Mit massiven Klagen – auch gegen Staaten – kämpfen Tabakkonzerne um “Ihre Süchtigen”. Einschüchternd wirkt dabei das milliardenschwere Lobbying – kann es auch, immerhin hat der Konzern Philip Morris International mit 66 Mrd. $ einen doppelt so hohen Jahresumsatz wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Uruguay.
Uruguay legt in einem neuen Gesetzt fest, daß 80% einer Schachtel mit Warnhinweisen bedruckt sein müssen und der Rest einheitlich von allen Tabakanbietern gestaltet ist. Dagegen klagen Tabakriesen – Kritiker sehen das als Versuch um “ärmere Länder einzuschüchtern” (Douglas Bettcher, Leiter Tabacco Free Initiative der WHO/ www.who.int/tobacco).
Aber nicht nur in Entwicklungsländern werden Klagen angestrebt – man klagt auch gegen Werbebeschränkungen in Großbritannien, größere Warnhinweise in Südafrika und einen höheren Steuersatz auf Tabakprodukte auf den Philippinen und Mexiko. Die Bemühungen gerade in Entwicklungs- und Schwellenländer Tabakkonsumenten zu generieren sollen die sinkenden Raucherzahlen in Nordamerika und Europa ausgleichen.
Quelle: http://www.pressetext.at/news/101115004/tabakriesen-kaempfen-gegen-rauchergesetze/
Jan
1
Unabhängig von verschiedenen Medien in Deutschland befürworten wir uneingeschränkt die Erhöhung der Tabaksteuer der Bundesregierung. Einzig die Höhe erscheint uns deutlich zu niedrig, auch dass die letzte Erhöung im September 2005 war erscheint uns zu lange. Das beschlossene fünfstufige Modell tritt zum 1. Mai 2011 in Kraft und beruht (lt. Quelle) weitgehend auf Plänen der Tabakindustrie.
Die “schleichende” Erhöung birgt folgendes Risiko: durch kaum wahrzunehmende Preiserhöhung aller Tabakanbieter werden Raucher weder die Marke wechseln noch ihr Laster aus finanziellen Gründen aufgeben. Die Preissteigerung macht gerade mal vier bis acht Cent pro Jahr für eine Schachtel mit 19 Zigaretten aus. Etwas höher wird sie für Schnitttabak also für Selbstdreher ausfallen; eine 40-Gramm-Packung soll demnach pro Jahr um 12 bis 14 Cent teurer werden – insgesammt ein Aufschlag von max. 70 Cent. Bei Zigarren, Zigarillos und Pfeifentabak ist eine Mindeststeuer vorgesehen.
Verwendung findet das Geld aber nicht z. B. um die enormen Kosten der Behandung schlechter Raucher-Gesundheit zu decken (das dürfen schön weiter die Nichtraucher gleichermaßen mit ihrem Krankenkassenbeitrag) sondern um die finanzielle Lücke durch den weniger harten Abbau von Ökosteuer-Subventionen zugunsten der Industrie auszugleichen.
Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11937799/492531/Auch-Bundeswehr-Einsaetze-in-Bosnien-im-Mittelmeer-und.html
Nov
11