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Neues Plakat – Verbotsantrag gegen Camel-Werbung

Wie in  http://nie-wieder-tabak.de/2016/07/unsaegliche-verf…r-junge-menschen/ berichtet habe ich bereits vor einigen Wochen Beschwerde beim Deutschen Werberat eingelegt. Der Werberat hat auf meine Beschwerde mit folgenden Worten geantwortet:

„Der Deutsche Werberat die selbstdisziplinäre Einrichtung der deutschen Werbewirtschaft sieht seine Aufgabe hauptsächlich darin, gegenüber dem Verbraucher unzuträglichen, d.h. gegen die herrschenden gesellschaftlichen Grundüberzeugungen verstoßenden werblichen Maßnahmen Einhalt zu gebieten. Hierbei wird der Deutsche Werberat nicht rechtsverfolgend tätig. Rechtsverstöße können von diesem Gremium daher nicht verfolgt werden.“

Dieser eindeutige Hinweis und das neue Plakat, das in den vergangenen Tagen auf den mittelfränkischen Werbestellen aufgetaucht ist, hat mich heute dazu veranlasst bei der Ordnungsbehörde der Stadt Köln diesen Verstoß anzuzeigen und ein unverzügliches Verbot für die Kampagne zu fordern.

Jugendgefährdende Werbung von Camel

 

 

Sep
13

Unsägliche Verführung für junge Menschen

In der aktuellen Werbekampagne für die Zigarettenmarke Camel zeigt Japan International Tobacco (JTI) junge Menschen mit und ohne Zigarette und schreibt auf die Plakate: „DO YOUR THING“. Dabei hat die Werbeagentur oder der Werbetreibende (also JTI) bewußt junge Menschen ausgewählt um die Zielgruppe der Werbung zu beeinflussen. Die Zielgruppe können hier, wie bei der bereits untersagten Kampagne des Mitbewerbers im Zigarettenmarkt Marlboro „MAYBE“ von Philip Morris, nicht 50-jährige Männer mit 20 Jahren Nikotinabhängigkeit und Raucher einer X-beliebigen Marke sein, die aufgefordert werden die bevorzugte Marke zu wechseln. Die Bindung bestehender Tabakraucher von Camel-Zigaretten kann mit dieser Kampagne ebenfalls nicht gerechtfertigt werden.

Eindeutig richten sich die Plakate an junge Menschen, deshalb auch die Nutzung von jungen Models (das weißblonde Mädchen wirklich wie unter 20 Jahren). Ich habe eben gegen diese Kampagne vor dem Deutschen Werberat und bei der Deutschen Drogenschutzbeauftragten MdB Marlene Mortler (CSU) auch mit Hinweis auf die selbstverpflichtenden Richtlinien des Deutschen Zigarettenverbandes (https://www.zigarettenverband.de/pos-data/page_img/Themen/Werbung/DZV_Werbekodex.pdf, Zeile 43f) Beschwerde eingelegt.

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Jul
25

Das DKFZ warnt vor Tabakwerbung

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg prangert in seiner aktuellen Veröffentlichung „Direktmarketing für Tabakprodukte in Deutschland“ die Vermarktung des zwar legalen aber auch unbestritten krankmachenden und häufig sogar tödlichen Produkts Zigarette an. Besonders die Werbung junger Menschen, z. B. auf Festivals und Partys mit vornehmlich junger Zielgruppe, wird kritisch betrachtet. So treten die Tabakhersteller zum Beispiel bei Open-Air-Festivals in abgetrennten Relax-Lounges o. ä. an die Besucher heran, locken mit Gewinnspielen und Geschenken und versuchen im Nachgang die erhaltenen Adressen für massive Werbung zu nutzen. Dabei ließe es sich laut der Veröffentlichung nicht vermeiden, dass diese Werbestrategie „auch Jugendliche“ erreiche.

Und entgegen aller Beteuerungen der Tabakindustrie diene Werbung für Zigaretten und andere Tabak-/Rauchprodukte nicht allein der Markenbindung von Rauchern sondern vor allem dazu, junge Nichtraucher in die Welt der Raucher einzuführen und durch ständige Sensibilisierung für den beworbenen „Lifestyle“ zum Experimentieren mit Rauchwaren und schließlich zum Rauchen zu animieren.

„Die permanente und weit verbreitete Präsenz von Tabakwerbung stilisiert das Rauchen zu einem erstrebenswerten Lifestyle, insbesondere für junge Menschen. Damit wirkt die Tabakwerbung dem aktuellen Trend zum Nichtrauchen entgegen und unterminiert die Bemühungen der Gesundheitspolitik, den Raucheranteil in der Bevölkerung zu senken“, sagt Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum. Der nun vorgelegte aktuelle Report zeigt, dass die Tabakindustrie alle zur Verfügung stehenden Werbekanäle intensiv nutzt und sich zunehmend direkt an potentielle Kunden wendet.

Durch die Unterzeichnung des WHO-Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakkonsums (Framework Convention on Tobacco Control, FCTC) hat Deutschland sich verpflichtet, bis 2010 ein umfassendes Verbot für Tabakwerbung zu erlassen – es ist nun auch durch diese Veröffentlichung untermauert, dass dieses Verbot dringend notwendig ist. Die geplante Gesetzesinitiative von Bundesminister Christian Schmidt muss deshalb auf den Weg gebracht und ins Ziel gebracht werden! Unterzeichen Sie deshalb noch heute: #stopp-tabakwerbung

Quelle: http://www.dkfz.de

Jul
21

Tabakwerbung ist für die Tonne …

Und hier noch was schönes vom Forum Rauchfrei!

Categories: Tabakwerbung
Schlagwörter: , ,
Jul
08

Dooyoo Kaufberatung

Wir fordern den Website-Betreiber „dooyoo GmbH, Ritterstraße 11, 10969 Berlin“ und seinen Geschäftsführer Olivier Sichel auf, unverzüglich die Kategorie Zigaretten und alle darin enthaltenen „Kaufberatungen“ von seiner Internetseite zu entfernen. Zigaretten sind ein süchtig machendes, gesundheitsschädliches Produkt, das nur an volljährige Personen verkauft werden darf und eine „Kaufberatung“ kann im Sinn einer echten Abwägung des Konsumenten aufgrund der starken Abhängigkeitswirkung des Nikotin nicht einmal im besten Sinn getroffen werden. Zigaretten werden durch Markenprägung verkauft, diese Markenprägung wird auf dieser Seite unterstützt und zumindest offensichtlich kostenlose Werbung für Zigaretten betrieben.

Sehr geehrter Herr Sichel, sehr geehrte Damen und Herren, bitte kommen Sie dem Tabakwerbeverbot der EU zuvor und entfernen Sie sämtliche tabakrelevanten Benutzerkritiken von Ihrer Internetseite.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim P. Süß

Mai
13

Wie gefährliche sind Zigaretten ohne Zusatzstoffe?

Zigaretten frei von zusaetzen - aber nicht weniger gefaehrlich.

Tabakkonzerne werben mit „natürlichen“ Zigaretten um Ängste von Rauchern zu beschwichtigen.

Immer häufiger sieht man dieser Tage Zigaretten-Werbung, die Glimmstengel anpreisen, die ohne Zusatzstoffe auskommen. Diese als natürlich angepriesenen Zigaretten enthalten nur eine Mischung verschiedener Tabaksorten aus verschiedenen Anbaugebieten.

Zumindest müssen die Konzerne angeben, dass die Zigaretten deswegen nicht zwangsläufig weniger schädlich seien. Aber es kommen einem doch einige Fragen:

  • Wieso wurde bisher behauptet, gefährliche Zusatzstoffe wären für die Qualität der Marke und die Erwartungen der Raucher nötig?
  • Wieso kommen diese Zigaretten jetzt, wo EU-Gesetze „drohen“ verschiedene Zusatzstoffe zu verbieten?
  • Warum dürfen Produkte, die nicht nur süchtig, sondern auch krank machen können, immer noch beworben werden?
Feb
20