folge: Auch wenn es kaum bemerkt wird, ist man dem Passivrauchen ausgesetzt, was im Ernstfall unter anderem Krebs verursachen und das Diabetes-Risiko erhöhen kann.

Belegt wird dies nun durch die US-Studie, für die rund 5 000 Kinder aus Nichtraucher-Haushalten auf ihre Cotinin-Belastung untersucht worden sind. Cotinin ist ein Abfallprodukt des Nikotins, das sich auch im Blut von Passivrauchern findet. Demnach sind fast drei Viertel aller Kinder passiv dem Tabakrauch ausgesetzt. Besonders stark betroffen ist der Nachwuchs in Wohnungen: 84,5 Prozent aller Heranwachsenden weisen Spuren von Cotinin auf. In Einfamilienhäusern, wo keiner raucht, liegt dieser Anteil bei lediglich 70,3 Prozent. Die Forscher um Dr. Jonathan Winickoff folgern laut BBC daraus, dass Rauch das gesamte Gebäude verunreinigt. Umso wichtiger sind deshalb rauchfreie Gebäude, wo man auch nicht passiv dem gefährlichen Geruch ausgesetzt ist (www.bbc.co.uk/news/health-11969074).

Quelle: http://business-panorama.de/news.php?newsid=80990

Dez
14

Halb so viel Sex wie Nichtraucher

Eine Studie an knapp 300 Pärchen ergab: Männer, die rauchen, haben im Monat nur halb so viel Sex wie Nichtraucher. (Cosmopolitan)

Dez
06

Spezielle Form des Lungenkrebs bei Rauchern

Spezielle Form des Lungenkrebs bei Rauchern: Raucher und Nichtraucher leiden an unterschiedlichen Lungenkrebsformen.

Die durch Rauchen verursachte Form des Lungenkrebs unterscheidet sich von der selteneren Tumorvariante, die auch bei Nichtrauchern auftritt. Dies hat ein internationales Forscherteam vom British Columbia Cancer Research Center in Vancouver herausgefunden und schürt damit Hoffnungen auf neue Ansätze in der Diagnose und Behandlung.

Lungenkrebs bei Rauchern und Nichtrauchern unterschiedlich
Bereits seit Langem ist klar, dass sich das Lungenkrebs-Risiko durch Rauchen erheblich erhöht. So findet sich auch auf Zigarettenschachteln der Hinweis: Rauchen verursacht Krebs. Dass die Form des Lungenkrebs sich bei Nichtrauchern und Rauchern unterscheidet, war dabei bislang jedoch nur eine Hypothese. So hatten Forscher zwar in verschiedenen Studien Hinweise darauf gefunden, dass Lungentumoren bei Nichtrauchern spezielle genetische Merkmale aufweisen, konnten den Unterschied bisher jedoch nicht eindeutig wissenschaftlich belegen. Jetzt ist es den Wissenschaftlern des British Columbia Cancer Research Center`s jedoch gelungen zu beweisen, dass erhebliche Unterschiede der Krebsformen bei Nichtrauchern und Rauchern bestehen.

Veränderte DNA-Abschnitte können Lungenkrebs auslösen
Das internationale Forscherteam hat im Rahmen seiner Studie 83 an Lungenkrebs erkrankte Menschen untersucht, wobei unter den Studienteilnehmern 39 aktuelle Raucher, 14 ehemalige Raucher und 30 lebenslange Nichtraucher waren. Die Wissenschaftler interessierten sich dabei besonderes für die Erbinformationen der Probanden, die im möglichen Zusammenhang mit der Tumorbildung stehen. So verglichen die Forscher die DNA aus den Krebszellen der Patientengruppen einerseits untereinander und anderseits mit den Erbinformationen gesunder Zellen des jeweiligen Teilnehmers. Dabei konnten sie feststellen, dass die Tumorzellen von Nichtrauchern insgesamt deutlich mehr veränderte DNA-Abschnitte aufwiesen als die der Raucher.

Lungenkrebs bei Nichtrauchern separat betrachten
Demnach kommen die Forscher des British Columbia Cancer Research Center´s zu dem Ergebnis, dass für die Entstehung von Lungenkrebs bei Nichtrauchern die Summe vieler verschiedener DNA-Änderungen ausschlaggebend ist. Die Tumorbildung bei Rauchern hingegen wird durch den Kontakt mit krebserregenden Substanzen des Tabakrauchs ausgelöst, wobei der Rauch wenige, aber einschneidende Änderungen hervorruft, die direkt zur Krebserkrankung führen. Daher sollte „Lungenkrebs in Nichtrauchern (…) als separate Gruppe betrachtet werden“, betonte Kelsie Thu bei Vorstellung der Studienergebnisse auf der Jahreskonferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung in Philadelphia.

46.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland
So ist die Hauptursache der jährlich rund 46.000 Neuerkrankungen in Deutschland nach wie vor das inhalative Tabakrauchen. Doch die Untersuchung der Bronchialkarzinomen bei Nichtrauchern hat belegt, dass für bestimmte Formen des Lungenkrebs genetische Faktoren und nicht der Tabakkonsum ausschlaggebend sind. Diese Erkenntnis wollen die Wissenschaftler nutzen, um Lungenkrebs bei Nichtrauchern künftig früher erkennen zu können. Und auch die Entwicklung spezieller Behandlungmethoden für diese Form der Bronchialkarzinome ist ein erklärtes Ziel der Forscher. „Eine genaue Untersuchung der Unterschiede zwischen den beiden Lungenkrebs-Arten könnte dazu führen, molekulare Ansatzpunkte für eine frühe Diagnose und erfolgreiche Behandlung zu finden“, betonte Kelsie Thu. Denn

Bronchialkarzinome eine der häufigsten Krebserkrankungen
Mit 25 Prozent aller bösartigen Tumoren (Malignome) sind Bronchialkarzinome eine der weltweit häufigsten Krebsarten (bei Männern die häufigste). In Deutschland erkranken jährlich rund 46.000 Menschen und etwa 40.000 sterben an den Folgen der Erkrankung. Dabei liegt das Verhältnis von erkrankten Männern zu Frauen bei etwa 3 zu 1, wobei die Bronchialkarzinome nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei Frauen zu 60 Prozent, bei Männern zu 90 Prozent auf aktives Zigarettenrauchen zurückzuführen sind und die genetisch bedingten Tumorbildungen einen entsprechend geringen Anteil unter den Krebserkrankungen ausmachen. Die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate (d. h., wie viele Erkrankte nach fünf Jahren noch leben) liegt bei lediglich fünf Prozent. Nur wenn der Lungenkrebs frühzeitig entdeckt wird, ergibt sich laut American Cancer Society eine wesentlich höhere Überlebensrate, die dann bei rund 47 Prozent liegt.

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/spezielle-form-des-lungenkrebs-bei-rauchern-27727.php

Nov
16