NRW: Raucher qualmen trotzdem

Zahlreiche „Ausnahmen“ erschweren nicht nur den Nichtrauchern den Besuch in Kneipen und Gastwirtschaften, sie machen auch den Kontrolleuren der örtlichen Behörden das Leben schwer. Auch nach drei Jahren wird in vielen Gaststätten noch immer gequalmt.

Nordrhein-Westfalen gestattet in einem der schwammigsten Nichtraucherschutzgesetze Deutschlands das Rauchen in Raucherklubs, Einraumkneipen und Gaststätten unter 75 m², in denen keine Speisen zubereitet und angeboten werden. Aber auch in vielen anderen Lokalen wird gegen das Rauchverbot gehandelt. Eine Studie dazu ermittelte im Februar 2011 eine erschütternde Zahl: 92% aller untersuchten Rauchergaststätten halten sich nicht an die Auflagen. So werden weiterhin Speisen gereicht, Kennzeichnungen zum Jugendschutz fehlen oder die Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereichen wäre mangelhaft (z. B. dauerhaft blockierte Verbindungstüren).

Besonders deutlich wird es an den 50 untersuchten Diskotheken. In 46 Diskos wird weiter geraucht – die ohnehin schon lockere gesetzliche Regelung gestattet es nur in Nebenräumen. Die Auftraggeber der Studie, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Verbraucherzentrale, halten den Nichtraucherschutz in der Gastronomie deshalb für nicht akzeptabel und wünschen sich mehr offizielle Kontrollen. Aber letzlich würde nur ein härteres Gesetz helfen, Jugendliche und Nichtraucher vor dem Rauch zu schützen.

Quelle: http://www.news-magazin24.de/2011/03/22/studie-es-wird-immer-noch-in-zu-vielen-kneipen-geraucht/

Mrz
22

Rauchfrei am Ballermann

Mit dem Rauchen in der Kneipe ist es in Spanien nun vorbei: Von diesem 2. Januar an gilt das neue, verschärfte Anti-Tabak-Gesetz. Bislang wurde in Bars und Restaurants noch munter gepafft, weswegen Spanien als eins der letzten “Raucherabteile” Europas galt. Jetzt heißt es draußen rauchen. Allerdings ist dies nun auch auf Schulhöfen und Spielplätzen sowie vor Krankenhäusern verboten.

“Wir werden ein paar weniger Kunden unter denjenigen haben, die nur auf einen Kaffee und eine Zigarette kamen. Aber so groß wird der Rückgang ingesamt nicht sein, denn die Leute werden weiter zum Essen oder auf ein Bier hier einkehren”, erwartet ein Kneipenwirt.

Der wichtigste Gaststättenverband Spaniens warnte hingegen vor Einkommens- und Arbeitsplatzverlusten durch das Rauchverbot. Die Regierung hält dagegen, dass dies in anderen Ländern mit strengerer Gesetzgebung auch nicht der Fall gewesen sei.

Seit 2006 gilt in Spanien ein Rauchverbot am Arbeitsplatz. Kritiker bemängelten, dass die Gastwirte dabei weiter selbst über Raucherzonen in ihren Lokalen entscheiden durften.

Mit den neuen Verboten wird Spanien nun einer der strengsten EU-Staaten bei der Anti-Tabak-Gesetzgebung. Bei Verstößen drohen Geldbußen. Doch selbst die Gesundheitsministerin rechnet damit, dass ihre Landsleute eine Weile für die Umstellung brauchen werden…

Quelle: http://de.euronews.net/2011/01/02/spanien-setzt-die-raucher-vor-die-tuer/

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