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Pall Mall glänzt mit jungen Gesichtern

Aktuell hängt Pall Mall verstärkt Plakate mit äußerst jung wirkenden Frauen und Männern auf. Natürlich wird der Sinn der Werbung wieder mit: „Wir möchten ja nur Raucher anderer Marken abwerben. Nein, gerade junge Menschen möchten wir nicht zum Rauchen verleiten, pfui, wer würde das denn wollen?“ wiedergegeben. Aber ganz ehrlich: welcher 50-jährige Süchtige wechselt „seine“ Marke wegen einem Plakat wie dem folgenden (ich habe es um die Marke reduziert, ich möchte ja keine Werbung machen)?

Ich überlege wieder bezüglich Beschwerde-Möglichkeiten (außerhalb des Werberats) …

Aktuelles Werbeplakat von Pall Mall

Unerträglich, wie Pall Mall um junge Menschen wirbt.

=== UPDATE 20.06.2014 ====

Und weiter geht’s mit furchtbaren Kampagne, die ganz offensichtlich massiv neue Kunden suchen – diesmal von JPS:

JPS behauptet "Just Free" zu sein, dabei macht Nikotin schwer abhängig und keinesfalls frei.

Mit lässigen, jungen Menschen (es gibt auch eine Version mit hüpfendem jungen Mann) werden lästige, alte Zigaretten beworben.

Mai
02

2 Responses to “Pall Mall glänzt mit jungen Gesichtern”

  1. Andi sagt:

    Gibts in Deutschland noch immer Tabakwerbung im freien Raum? In Österreich ist das schon seit 2007 verboten.

  2. admin sagt:

    Ja, Deutschlands Tabak-Lobby konnte mit dem Totschlagargument „drohender Arbeitsplatzverlust“ bisher jedes ernsthafte Werbeverbot verhindern. Deswegen bleibt in Deutschland trotz unterzeichneter WHO-Rahmenvereinbarung zur Eindämmung des Tabakgebrauchst (FCTC) u. a. das Vorläufige Tabakgesetzt (VTabakG) in Kraft, das die Werbung z. B. im Plakatbereich weiterhin erlaubt. Wikipedia listet die historische Entwicklung für Deutschland wie folgt auf:

    • Im Radio und Fernsehen sind seit 1975 Werbespots für Zigaretten und Tabakerzeugnisse verboten.
    • Sponsoring von Rundfunk- und Fernsehsendungen durch Zigarettenhersteller ist seit 1. August 1999 durch Rundfunkstaatsvertrag verboten.
    • Im Kino ist Tabakwerbung vor 18 Uhr seit 23. Juli 2002 durch das Jugendschutzgesetz verboten.
    • Kostenlose Abgabe von Zigaretten und Zigarettenpackungen mit weniger als 17 Zigaretten sind seit 23. Juli 2004 durch das „Gesetz zur Verbesserung des Schutzes junger Menschen vor Gefahren des Alkohol- und Tabakkonsums“ verboten.
    • Im Internet, in Zeitungen und Zeitschriften ist Tabakwerbung seit 1. Januar 2007 durch die Tabakwerberichtlinie der Europäischen Union (2003/33/EG) verboten.
    • Sponsoring von grenzüberschreitenden Veranstaltungen durch Zigarettenhersteller ist ebenfalls seit 1. Januar 2007 verboten.
    • Aber was weiter erlaubt bleibt sind Gewinnspiele, Merchandiseprodukte, Events, persönliche Kommunikation z. B. per Brief oder Mail, Ambient Media, Flagshipstores, Band Stretching, Product Placement und viele weitere Below-the-line-Marketing Instrumente (z. B. Werbung am Verkaufsort in Form auffälliger Displays / Point-of-Sales-Werbung). Der Zustand ist nicht nur aus Sicht von Ärzten unerträglich!

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