Kinderarbeit im Tabakanbau

Nikotin diffundiert über die Haut in den Organismus von Tabakpflückern (wir berichteten). Wie das Schweizer Fernsehen zeigt, knebeln Tabakkonzerne u. a. in Brasilien Bauern mit Verträgen, die Kinderarbeit für die Bauernfamilien nötig machen. Daraus resultiert gerade bei den Kindern die sogenannte „Green Tobbacco Sickness“. Aber auch die Arbeit mit Pestiziden schädigt die ärmsten Menschen für das scheinbare „Glück“ der Raucher, das in Wirklichkeit eine Abhängigkeit, eine körperliche und psychische Sucht ist. Es werden in dieser Kette von Abhängigkeiten alle geschädigt – außer den meist global operierenden Konzernen. Durchbrochen werden kann dieser Teufelskreis nur, indem Tabakkonsum weiter gesetzlich eingeschränkt wird; es ist nicht zu erwarten, dass die von den Konzernen in die Sucht getriebenen Raucher selbst in großem Maße aufhören.

Mehr Infos zur Green Tobacco Sickness: http://nie-wieder-tabak.de/2012/10/schadigen-raucher-nur-sich-selbst/

Mrz
13

Schädigen Raucher nur sich selbst?

In einer sehr engagierten Reportage zu Tabak, Tabakanbau und den Konzern Philip Morris (u. a. mit seiner Marke Malboro) bringt der Norddeutsche Rundfunk NDR Dinge ans Licht, die einem die Harre zu Berge stehen lassen. Und das nicht nur mit seiner offensichtlichen Strategie junge Menschen (auch unter 18-Jährige) von den Produkten des weltweit agierenden Konzerns abhängig zu machen sondern auch in Bezug auf die schädlichen Auswirkungen des Tabakrauchs und Vertuschung der dazu durchgeführten konzerninternen Forschungen.

Im Bericht der Autoren Dirk Bitzer und Tanja Hübner (Redaktion Kathrin Becker) wird auf die Ausbeutung von Tabakbauern in Malawi (Afrika) und Duldung von Kinderarbeit genauso wenig verschwiegen wie die Auswirkungen des Tabakpflückens auf die Auswirkungen der Pflücker: Nikotin vergiftet die Plantagenarbeiter und kann die GTS, die Green Tobacco Sickness, hervorrufen; eine Tabakvergiftung. Ein Plücker nimmt an einem Tag laut dem Bericht einen Nikotingehalt von etwa 50 Zigaretten auf. Besonders bei jungen und schmächtigen Menschen ruft das häufig allergische Reaktionen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchkrämpfe bis hin zu Leberschäden hervor.

Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt und ist wie kein Zweites vom Tabak abhängig (gemacht worden). Der Staat erwirtschaftet mit den tödlichen Blättern etwa 70% seiner Exporteinnahmen.

Den vollständigen Bericht sehen Sie hier: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/minuten641.html
Einig Fakten aus dem Bericht hat der MDR zusätzlich hier zusammengestell: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hintergrund/zigaretten113.html

Okt
24