österreich « Nie wieder Tabak

@Österreich: Aufstehen! Unterschreiben! Weitersagen!

Seit heute läuft das Volksbegehren in Österreich für einen besseren Gesundheitsschutz, für rauchfreie Lokale und einen besseren Jugendschutz. Die Initiative Don’t Smoke können auch Österreicher, die im Ausland leben, u. a. per Handysignatur unterstützen. Dies ist die Gelegenheit, den strengen Gesetzen Bayerns nachzueifern und dadurch vielfach zu profitieren.

  • Wirte erhalten Investitionsschutz in bereits getätigte Umbaumaßnahmen für rauchfreie Räume,
  • ihre Mitarbeiter sind effektiv am Arbeitsplatz vor Passivrauch geschützt,
  • Gastro-Gäste werden nicht länger durch Rauch oder giftigen Ablagerungen (u.a. Nitrosamine und Nikotin) gefährdet
  • Kinder und Jugendliche sind in Gaststätten nicht mehr dem Zigarettenrauch von Erwachsenen ausgesetzt
  • und sie erhalten weniger Gelegenheit selbst zu rauchen oder durch (schlechte) Vorbilder geprägt mit dem Rauchen anzufangen

Nutzen Sie jetzt die Chance Österreich rauchfrei! zu bekommen – https://dontsmoke.at/

Glauben Sie, das ist sinnlos, überflüssig oder würde nur einige Wenige betreffen? Die Initiatoren dieser Kampagne sind:

  • Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres – Präsident der Ärztekammer für Wien
  • Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda – Präsident der Österreichischen Krebshilfe
  • Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg – Rektor der Medizinischen Universität Graz
  • Dr. Daniela Jahn-Kuch – Oberärztin an der Universitätsklinik für Innere Medizin in Graz

und sie wird durchgeführt von der Wiener Ärztekammer und der Österreichischen Krebshilfe. Jeder einzelne weiß, wovon er spricht, wenn er sagt: Rauchen stoppen, sofort. Denn jeder von ihnen ist mit dem durch Tabakrauch ausgelösten Krankheiten wir Lungenkrebs und anderen Karzinomen, COPD oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen tagtätlich konfrontiert. Schützen Sie Ihre Mitmenschen, selbst wenn Sie Nichtraucher sind, indem Sie durch Ihre Stimme Österreich Stück für Stück rauchfrei mitgestalten. Vielen Dank!

Feb
16

Neuer Nichtraucherschutz in Österreich und Italien

Italien, das 2003, 2005 und 2007 deutliche Gesetze zum Schutz von Nichtrauchern erlassen hatte, will nachziehen. Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin möchte mit der Gesetzesnovelle 2015 das Rauchen am Strand, in Parks und in Autos mit Kindern untersagen. Sie betont, diese Maßnahmen hätten in anderen Ländern bereits zu Erfolgen geführt. Italien war mit seinen Gesetzen kurz nach dem Millennium Vorreiter unter den Europäischen Ländern, ein erwarteter Protest der Bürger blieb aus und heute sind auch viele (Noch-)Raucher einverstanden mit den Regelungen. Wie zuletzt Russland möchte auch Italien künftig produzierte Fernsehfilme und -Serien rauchfrei sehen. (Q: STOL)

Ganz anders ist der Stand bislang in Österreich. Noch immer ist das Rauchen in der Gastronomie erlaubt, Österreich ist vor allem bei den rauchenden Jugendlichen Europameister. Laut Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser stirbt in Österreich stündlich ein Mensch an den Folgen des Rauchens und drei Menschen sterben täglich an den Folgen des Passivrauchens.

Oberhauser bekommt nun Unterstützung von Gerald Klug, dem Sportminister: „Wir alle wünschen uns eine gesunde und sportliche Jugend. Der Titel ‚Raucherfreundlichstes Land Europas‘ ist nicht der Spitzenplatz, den ich mir als Sportminister wünsche. In Österreich gibt es einen erschreckend hohen Anteil an jungen Menschen, die regelmäßig zur Zigarette greifen. Diesem Trend müssen wir gegensteuern. Ein völliges Rauchverbot in der Gastronomie senkt die Passivrauch-Belastung, der viele Kinder ausgesetzt sind und kann bei Jugendlichen den Einstieg ins Rauchen erschweren.“

Die hohe Zahl der jungen Raucher hat auch Familienministerin Sophie Karmasin alarmiert. Sie plädiert deswegen zusätzlich für ein Verkaufsverbot für junge Menschen unter 18 Jahren.

Aus deutscher Sicht prominente Unterstützung könnte von ganz anderer Seite kommen: Sebastian Frankenberger (ehem. ÖDP-Vorsitzender), der die Nichtraucherschutzgesetze für Bayern durch den von ihm initiierten Volksentscheid möglich gemacht hat, bewirbt sich aktuell beim Österreichischen Wirtschaftsbund und steht in einer Wahl Ende Februar auf Platz drei in der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. Würde er gewählt könnte er zum Obmann der Fremdenführer (Austriaguides) werden und hätte aus dieser Position ein gewichtiges Wort mitzureden. Frankenberger erklärte im Interview: „Ich begrüße natürlich das Vorhaben eines strengen Nichtraucherschutzes ohne Ausnahmen in der Gastronomie – ganz nach bayerischen Vorbild. Das ist längst überfällig, weil sich die freiwillige Lösung wie damals in Bayern nicht bewährt hat. […] Nur ein einheitliches konsequentes Rauchverbot in der Gastronomie wird wirklich funktionieren und nicht nur die Nichtraucher schützen, sondern wie viele Studien zuletzt belegt haben, die Herzinfarktrate senken und das Rauchen für Jugendliche unattraktiver machen. “

(Q: OTS, Am Sonntag)

 

Jan
13

Nichtraucherschutz in Österreichs Gastronomie

In Österreich wurde die Kinderärztin Sabine Oberhauser zur Gesundheitsministerin uns sagte an ihrem ersten Amtstag in einem Interview mit heute.at:

„Heute“: Wann kommt das komplette Rauchverbot in Lokalen? Wird es Ausgleichszahlungen geben?
Oberhauser: „Ich möchte mit der Wirtschaft reden, ob Ausgleichszahlungen für Wirte wirklich nötig sind oder nicht.

„Heute“: Die österreichische Lösung fällt?
Oberhauser: „Ja, als Gesundheitspolitikerin kann man nur für klare Lösungen sein. Auch für die Gastronomen ist es fair, wenn für alle das Gleiche gilt, nämlich dass nirgends geraucht wird.

„Heute“: Ab wann gilt das Rauchverbot?
Oberhauser: „Ich würd’s gern jetzt finalisieren, eine Übergangsfrist vereinbaren und zu einem Stichtag – Horizont: fünf Jahre – das Verbot in Kraft treten lassen.

Die Wiener Zeitung zitiert Oberhauser mit „Auch als ich noch geraucht habe, war ich für ein Verbot in der Gastronomie. Wir haben eine Verantwortung für die Menschen, die dort arbeiten.“

In Österreich gibt es (nach unserer Auffassung) keinen effizienten Nichtraucherschutz in der Gastronomie. Zwar gilt ein Nichtraucherschutz-Gesetzt, dieses hat jedoch drei große Schlupflöcher:

  • Lokale unter 50m² Fläche können sich für oder gegen das Rauchen entscheiden (Kennzeichnung genügt)
  • Lokale mit mehreren Räumen können einen abgetrennten Raucherbereich einführen (>50% der Plätze müssen im Nichtraucher-Bereich liegen)
  • Lokale können so umgebaut werden, dass es zwei getrennte Bereiche gibt

Der Vorgänger von Oberhauser, Alois Stöger, war am Widerstand der Parlamentarier gescheitert, den Nichtraucherschutz in der Gastronomie zu verbessern. Diverse Studien zeigen, dass sich ein „Rauchverbot“ in Gastwirtschaften und Kneipen eklatant positiv auf die Gesundheit der Bürger auswirkt. Der Rückgang von Frühgeburten und akuten Herzinfarkten in Deutschland, Irland und Teilen (!) der Schweiz sei nur beispielhaft genannt.

 

Q: http://www.heute.at/news/politik/art23660,1064240, http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/657131_Die-Qualm-Saga-geht-weiter.html

Sep
03

Nur in Österreich sind Bürger noch schlechter geschützt

Raucher unerwünscht?

In Deutschland und Österreich gilt Rauchen noch immer nicht als gesellschaftlich unerwünscht und ist nur an einzelnen Orten verboten um Nichtraucher zu schützen.

Kaum vorstellbar: Österreich und Deutschland belegen die letzten beiden Plätze im Nichtraucherschutz. Beide Länder gehen sonst häufig in Europa vorweg, sind sogar weltweite Spitze – nur beim Schutz der eigenen Bevölkerung hinkt es. Zu diesem Schluss kommen europäische Krebsforscher in einer aktuellen Studie, der sogenannten TCS (Tabak-Kontroll-Skala). Dieser werden verschiedene Kriterien zu Grunde gelegt, die anzeigen sollen in welchem Maß Nichtraucher vor dem Zigarettenrauch geschützt und Raucher dabei unterstützt werden, die lästige und gefährliche Sucht zu besiegen.

Zu den angelegten Maßstäben zählen Tabakpreis, gesetzliche Regelungen zum Rauchen am Arbeitsplatz und in öffentlichen Einrichtungen, Gesundheitswarnungen, Hilfen zur Entwöhnung, Informationskampagnen und nicht zuletzt Werbeverbote für Tabakprodukte. Stunden Verfügbarkeit (durch Automatenverkauf, Tankstellen usw.) von Tabak und den nach wie vor vergleichsweise niedrigen Preis. Von 100 möglichen Punkten erreicht Deutschland 32.

Am besten werden die Schutzmechanismen von Großbritannien (74/100), Irland, Island, Norwegen und der Türkei bewertet. Gefolgt von Frankreich, Spanien, Malta, Finnland und der Ukraine. Deutschland könnte einen Sprung machen, würde es nur endlich der Werbe- und Tabaklobby nicht länger nachgeben und endlich eine vernünftige Tabakwerbe-Politik machen: flächendeckende Tabakwerbeverbote über alle Medien erlassen – keine Plakatwerbung mehr, keine Kinowerbung mehr!

Quelle: ZDF

Mrz
29