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Kohlenstaub tötet 3.000 Menschen

Greenpeace will mit dem Ende der Stromgewinnung aus Kohlekraftwerken dem „Tod aus dem Schlot“ entgegenwirken. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation würde der Gesundheitsschutz beim Thema Strom sträflich vernachlässigt. Um ein Druckmittel zu haben legten die Umwelt-Aktivisten eine Studie vor, die belegen soll dass jährlich über 3.000 Menschen in Europa durch Feinstaub und andere durch die Kohleverbrennung verursachte Faktoren sterben.

Das darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da stimmen wir mit Greenpeace überein. Dürfen wir aber ins Feld führen, dass durch Tabak im gleichen Zeitraum bei niedrig geschätzten 320 Tabak-Toten pro Tag alleine in Deutschland bereits nach einer Woche die Risikoschätzung für Kohle, die von vielen Experten als deutlich hoch gegriffen angezweifelt wird, spielend übertroffen wird? Liebe Greenpeace-Mitarbeiter, gebt die Baustelle saubere Energie nicht auf, aber widmet Euch bitte auch der konsequenten Umsetzung von Nichtraucherschutzgesetzen wie der Umsetzung der Warnhinweise auf Zigarettenschachteln und einem Verbot der Kino- und Außenwerbung für Tabakprodukte. Wir wünschen uns ein energisches Vorgehen gegen Sucht und Umweltverschmutzung (alleine die Abfallmengen durch Kippenreste und Filter … wenn Ihr Anregungen dazu braucht: http://www.cigarettelitter.org/, http://www.tennessean.com/assets/pdf/DN1466441113.PDF oder http://www.dkfz.de/de/presse/pressekonferenzen/download/Pressemappe_Tabak_und_Umwelt.pdf)!

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Apr
04

Russische Filme: bald rauchfrei

Gerade in den stark wachsenden Ländern wie China, Indien, Brasilien und Russland versuchen Tabak-Konzerne die in Westeuropa und Nordamerika sinkenden Raucherzahlen zu kompensieren. In Russland, wo Zigaretten pro Päckchen schon ab 50 Cent zu haben sind, rauchen etwa 40 % der Erwachsenen; dagegen will der Staat (durch seinen Regierungschef Wladimir Putin) nun etwas tun und hat am 14. Dezember in erster Lesung einen Gesetzentwurf angenommen, der die schärfsten Gesetze zur Stärkung der Volksgesundheit durch strengere Reglementierung des Tabakkonsums vorsieht.

Auf seiner Website stellt das russische Gesundheitsministerium einen Stufenplan vor, der die Anzahl der etwa 44 Millionen Raucher reduzieren soll. Hauptgrund für diese Gesetzesinitiative sind 400.000 Tote pro Jahr die im direkten Zusammenhang mit Zigaretten und anderen Tabakprodukten stünden. Um noch mehr Menschen zu bewegen ihre Sucht in die Hand zu nehmen und mit dem Rauchen aufzuhören schlägt der Vize-Chef der Staatsduma Sergej Schelesnjak vor, in „Werbepausen soziale Spots über gesundheitliche Schäden des Rauchens zu zeigen.“

Als ein wichtiger Baustein soll in künftigen Spielfilm- und TV-Serien-Produktionen das Sponsoring durch Tabakfirmen verboten sein, genauso untersagt ist es rauchende Schauspieler zu zeigen. Das Verbot greift nicht für bereits existierende Filme, die weiterhin gezeigt werden dürfen. Ab Mai 2013 wird der Verkauf von Zigaretten in den beliebten Kioskbuden verboten. Zigarettenpackungen sollen künftig mit abschreckenden und warnenden Bildern bedruckt werden. Daneben soll das Rauchen in der Öffentlichkeit stark eingeschränkt werden, so etwa wird es ab Juli 2014 ein Rauchverbot in Fernzügen, auf Flughäfen und  Schiffen geben. Ab 2015 gilt das Verbot auch in Restaurants, Cafés und Diskoteken (andere Quelle: „ein vollständiges Rauchverbot an öffentlichen Aufenthaltsplätzen“).

 

Quellen: http://de.ria.ru/society/20130124/265388324.html, http://www.welt.de/politik/ausland/article13543331/Putin-schockt-Russen-mit-radikalem-Rauchverbot.html

Feb
01

Raucher sterben früher als Raucherinnen

Rauchen verursacht die meisten vermeidbaren Todesfälle weltweit. Warum Männer in Europa früher sterben als Frauen? Wegen der Zigaretten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Medical Research Council (www.mrc.ac.uk). Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) macht Tabakrauchen für etwa 60% der unterschiedlichen Lebenserwartung der Geschlechter verantwortlich.

Noch leben z. B. in Großbritannien Frauen etwa vier Jahre länger – der Abstand verringert sich jedoch seit Jahren. Zweiter großer Lebenszeit-Killer ist demnach der Alkohol – den Forscher für etwa 20% mitverantwortlich machen.

Die Studienergebnisse legen nah, daß das Rauchen Hauptverursacher für eine kürzere Lebensspanne ist (hauptsächlich sterben Raucher häufiger an Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen). In 30 europäischen Ländern waren die Todeszahlen bei Männern höher – wobei Island und Großbritannien mit zwei toten männlichen pro 1.000 Einwohnern noch verhältnismäßig gut dasteht. In der Ukraine und Litauen sterben acht Männer pro 1.000 Einwohner zusätzlich an Raucherkrankheiten.

Es ist also nicht der „biologische“, kleine Unterschied, der für das Todesalter von Männern und Frauen entscheidend sei, sondern das ungesunde Leben. Und hier – beim Rauchen und Trinken – zeigt sich in den letzten Jahren ein besorgniserregender Trend bei jungen Frauen der genau beobachtet werden sollte.

Quelle: http://www.pressetext.at/news/110118017/maenner-rauchen-und-trinken-bringt-frueheren-tod/

Jan
18