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Russische Filme: bald rauchfrei

Gerade in den stark wachsenden Ländern wie China, Indien, Brasilien und Russland versuchen Tabak-Konzerne die in Westeuropa und Nordamerika sinkenden Raucherzahlen zu kompensieren. In Russland, wo Zigaretten pro Päckchen schon ab 50 Cent zu haben sind, rauchen etwa 40 % der Erwachsenen; dagegen will der Staat (durch seinen Regierungschef Wladimir Putin) nun etwas tun und hat am 14. Dezember in erster Lesung einen Gesetzentwurf angenommen, der die schärfsten Gesetze zur Stärkung der Volksgesundheit durch strengere Reglementierung des Tabakkonsums vorsieht.

Auf seiner Website stellt das russische Gesundheitsministerium einen Stufenplan vor, der die Anzahl der etwa 44 Millionen Raucher reduzieren soll. Hauptgrund für diese Gesetzesinitiative sind 400.000 Tote pro Jahr die im direkten Zusammenhang mit Zigaretten und anderen Tabakprodukten stünden. Um noch mehr Menschen zu bewegen ihre Sucht in die Hand zu nehmen und mit dem Rauchen aufzuhören schlägt der Vize-Chef der Staatsduma Sergej Schelesnjak vor, in „Werbepausen soziale Spots über gesundheitliche Schäden des Rauchens zu zeigen.“

Als ein wichtiger Baustein soll in künftigen Spielfilm- und TV-Serien-Produktionen das Sponsoring durch Tabakfirmen verboten sein, genauso untersagt ist es rauchende Schauspieler zu zeigen. Das Verbot greift nicht für bereits existierende Filme, die weiterhin gezeigt werden dürfen. Ab Mai 2013 wird der Verkauf von Zigaretten in den beliebten Kioskbuden verboten. Zigarettenpackungen sollen künftig mit abschreckenden und warnenden Bildern bedruckt werden. Daneben soll das Rauchen in der Öffentlichkeit stark eingeschränkt werden, so etwa wird es ab Juli 2014 ein Rauchverbot in Fernzügen, auf Flughäfen und  Schiffen geben. Ab 2015 gilt das Verbot auch in Restaurants, Cafés und Diskoteken (andere Quelle: „ein vollständiges Rauchverbot an öffentlichen Aufenthaltsplätzen“).

 

Quellen: http://de.ria.ru/society/20130124/265388324.html, http://www.welt.de/politik/ausland/article13543331/Putin-schockt-Russen-mit-radikalem-Rauchverbot.html

Feb
01

Russland greift hart durch

Durch Russlands Absichten, die Volksgesundheit zu stärken, sieht das sogenannte „Bayerische Rauchverbot“ wie eine Kindergartenverordnung aus. Im einzelnen sieht der Gesetzentwurf vor, Werbung für und den Verkauf von Zigaretten deutlich zu reglementieren und deren Preise stark zu erhöhen. Ab 2014 soll das Rauchen in Flughäfen und Bahnhöfen aber auch in Fernzügen und Schiffen verboten werden. Ein Jahr später sollen Russen auch in Nachtclubs, Bars und Cafés sowie Restaurants nicht mehr qualmen dürfen.

Wladimir Putin hat die Gesetzinitiative bereits 2010 angestoßen. Das Gesundheitsministerium hat bereits einen Stufenplan online bereit gestellt, der den Raucheranteil von momentan 44 Millionen Rauchern unter der russischen Bevölkerung stark reduzieren soll. Russland hat mit einer Raucherquote von geschätzten 40 % momentan einen der vorderen Plätze unter den traurigen Staaten. In Russland sterben etwa 400.000 Menschen Jahr für Jahr an den Folgen der Tabaksucht.

Ob das Gesetz allerdings in einem demokratischen Land gegen eine derart mächtige Tabaklobby durchgesetzt werden kann wird von Beobachtern bezweifelt – wir wünschen es allen Süchtigen und Nichtrauchern, die unter dem Passivrauch zu leiden haben.

Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/wirtschaftspolitik/russland-will-rauchen-strikt-reglementieren-484141/index.do

Aug
17

Reich werden dank Tabak-Süchtiger

Das ist ja einfach, denken sich viele Klein- und Großkriminelle offensichtlich immer wieder. Denn: der Raucher kommt nicht ohne Zigaretten aus und warum nicht ein Stück vom großen Kuchen abhaben? Ende Dezember 2010 entdeckten Fahnder des Zolls in Bremerhaven 18.000.000 geschmuggelte Zigaretten in zwei Seekontainern. Diese wurden in China extra für den europäischen Schwarzmarkt gefertigt und würden den Staat, wären Sie in Umlauf gelangt, um Steuern in Höhe von 3,4 Millionen Euro prellen. Die Zigaretten der Marken „Regal“ und „Ji Ling“ waren hinter Fußbodenheizungen verstekt und wurden in der Container-Durchleuchtung sichtbar.

Empfänger der Sendung sollen vier Deutsche und zwei Niederländer in Voerde (Kreis Wesel) gewesen sein, teilte Ulrich Schulze vom Zollfandungsamt Essen mit. Mit russischen Gesundheitshinweisen sowie teilweise vermutlich gefälschte niederländische Steuermarken sollten die Zigaretten in Großbritannien verkauft und konsumiert werden. Das gefährliche an gefälschten Zigaretten ist nicht nur der Tabak sondern auch die unkontrollierte Herstellung – dabei können Stoffe zugesetzt werde, die noch gefährlicher sind, als die ohnehin schon extrem giftigen Zigaretten aus kontrollierter Fertigung. Von schlechten Filtern und minderwertigem Papier können weitere Gesundheitsgefährdungen ausgehen.

Genauso einfach wollten Männer aus dem Ruhrgebiet und dem Raum Mönchengladbach verdienen: mit tödlichem Tabak. Geschmuggelte Ware aus Griechenland, insgesammt etwa 40 Millionen Zigaretten fanden Fahnder des Zolls Frankfurt bei neun Männern, die bereits festgenommen wurden. Gegen fünf weitere wurde Haftbefehl erteilt. Die Männer sollen weitere 60.000.000 Zigaretten bereits verkauft haben – insgesammt also rund 100 Mio Stück. Das verursacht ein Steuerschaden von 20 Mio Euro – Geld das in den Kassen von Bund und Ländern fehlt und nicht für Straßen, Kindergärten und Krankenhäuser verwendet werden kann.

Andererseits ist der gesundheitliche Schaden für die Raucher nicht abzusehen. Dafür erwartet die Männer ein Gerichtsverfahren wegen gewerbsmäßiger Steuerhelerei und eine Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren.

Viele gefällschte und unversteuerte Tabakprodukte, vor allem Zigaretten in Schachteln und Stangen, erreichen Zentraleuropa auch über Straßen und Autobahnen. Vor allem für osteuropäische Spediteure und LKW-Fahrer ist das ein äußerst lukratives „Zubrot“. Um in Röntgengeräten und bei Überprüfungen mit Spürhunden nicht aufzufallen werden die ungewöhnlichsten Verpackungsarten gewählt: ausgefräste Bretter auf Holztransportern, 1-To-BigPacks mit Kalk und darin versteckten Zigarettenstangen, Zigaretten statt tiefgekühltem Fisch in Styroporboxen und viele andere mehr.

Wer mehr über die Erfolge des Zolls im Kampf gegen illegalen Tabak erfahren möchte kann sich hier einen kaum zu überblickenden Lesehorror verschaffen: http://www.zoll.de/f0_veroeffentlichungen/a0_zigaretten/index.html

Jul
14