Wofür werden Steuern bezahlt?

Abgaben im Mittelalter dienten häufig nicht den Zielen, die wir mit unserem heutigen Verständnis einer vernünftigen Steuerpolitik rechtfertigen würden. Kraftfahrzeugsteuer sollte beispielsweise dem Ausbau und der Erhaltung von Verkehrswegen sowie der Förderung energiesparender und umweltverträglicher Verkehrsformen zukommen, richtig?

Was soll man aber über eine Steuer denken, die mit den Profiteuren der abzusetzenden Produkte abgesprochen nur „marktschonend“ erhöht wird? Und was passiert mit dem Geld? Nehmen wir einfach mal das Beispiel Rauchtabak. Sollte nun beispielsweise ein Nischenprodukt aus dem Rauchtabak, hier z. B. der in Deutschland zuletzt immer beliebtere Feinschnitt, steuerlich mehr berücksichtigt werden, um das Gefälle von 20 fertigen Zigaretten für 5,00 € zu 20 Selbstgedrehten für gut 1,20 € zu nivelieren, so sieht das auf den ersten Blick gerecht aus. Andererseits verfolgt die aktuelle Regierung damit keine Anpassung und auch nicht, die Mehreinnahmen für die explodierenden Gesundheitskosten für Suchtkranke zu investieren.

Momentan liegen den Unternehmen Reemtsma, Philip Morris und anderen Feinschnittproduzenten Pläne zur Steuererhöhung aus dem Finanzministerium vor und die Unternehmen werden um Stellungnahmen gebeten. Wie könnten diese wohl aussehen?

Sehr geehrter Herr Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, bitte erhöhen Sie die Tabaksteuer. Aber nicht um Finanzlöcher zu stopfen sondern um junge Menschen von der Abhängigkeit zu schützen, Raucher von der Sucht zu befreien und die Gewinne der Großkonzerne die von der Nikotinplage sehr gut leben zu beschränken. Noch besser: besinnen Sie sich gemeinsam mit der Ministerin für Verbraucherschutz und dem Umweltminister auf deutlichere Regeln zum Nichtraucher- und Umweltschutz.

 

Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article112396648/Schaeuble-will-Etat-kuerzen-und-Tabaksteuer-erhoehen.html

Jan
04

Der Drache qualmt und stinkt

Und obwohl der politische Kopf Chinas erkannt hat, das das Rauchen inzwischen zu einem echten Volksproblem geworden ist, kann er nichts gegen die rauchenden, qualmenden Nüstern seiner vielen Köpfe machen. Mit wehen Augen versucht die Behörde für Tabakkontrolle durch den Tabakqualm die Statistiken der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, und viele der chinesischen und internationalen Studien zu sehen, und Konsequenzen abzuleiten um den immer höheren Kosten aber vor allem auch der immer schlechteren Volksgesundheit Herr zu werden.

In China sind etwa 300 Millionen (300.000.000) Menschen nikotinabhänig und mehr als eine Million Menschen stirbt in China an den Folgen von Raucherkrankheiten. In diesem Zusammenhang nennt die WHO Krankheitskosten von mehr als 1,7 Milliarden US-$ sowie einen Verlust durch Arbeitsausfälle in monetärer Höhe von etwa 5 Miliarden $.

Die chinesische Tabakkontrollbehörde macht für das Scheitern von Präventionsmaßnahmen die viel zu niedrigen Preisen für Zigaretten verantwortlich. Eine Vertreterin meinte dass eine Erhöhung um einen Yuan drei Millionen Leben retten könnte, aber bereits diese geringe Preiserhöhung stößt in China auf breite Kritik. Dabei deckt sich die Aussage mit der von Dr. Michael O’Leary, Repräsentant der WHO in China, der sagte: „Tatsächlich hat es viele Studien gegeben, internationale und chinesische, die zeigen, dass eine Erhöhung der Preise einen erheblichen Einfluss auf sowohl den Konsum als auch auf das Überhandnehmen von Rauchen hat. Mit anderen Worten schwindet der tägliche Bedarf an Zigaretten und auch die Zahl an Rauchern geht zurück. Das trifft vor allem auf Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau zu. So können wir eine direkte Verbindung zwischen dem Preis der Zigaretten und dem niedrigeren Konsum und damit einer besseren Gesundheit ziehen.“

Sowohl der Preis für Tabak als auch die Steuern auf Tabakprodukte sind in China sehr niedrig. Eine Schachtel mit 20 zigaretten der günstigsten Marke kostet etwa fünf Yuan, was knapp 70 Dollar-Cent oder gut 60 €-Cent entspricht. Dr. O’Leary schätzt, dass von den 300 Millionen Rauchern gut 50 Millionen besonders preisbewußte junge Leute seien und dass es an dieser Stelle besonders einfach wäre über einen höheren Zigarettenpreis anzusetzen: „Da ergibt sich offensichtlich der beste Angriffspunkt – bevor man mit dem Rauchen beginnt, bevor man abhängig wird. So werden die positiven Aspekte einer Preiserhöhung und einer Reduzierung von jungen Rauchern noch deutlicher.“

Die Preispolitik ist eines der Mittel das Rauchen unattraktiv zu machen und Umwelt und Gesundheit zu schützen, andere wären Warnbilder auf Verpackungen, Einschränken oder Verbieten von Tabakwerbung oder eine strenge Umsetzung von Nichtraucherschutzgesetzen an öffentlichen Plätzen (sogenannte Rauchverbote).

Okt
11

Frankreich verteuert Zigaretten durch Steuererhöhungen

In Frankreich werden seit 01. Oktober 2012 Zigaretten durch eine Erhöhung der Tabaksteuer verteuert. Schachteln von Gauloise kosten etwa 6,10 €, die von Marlboro ca. 6,60 €. Und ab Juli 2013 soll eine weitere Anhebung der Steuer für Mehreinnahmen von rund 250 Millionen € für den französischen Fiskus sorgen.

Notwendig werden die beiden Schritte nicht, weil die Regierung Hollande Rauchen für gesundheitsschädlich hält und die Franzosen deswegen vom Rauchen abhalten möchte, sondern weil die Tabaksteuer für ein Querfinanzierung der Renten- und Sozialkassen herhalten muss. In gewisser Weise könnte man jetzt sagen, dass ist ja wie in Deutschland, wo Tabaksteuerfeinde das „Rauchen für die innere Sicherheit“ ein Dorn im Auge ist. Aber man darf beim französischen Modell auch nicht außer acht lassen, dass Raucher statistisch betrachtet häufiger krank sind, öfter in Frührente gehen und insgesammt höhere Krankheitskosten verursachen als Nichtraucher mit ansonsten gleichen Risikobedingungen.

Tabakhändler in Frankreich befürchten (wie jedes mal) eine Einkaufs-Flucht der Raucher ins Ausland. Ganz ehrlich: das findet wirklich nur in Zonenrandgebieten statt und dann auch nur dort, wo es sich WIRKLICH lohnt; der Mensch ist faul und denkt nicht wie das Muster vom „Homo Oeconomicus“.

Wir freuen uns für jeden Franzosen, der nicht mehr bereit ist für Scheinfreiheit an Tabakgroßkonzerne und Fiskalbehörden zu bezahlen und es durch die Steuererhöhungen schafft, aus dem Teufelskreis Tabaksucht auszusteigen!

Okt
05

Der Rauchkostenrechner für Arbeitgeber

Neben guten Lösungen für ein Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern bietet die Firma Plymovent® auf Ihrer Internetseite auch einen Rechner, mit dem die monatlichen Kosten angezeigt, die ein Raucher durch seine Raucherpausen verursacht. Interessant: http://www.plymovent.de/de/lösungen/tabakrauch/rechner.aspx. Die Firma vertreibt Luftreiniger, Raucherkabinen und Rauchertische. (Dies ist keine bezahlte Werbung.)

Jun
27

Schon mal berechnet ….

… wieviel Geld Sie mit Ihrem sofortigen Rauchstopp sparen können? Die schweizerische Rauchstopp-Initiative SmokeFree bietet einen schön gemachten Rechner an (in Schweizer Franken, Umrechnung 100€ ~ 120 CHF). Insgesamt eine schöne Seite, die Nichtraucher bestärkt, werdende Ex-Raucher unterstützt und Raucher nicht diskriminiert oder bevormundet sondern bittet, andere vor den schädlichen Einflüssen des Tabaks zu schützen.

http://www.smokefree.ch/so-rechnet-sich-smokefree/mit-smokefree-sparen/

Mrz
20

Reich dank Sucht

Tabakunternehmen sind der Fels in der industriellen Brandung. Ihren Aktienkursen konnte keine Kriese etwas anhaben – nicht einmal die globale Finanz- und die darauf folgende Wirtschaftskrise sowie die Eurokrise, die Staaten in die Knie zu zwingen droht. Sie haben Ihren Aktionären beste Ergebnisse präsentiert – großzügige Ausschüttungen und hohe Zugewinne locken. Aber womit? Ist es moralisch, an der Sucht von Millonen Menschen und den Folgen wie Krebs, Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen Geld zu verdienen?

Wir finden: NEIN. Und die Verharmlosung der Nikotinsucht auf Gewinn & Verlust, wie sie der Analyst James Hallisey verspricht, ist absolut unredlich: „Tabakwerte bieten einen starken, stabilen freien Cashflow und hohe Dividendenrenditen“ – der Halbsatz: bei gleichzeitig enormem Leid in der Welt sollte ergänzt werden. Gleichzeitig zeigen aber auch die Dividendenrenditen der großen Tabakkonzerne von 5,1 % (im Vergleich: andere Branchen lagen bei 1,5 %) wie hoch die Gewinne der Tabakhänder sind. Laut der Quelle liegen die Bruttomargen im Sektor Tabak bei 45 % (andere Branchen 34 %).

Das führt zu enormen Aktienanstiegen der Tabakproduzenten und -händler:

  • BAT British American Tobacco stiegen 2011 um 30% (Marken: u. a. HB, Lucky Strike, Pall Pall)
  • Philip Morris stieg 2011 um fast 40% (Marken: u. a. Marlboro, Chesterfield, F6)

Wir halten es für äußerst unseriös, Aktien von Tabakproduzenten oder Waffenproduzenten im Depot zu halten – man ist dadurch mitverantwortlich für nicht kalkulierbares Leid. Bereinigen Sie Ihr Aktiendepot noch heute.

Quelle: http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:portfolio-rauchen-nuetzt-dem-depot/60166783.html

Feb
13

Zahl des Tages: 860 Millionen

Ja, das ist eine Zahl, die sogar uns überraschte. Laut einem Bericht des österreichischen Standards habe eine Studie des Magistrats von Wien in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur gezeigt, dass allein in der Landeshauptstadt 860 Millionen Zigarettenstummel jährlich auf die Straßen und Wege geworfen würden. Durch diese Verschmutzungen verursachte Kosten für Reinigung wie Kehrmaschinen usw. trugen bisher alle Bürger gemeinschaftlich. Einen Teil der Kosten holt sich die Stadt jetzt aber direkt von den Verursachern.

Mitarbeiter der städtischen Aufsichtstruppe „Waste-Watchers“, die sich vorwiegend mit illegaler Hausmüllentsorgung, unrechtmäßigem Sperrmüllabstellung und Hundekot-Vergehen beschäftigt, haben inzwischen gegen 450 Raucher wegen weggeworfener Zigarettenstummel eingeleitet. Im Fall einer Niederösterreicherin, die gegen das Reinhaltegesetzt verstieß als sie einen Glimmstängel aus dem Auto warf, macht das 75€ Strafgebühr.

In vielen deutschen Städten gibt es ähnliche Verordnungen, wir haben aber bisher nur von Gebühren zwischen 10 und 25 € gehört und vielerorts wird bislang kaum vollstreckt sondern, sehr vernünftig, der Müllsünder höflich auf sein Vergehen hingewiesen und um eigene Beseitigung gebeten.

Quelle: http://derstandard.at/1313024556679/Waste-Watcher-Hohe-Strafen-fuer-weggeworfene-Zigaretten-in-Wien

Aug
18

Hademar Bankhofer zum Thema: Rauchen

Rauchentwöhnung: Starten Sie jetzt

  • Mir schmeckt meine Zigarette, warum solle ich aufhören
  • Das bisschen Qualm kann doch nicht schaden
  • Mein Opa ist 87 geworden und hat gequalmt wie ein Schlot
  • Mich beruhigt meine Zigarette
  • Ich treibe doch Sport, da kann ich doch auch rauchen

Das sind die typischen Ausreden der Raucher.

Wie Sie vom Rauchen loskommen sagt Prof. Bankhofer

Das sind die Sätze, die man bei Diskussionen ums Rauchen oder Nichtrauchen von eingefleischten Rauchern immer wieder hört. Es sind die Sätze von Unverbesserlichen und von Unbelehrbaren. Jede wissenschaftliche Untersuchung, jede Forschungsarbeit beweist aber seit Jahrzehnten immer nur Eines: Es gibt nichts auf dieser Welt, was für den Menschen so gesundheitsschädlich ist wie das Rauchen. Und das tun sich Menschen freiwillig an und bezahlen auch noch viel Geld dafür. Rauchen ist kein Spaß – es ist ein Sucht, die lebensgefährlich ist. Das gesetzliche Rauchverbot in öffentlichen Lokalen wird nun mit aller Macht durchgesetzt. Viele Raucher wollen aufhören, aussteigen aus der Droge Nikotin – aber sie schaffen es nicht. Deshalb meine Bankhofer-Tipps für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen.

GUTE GRÜNDE, SICH DAS RAUCHEN ABZUGEWÖHNEN

  • Jede gerauchte Zigarette kostet Sie fast eine halbe Stunde Ihrer Lebenszeit. Wenn Sie 20 Zigaretten am Tag rauchen, dann verkürzen Sie damit Ihr Leben um fast zehn Stunden. So lautet eine Warnung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • In der Bundesrepublik sterben jedes Jahr zwischen 110 000 bis 140 000 Menschen an den Folgen des Rauchens.
  • Wer mit 14/15 anfängt zu Rauchen, verkürzt sein Leben um ca. 10 bis 12 Jahre.
  • Rauchen kostet Sie inzwischen ein Vermögen. Wenn Sie eine Schachtel am Tag rauchen, dann kostet Sie das innerhalb von zehn Jahren fast 20 000 EUR.
  • Raucher altern deutlich schneller als Nichtraucher: Die Haut wird faltig, die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, das Interesse und der Spaß am Sex hört deutlich früher auf als bei Nichtrauchern.
  • Wenn Sie Ihre Kinder oder andere Menschen durch Ihre Rauchsucht zum Passivrauchen zwingen, dann ist das fast wie vorsätzliche Körperverletzung.
  • Das Gift des Nikotins verändert Ihr Gehirn, Sie werden abhängig.
  • Rauchen gilt schon längst nicht mehr als „gemütlich“ und stimmungsbelebend. Raucher sind sozial geächtet, geraten immer stärker ins Abseits.

Wenn Sie es schaffen, vom Rauchen los zu kommen, dann beweisen Sie sich und Ihrer Umwelt Willensstärke und Unabhängigkeit. Man wird Sie achten.

Rauchentwöhnung – Wie reagiert der Körper

Sie haben es geschafft, die letzte Zigarette ist ausgedrückt, Sie werden auch nie wieder rückfällig. Was geschieht nun in Ihrem nikotinverseuchten Körper? Wie reagiert er. Können sich die durch jahrelangen Nikotinmissbrauch geschädigten Zellen regenerieren? Auch darüber gibt es Studien und Untersuchungen. Die haben ergeben:

  • Die erste Blitzreaktion kommt vom Blutdruck und vom Puls: Beide sinken schon nach 20 Minuten in einen wesentlich gesünderen Bereich. Die Durchblutung von Händen und Füßen verbessert sich, die Blutgefässe weiten sich.
  • Schon nach einem halben Tag beginnt der rauchbedingte Kohlenmonoxidspiegel im Blut zu sinken, der gesundheitsfördernde Sauerstoffspiegel steigt.
  • Weitere 12 Stunden später wird bereits ein Sinken des Herzinfarktrisikos registriert.
  • Zwei bis drei Tage nachdem Sie Ihre letzte Zigarette geraucht haben, spüren Sie: „Ich schmecke und rieche wieder besser.“
  • Spätestens nach einem Vierteljahr lässt der chronische „Raucherhusten“ nach, Ihr Kreislauf stabilisiert sich, Ihre Lungenfunktion verbessert sich, Sie können wieder frei durchatmen.
  • Nach einem Jahr Nichtraucherdasein ist Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 50 Prozent gesunken.
  • Nach fünf Jahren hat sich das Lungenkrebsrisiko auf die Hälfte verringert.
  • Nach etwa zehn Jahren kann Ihr Arzt feststellen: Ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko ist jetzt auf Nichtraucherniveau, das Krebsrisiko sinkt weiter.

Diese Angaben stammen von der renommierten amerikanischen Krebs-Gesellschaft. Hätten Sie gedacht, dass sich das Nichtrauchen so sehr lohnt, dass Sie so viel an Gesundheit gewinnen? Alleine das sind Gründe genug, mit dem Rauchen endlich aufzuhören.

RAUCHEN SCHADET IHRER GESUNDHEIT

DIE RAUCHER-KRANKHEITEN

Es gibt sehr viele Krankheiten, die unmittelbar mit dem Genuß von Nikotin und dem Inhalieren vom Feinstaub der Zigaretten zu tun haben. Je länger Sie rauchen, je höher der Zigarettenkonsum ist, desto größer ist die Gefahr, daß Sie sich an eine dieser Krankheiten „hinrauchen“. Hier die wichtigsten:

HERZINFARKT:

Durch das Rauchen verengen sich die Blutgefäße, es kann sich dort Plaque ablagern (Arterienverkalkung). Besonders gefährdet sind die Arterien des Herzens, des Gehirns und der Gliedmaßen (Raucherbein). Das führt zu sehr oft lebensgefährlichen Gefäßverschlüssen. Ausserdem erhöht Rauchen den Blutdruck, ein weiterer Risikofaktor für einen Herzinfarkt.

RAUCHERLUNGE:

Hauptverursacher dieses chronischen Hustens ist das Rauchen. Die charakteristischen Merkmale: Husten (vor allen nachts und am Morgen), Auswurf beim Husten und Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Kann nur nach einem sofortigen Rauchstop geheilt werden.

RAUCHERBEIN:

Die durch das Rauchen entstandenen Gefäßverengungen und -verschlüsse führen zu schweren Durchblutungsstörungen. Die Folgen: Verletzungen heilen nicht mehr, es entstehen beim Gehen plötzlich starke Schmerzen, die zum Stehenbleiben zwingen (im Volksmund „Schaufensterkrankheit“ genannt). Die schweren Durchblutungsstörungen können bis zur Amputation des betroffenen Beines führen.

RAUCHERKREBS:

Jeder Zug an einer Zigarette befördert rund 40 krebserregende Stoffe aus dem Tabakrauch in unsere Lunge. Von dort gelangen sie in die Blutbahn, wo sie unsere natürlichen Killerzellen zur Krebsbekämpfung schädigen. Damit steigt das Krebsrisiko für alle Organe die mit dem Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen in Berührung kommen, enorm. Deshalb sind Speiseröhre, Kehlkopf, Zunge, Rachen Mundhöhle, Lippen, Luftröhre, Bronchien und vor allem die Lunge sehr stark gefährdet.

WEITERE RAUCHERSCHÄDEN:

Das Rauchen schädigt vor allem unser Immunsystem, unser Gesundheitszustand leidet, wir sind anfällig für Infektionen. Raucher brauchen mehr Vitamine als Nichtraucher. Das Nikotin wirkt sich auf die Knochen und den Calciumhaushalt aus und kann so Osteoporose fördern.

PASSIVRAUCHEN:

Auch das passive „Mitrauchen“ ist schwer gesundheitsgefährdend. Nichtraucher haben keine Anpassungsmechanismen an Nikotin und Schadstoffe entwickelt, deshalb sind sie viel stärker gefährdet, als bisher angenommen. Besonders schwer trifft es Kinder. Kinder von rauchenden Eltern haben ein doppelt so hohes Asthmarisiko und sind viel anfälliger für Infektionen als die Kinder von Nichtrauchern, haben Studien bewiesen.

NICHT MEHR RAUCHEN: NUR SO SCHAFFEN SIE ES

Wer raucht, der konsumiert Nikotin und Nikotin macht genau so süchtig wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Das müssen Sie sich immer vor Augen halten. Es gibt kein Patentrezept, wie man vom Rauchen loskommen kann, da jeder Mensch und jeder Fall verschieden ist. Aber Sie müssen immer daran denken: Rauchentwöhnung ist eine Entziehungskur – und eine Entziehungskur können Sie nur durchstehen, wenn Sie mit der ganzen Kraft Ihres Willens dahinter stehen.

Das langsame Reduzieren des Verbrauchs, nach dem Motto: „Ich rauche jetzt jede Woche eine Zigarette weniger am Tag“, wird in den wenigsten Fällen funktionieren, weil da die Rückfallgefahr zu groß ist. Zu oft siegt der „innere Schweinehund“, weil man immer die Ausweichmöglichkeit hat: „Naja, heute rauche ich mal die volle Ration so wie früher, dafür rauche ich dann morgen um so weniger.“ Das haut nie hin.

  • Machen Sie sich einen Plan. Sie können Ihren Zigaretten-Konsum durchaus schrittweise reduzieren – aber dann sollten Sie spätestens nach zwei Wochen auf „Null“ sein.
  • Suchen Sie sich einen „Paten“ der Sie überwacht: Den Partner, einen guten Freund, einen Kollegen, einen nahen Verwandten. Führen Sie gemeinsam Buch über Ihre Erfolge, seien Sie aber auch ehrlich, wenn Sie schwach geworden sind.
  • Am Besten ist es, Sie schließen sich einer Gruppe Entwöhnugswilliger an. Der Gruppendruck kann so manchen Rückfall verhindern.
  • Nehmen Sie ärztliche Beratung und Hilfe in Anspruch. Ihr Körper und Ihr Gehirn sind vergiftet, es dauert viele Wochen, bis Sie den körperlichen und geistigen Entzug geschafft haben.
  • Fangen Sie sofort mit dem Rauchentzug mit intensiver sportlicher Betätigung an. Das regt den Stoffwechsel an, die Giftstoffe können besser abtransportiert werden. Sie bekommen mehr Sauerstoff ins Blut, es werden positive Hormone frei gesetzt. Und Sie haben Erfolgserlebnisse, wenn Sie die Verbesserung Ihrer Kondition spüren. Und die brauchen Sie dringend.
  • Belasten Sie sich während der Entwöhnungsperiode nicht mit schwierigen Problemen. Nikotinentzug macht depressiv und aggressiv, da müssen Sie gegen steuern.
  • Beziehen Sie Ihren Partner, Ihren Freundeskreis und Ihre Kollegen in Ihren Entzug mit ein. Das bringt moralische Unterstützung.
  • Vermeiden Sie die Art von Stress, bei dem Sie früher zur Zigarette gegriffen haben.
  • Essen Sie viel Obst und viel Gemüse, wenig tierisches Fett. Ihr Körper braucht jetzt viel Vitalstoffe. Greifen Sie – nach Rücksprache mit dem Arzt – auch zu Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Besuchen Sie Nichtraucherkurse (siehe Entwöhnugshilfen im Kasten unten). Die werden mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe angeboten.
  • Vielleicht kann Ihnen Hypnose oder Akupunktur helfen.
  • Ersetzen Sie auf keinen Fall den verminderten Nikotingenuss durch ein Mehr an Alkohol.
  • Entfernen Sie in Ihrer Umgebung alles, was mit dem Rauchen zu tu hat: Feuerzeug, Streichhölzer, Aschenbecher und vor allem auch noch die letzte Zigarette. Ja keine „Notfall-Schachtel“ im Schrank aufbewahren – sonst tritt der „Notfall“ täglich ein und die Entwöhnung war für die Katz.
  • Wenn es Sie ganz schlimm erwischt hat, dann können Sie zu einer Nikotin-Ersatztherapie greifen. Die Zufuhr von Nikotin ohne die Zigarette hilft, die körperlichen Entzugssymptome zu mildern. Das sind: Nikotinpflaster, Nasensprays, Kaugummis und Lutscher – alle mit Nikotin versetzt.
  • Und zum Schluß gibt es noch Medikamente, die die Sucht nach Nikotin direkt im Gehirn stoppen – ohne selbst Nikotin zu enthalten. Ein solcher Wirkstoff ist Vareniclin: Der täuscht dem Gehirn Nikotin vor, es reagiert wie beim Nikotingenuß, ohne welches zu bekommen. Das Mittel ist verschreibungspflichtig und wird von den Kassen nicht übernommen.

Quelle: http://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/artikel/137-Rauchen-aufhoeren-Tipps-zur-Rauchentwoehnung.html

Dez
08

Wohin mit dem vielen Geld?

Das fragen sich ehemalige Raucher nicht ein einziges Mal. Sie nutzen das Geld für schöne Dinge!

Immerhin, bei 5€ Kosten pro Schachtel und einer gerauchten Schachtel Zigaretten pro sparen sie:

  • nach 1 Jahr: 1.825 € (ein neuer Großbildfernseher mit allem Schnickschnack)
  • nach 2 Jahren: 3.650 € (eine semiprofessionelle digitale Spiegelreflexkamera inklusive gutem Objektiv und ein bißchen Zubehör)
  • nach 3 Jahren: 5.475 € (eine dreiwöchige Karibik-Kreuzfahr für zwei Personen)
  • nach 4 Jahren: 7300 € (da hat man schon eine neue Kamera, einen tollen Fernseher und der Partner träumt immer noch von der schönen Kreuzfahrt – und schon wieder kann man 1.825 € verprassen ….)
  • nach 12 Jahren: 21.900 € (ein VW Golf – natürlich nur, wenn man nicht den TV, … *g*)
  • nach 20 Jahren: 36.500 €
  • nach 50 Jahren: 91.250 € (jetzt ist man so ungefähr im Rentenalter – je nachdem wann man beschlossen hat Nichtraucher zu bleiben – ist doch nicht schlecht, jetzt hat man 20 Jahre lang jeden Monat knapp 400 € mehr – ohne die Verzinsung zu berücksichtigen)
Dez
07

Der Tabakepidemie Einhalt gebieten

Regierungen und wirtschaftliche Aspekte der Tabakkontrolle
Ein hochinteressantes Schriftstück zu den Themen Kosten und Gefahren des Rauchens aus globaler Sicht finden Sie hier: http://www1.worldbank.org/tobacco/pdf/Deutsche%20Version.pdf
Verfasst / in Auftrag gegeben wurde das 1999 erschienene Heft von der Weltbank (The International Bank for Reconstruction and Development/THE WORLD BANK). Die deutsche Ausgaben wurde mit der finanziellen Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung realisiert

 

Dez
07