Rauchen und Krebs

  • Raucher haben ein doppelt so hohes Risiko an Krebs zu sterben wie Nichtraucher (Circulation 1997; 96:2128-36).
  • Der Konsum von Tabakwaren, wie Zigaretten, Zigarren, Pfeife etc. ist die Hauptursache für Krebserkrankungen an Lunge, Kehlkopf (Larynx), Lippen, Mundhöhle, Rachen (Pharynx) und Speiseröhre (Ösophagus).
  • Bei Rauchern wird fünf- bis zehnmal häufiger Lungenkrebs festgestellt als bei Nichtrauchern.
  • Das Risiko für Mundhöhlenkrebs ist bei Rauchern (Männer) sogar 27fach und für Kehlkopfkrebs 12fach erhöht.
  • Raucher bekommen im Vergleich zu Nichtrauchern zwei- bis dreimal häufiger Blasenkrebs, mehr als 1,5mal häufiger Brustkrebs und 1,3mal häufiger Pankreaskrebs (WHO, American Cancer Society).

Quelle: http://www.assmann-stiftung.de/information/rauchen/

Dez
08

Spezielle Form des Lungenkrebs bei Rauchern

Spezielle Form des Lungenkrebs bei Rauchern: Raucher und Nichtraucher leiden an unterschiedlichen Lungenkrebsformen.

Die durch Rauchen verursachte Form des Lungenkrebs unterscheidet sich von der selteneren Tumorvariante, die auch bei Nichtrauchern auftritt. Dies hat ein internationales Forscherteam vom British Columbia Cancer Research Center in Vancouver herausgefunden und schürt damit Hoffnungen auf neue Ansätze in der Diagnose und Behandlung.

Lungenkrebs bei Rauchern und Nichtrauchern unterschiedlich
Bereits seit Langem ist klar, dass sich das Lungenkrebs-Risiko durch Rauchen erheblich erhöht. So findet sich auch auf Zigarettenschachteln der Hinweis: Rauchen verursacht Krebs. Dass die Form des Lungenkrebs sich bei Nichtrauchern und Rauchern unterscheidet, war dabei bislang jedoch nur eine Hypothese. So hatten Forscher zwar in verschiedenen Studien Hinweise darauf gefunden, dass Lungentumoren bei Nichtrauchern spezielle genetische Merkmale aufweisen, konnten den Unterschied bisher jedoch nicht eindeutig wissenschaftlich belegen. Jetzt ist es den Wissenschaftlern des British Columbia Cancer Research Center`s jedoch gelungen zu beweisen, dass erhebliche Unterschiede der Krebsformen bei Nichtrauchern und Rauchern bestehen.

Veränderte DNA-Abschnitte können Lungenkrebs auslösen
Das internationale Forscherteam hat im Rahmen seiner Studie 83 an Lungenkrebs erkrankte Menschen untersucht, wobei unter den Studienteilnehmern 39 aktuelle Raucher, 14 ehemalige Raucher und 30 lebenslange Nichtraucher waren. Die Wissenschaftler interessierten sich dabei besonderes für die Erbinformationen der Probanden, die im möglichen Zusammenhang mit der Tumorbildung stehen. So verglichen die Forscher die DNA aus den Krebszellen der Patientengruppen einerseits untereinander und anderseits mit den Erbinformationen gesunder Zellen des jeweiligen Teilnehmers. Dabei konnten sie feststellen, dass die Tumorzellen von Nichtrauchern insgesamt deutlich mehr veränderte DNA-Abschnitte aufwiesen als die der Raucher.

Lungenkrebs bei Nichtrauchern separat betrachten
Demnach kommen die Forscher des British Columbia Cancer Research Center´s zu dem Ergebnis, dass für die Entstehung von Lungenkrebs bei Nichtrauchern die Summe vieler verschiedener DNA-Änderungen ausschlaggebend ist. Die Tumorbildung bei Rauchern hingegen wird durch den Kontakt mit krebserregenden Substanzen des Tabakrauchs ausgelöst, wobei der Rauch wenige, aber einschneidende Änderungen hervorruft, die direkt zur Krebserkrankung führen. Daher sollte „Lungenkrebs in Nichtrauchern (…) als separate Gruppe betrachtet werden“, betonte Kelsie Thu bei Vorstellung der Studienergebnisse auf der Jahreskonferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung in Philadelphia.

46.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland
So ist die Hauptursache der jährlich rund 46.000 Neuerkrankungen in Deutschland nach wie vor das inhalative Tabakrauchen. Doch die Untersuchung der Bronchialkarzinomen bei Nichtrauchern hat belegt, dass für bestimmte Formen des Lungenkrebs genetische Faktoren und nicht der Tabakkonsum ausschlaggebend sind. Diese Erkenntnis wollen die Wissenschaftler nutzen, um Lungenkrebs bei Nichtrauchern künftig früher erkennen zu können. Und auch die Entwicklung spezieller Behandlungmethoden für diese Form der Bronchialkarzinome ist ein erklärtes Ziel der Forscher. „Eine genaue Untersuchung der Unterschiede zwischen den beiden Lungenkrebs-Arten könnte dazu führen, molekulare Ansatzpunkte für eine frühe Diagnose und erfolgreiche Behandlung zu finden“, betonte Kelsie Thu. Denn

Bronchialkarzinome eine der häufigsten Krebserkrankungen
Mit 25 Prozent aller bösartigen Tumoren (Malignome) sind Bronchialkarzinome eine der weltweit häufigsten Krebsarten (bei Männern die häufigste). In Deutschland erkranken jährlich rund 46.000 Menschen und etwa 40.000 sterben an den Folgen der Erkrankung. Dabei liegt das Verhältnis von erkrankten Männern zu Frauen bei etwa 3 zu 1, wobei die Bronchialkarzinome nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei Frauen zu 60 Prozent, bei Männern zu 90 Prozent auf aktives Zigarettenrauchen zurückzuführen sind und die genetisch bedingten Tumorbildungen einen entsprechend geringen Anteil unter den Krebserkrankungen ausmachen. Die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate (d. h., wie viele Erkrankte nach fünf Jahren noch leben) liegt bei lediglich fünf Prozent. Nur wenn der Lungenkrebs frühzeitig entdeckt wird, ergibt sich laut American Cancer Society eine wesentlich höhere Überlebensrate, die dann bei rund 47 Prozent liegt.

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/spezielle-form-des-lungenkrebs-bei-rauchern-27727.php

Nov
16

Experten fordern mehr Aufklärung über COPD

Unter der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leiden europaweit mehr als 44 Millionen Menschen, weltweit ist es die vierthäufigste Todesursache. Doch bis zu 75 Prozent der COPD-Patienten werden laut Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gar nicht oder erst sehr spät diagnostiziert.
 
 Aufatmen, die Lunge mit Sauerstoff füllen – für Patienten mit COPD ist das nur eingeschränkt möglich. Deswegen fordern Lungenfachärzte und Patientenorganisationen mehr Aufklärung und klare Vorgaben für die Früherkennung und Behandlung dieser Krankheit.
 
 COPD ist eine chronisch fortschreitende Lungenerkrankung, die das Atmen massiv beeinträchtigt. Hauptursache ist das Rauchen. COPD, umgangssprachlich auch „Raucherlunge“ genannt, verursacht europaweit Kosten von etwa 50 Milliarden Euro im Jahr, Tendenz steigend. Das geht aus einem Bericht der European Respiratory Society und der European Lung Foundation hervor.
 
 Lungentests in den Erstattungskatalog
 
 In erster Linie trifft die Krankheit Menschen zwischen 40 und 65 Jahren, die noch mitten im Beruf stehen. Deswegen sei COPD in Europa zudem für einen jährlichen Produktivitätsverlust von 28,5 Milliarden Euro verantwortlich.
 
 In der Früherkennung und Behandlung der Krankheit gibt es europaweit große regionale Unterschiede. In den Niederlanden ist die Früherkennungsrate besonders hoch, Großbritannien hinkt weit hinterher. Dort, so schätzen Experten, sind zwei der drei Millionen COPD-Patienten gar nicht diagnostiziert. Doch unbehandelt führt die Krankheit durch ihre zunehmende Atemnot zu einer schweren Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die Schäden, die COPD an der Lunge anrichtet, lassen sich nicht rückgängig machen.
 
 Professor Klaus Rabe, President Elect der European Respiratory Society, fordert eine verbesserte Früherkennung. „Lungenfunktionsmessungen sollten in allen EU-Ländern in den Rückerstattungskatalog aufgenommen werden. Je früher wir Betroffene diagnostizieren und behandeln, desto besser sind ihre Aussichten und desto geringer sind die psychischen, physischen und finanziellen Belastungen“, sagt er.

Quelle: http://www.gesund-durch.de/gesundheit_a-z/meldungen/15748/

Okt
27