Aufhören ist schwer

Der Bayerische Rundfunkt hat mit einer Spezialsendung drei Raucher, die individuelle Rauchgewohnheiten und -geschichten haben, begleitet den schweren Weg zum Nichtraucher zu gehen. Jeder der Drei hat aus unterschiedlichen Intentionen den Rauchstopp vor Augen und beschreitet auch einen individuellen Weg auf dem Weg zum freien, selbstbestimmten Leben. In der zweiteiligen Onlinebetrachtung der Fälle wird gezeigt wie sie diesen Weg gegangen sind und wer mit dem Rauchen dauerhaft brechen konnte:

Der Weg: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/gesundheit/themenuebersicht/medizin/nichtraucher-e-zigarette-rauchentwoehnung-hypnose100.html
Das Ziel: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/gesundheit/themenuebersicht/medizin/nichtraucher-raucherentwoehnung-rauchen100.html

Aug
09

Rauchfrei dank App

Randnotiz: Im App Store von Apple und bei Google play kann eine App heruntergeladen werden, die den Namen „Rauchfrei durchstarten“ trägt und dem willigen Ex-Raucher Unterstützung mit animierenden Hinweisen, Tips, motivierenden Botschaften helfen soll, den Entwöhnungsprozess durchzustehen.

Wir wünschen allen Nicht-mehr-Rauchern alles Gute und viel Erfolg. Wenn Sie das Programm kennen, getestet haben oder damit rauchfrei wurden freuen wir uns auf Ihre Kommentare!

Jun
13

Erfindung ohne Sinn?

Vor kurzem stellte ein Israelischer Mediziner eine neue Methode vor rauchfrei zu werden. Der von ihm entwickelte bzw. verbesserte Helm soll helfen die Sucht zu überwinden. Klappt es? Sicher, wenn man überzeugt davon ist, dass man das Rauchen aufgeben will und an das neue medizinische Wunder glaubt, das elektromagnetische Wellen ins Gehirn sendet und dort das Suchtzentrum stimmulieren soll. Aber, wenn man überzeugt ist, dass man nicht mehr rauchen will, klappt es auch so, ganz ohne „Wunder“; denn das ist das schöne: der Wille ist stärker als die Sucht. Ist das also eine sinnvolle Erfindung? Wir meinen: ja, denn wenn Sie Raucher davon überzeugen kann (auf die eine oder andere Weise), dass sie es schaffen können mit dem Rauchen aufzuhören, dann wird diesen Menschen eine Menge persönliches Leid erspart.

Jun
13

Ihre Chance aufzuhören: mit Sport

Was überhaupt nicht funktioniert, bewiesen durch Generationen von Rauchern, ist der Rauch-Stopp am 1.1. Die letzte Zigarette an Sylvester funktioniert nicht, weil man nicht überzeugt ist. Wie man seine Chancen auf einen Bruch mit der Nikotinabhängigkeit deutlich erhöhen kann, teilt die Deutsche Lungenstiftung e.V. (DLS) mit: durch sportliche Aktivitäten.

Vor allem bei jungen, männlichen Rauchern könne ein Rückfall durch die Reduktion des omnipräsenten „Verlangens“ durch Fitness erziehlt werden. Die Studie, die dieser Aussage zugrunde liegt, wurde an der West Virginia University School of Medicine durchgeführt. Forscher untersuchten das Verhalten von 233 Rauchern zwischen 14 und 19 Jahren und fanden bei den sportlich aktiven Teilnehmern auch eine verbesserte Atemleistung, die durch chronisches Rauchen oft geschwächt wäre. Besonders Ausdauersportarten zeigen hier ihr gesundheitliches Potential.

Dass die neugeborenen Nichtraucher durch die zusätzliche Bewegung nicht so schnell zunehmen ist ein sehr nützlicher (Neben-)Effekt. Das liegt laut DLS auch daran, dass man weniger Heißhunger auf Süßigkeiten und Naschwerk verspürt.

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/sport-hilft-das-rauchen-aufzugeben-5238828.php

Nov
28

Rauchentwöhnung mit Medikamenten schädlich?

Nikotin bekommt den Fraßfeinden der Tabakpflanze schlecht – sie wehrt sich erfolgreich mit dem Alkaloid. Geraucht löst es beim Menschen die Ausschüttung von Adrenalin, Dopamin und Serotonin aus, aktiviert dadurch das Belohnungszenturm im Gehirn und macht körperlich und psychisch stark abhängig. Die eingeatmeten Rauchgase sind extrem schädlich und verantwortlich für unzählige Krankheitsbilder. Die doppelte Abhängigkeit macht es Rauchern extrem schwierig, von den Kippen los zu kommen.

Seit Jahren suchen Chemiker auf der ganzen Welt nach Möglichkeiten den Rauchstopp zu unterstützen. Der Hersteller von Viagra, Pfizer, ließ kurz nach der Jahrtausendwende ein Medikament in Europa und Amerika zu, das wie Nikotin aus dem Verteidigungsmechanismus einer Pflanze stammt. Das Molekül Varenicline wurde aus dem Goldregen isoliert und chemisch abgewandelt. Es soll wie abgeschwächtes Nikotin wirken, die gleichen Botenstoffe freisetzen und dadurch den Entzug einfacher machen. Gleichzeitig blockiert es nach Herstellerangaben die Docking-Stellen für Nikotin und macht dadurch das Rauchen „uninteressanter“.

Trotz erster guter Aussichten kein Grund zum Aufatmen

In Studien erlangte das Medikament Champix eine deutlich höhere Ex-Raucher-Quote als Placebos und Antidepressiva. Ein Jahr nach dem Rauchstopp waren von 100 Probanden wieder rückfällig

  • Placebo: 90
  • Nikotinpflaster oder Antidepressivum Bupropion: 84
  • Champix: 75

Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Pfizer steht jetzt aber in der Kritik, sein Medikament Champix würde die Warscheinlichkeit für Herzinfarkte und Schlaganfälle um mehr als 70% erhöhen. Forscher aus England und Amerika hatten über 8.000 Raucher ein Jahr lang beobachtet und dies dabei festgestellt. Dass Champixx zu Depressionen, Suizidgedanken und Panik führen kann wurde bereits früher festgestellt und der Beipackzettel mußte entsprechend modifiziert werden. Die aktuelle Studie wurde von Dr. Sonal Singh an der Johns Hopkins University School of Medicine geleitet.

 

Quellen: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/586241/, http://www.blick.ch/life/gesundheit/pille-gegen-das-rauchen-schlaegt-aufs-herz-176056

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Jul
05

Island: Zigaretten auf Rezept

Wer krank ist geht zum Arzt, bekommt eine Diagnose und gegebenen Falls ein Rezept für Medikamente. Ist die Sucht eine Krankheit? Ja, meine Mediziner überall auf der Welt. Ja, meine auch Politiker in Island. Statt wie bisher Glimmstengel im Supermarkt, an Tankstellen oder an Kiosken sollen Nikotinsüchtige künftig zuerst den Weg zu Ihrem Arzt machen um dann gegen Vorlage eines Attestes Zigaretten aus der Apoteke holen zu dürfen. Das der Umweg zum Arzt und die dortige Aufklärungs- und Entwöhnungsinformationen viele Raucher zu gesünderen Menschen macht ist sehr warscheinlich und wir drücken dem Parlament in Reykjavik die Daumen für den Erfolg!

Der Gesetzentwurf des ehemaligen Gesundheitsministers Siv Fridleifsdottir wird heiß diskuttiert – und hätte in dem abgelegenen Land tatsächlich Chancen auf Durchsetzung. Schnell mal zum Zigarettenautomaten im Nachbarland fahren ist nicht! Die isolierte Lage Islands im Nordatlantik, die dünne Besiedelung und das wachsame Auge der Polizei machen es auch für Zigarettenschmuggler schwierig. In den meisten anderen Europäischen Ländern würde eine Solche Initiative schlichtweg an der Umsetzung scheitern.

Hinter der Rauchentwöhnungsinitiative steht das gleiche Ziel wie hinter dieser Website: Die Menschen durch Aufklärung dazu zu bringen, das Suchtpotential und die Gefährlichkeit von Nikotin und Tabak zu erkennen und einen Sieg des Geistes über das Fleisch zu erringen. Bleibe gesunde, rauche nicht!

Jul
05

International Classification of Diseases (ICD) der WHO

Das abhängiges Rauchen von Tabak und Tabakprodukten wird in den beiden relevanten diagnostischen Klassifikationssystemen ICD-10 (International Classification of Diseases der World Health Organisation) und DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders der American Psychiatric Association) als Krankheit anerkannt, als Tabakabhängigkeit bzw. Nikotinabhängigkeit. Es wird vorgeschlagen, nur noch von Tabakabhängigkeit statt von Nikotinabhängigkeit zu sprechen. Die Beschränkung auf einen einzelnen Inhaltstoff (hier: Nikotin) wird dem komplexen Zusammenspiel biologischer und psychologischer Faktoren beim abhängigen Rauchen nicht gerecht.

Einstufung nach ICD-10

Tabakabhängigkeit ist unter der Rubrik „Psychische und Verhaltensstörung durch psychotrope Substanzen“ klassifiziert. Nach ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, WHO) kann die Diagnose Tabakabhängigkeit gestellt werden, wenn mindestens drei der folgenden Kriterien mindestens einen Monat lang gleichzeitig aufgetreten sind:

  1. Starkes Verlangen/Zwang, Tabak zu konsumieren
  2. Verminderte Kontrolle über Tabakgebrauch; erfolgloser Versuch/ anhaltender Wunsch, Gebrauch zu verringern/kontrollieren
  3. Körperliches Entzugssyndrom bei Verringern oder Absetzen des Tabaks
  4. Toleranzentwicklung
  5. Vernachlässigung von Interessen oder Vergnügen zugunsten des Tabakkonsums,
  6. Anhaltender Gebrauch trotz schädlicher Folgen

Für die Diagnose Nikotinentzug müssen bei der ICD-10 mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • Verlangen (Craving)
  • Krankheitsgefühl/Schwäche
  • Angst
  • Dysphorische Stimmung
  • Reizbarkeit/Ruhelosigkeit
  • Insomnie (Schlaflosigkeit)
  • Appetitsteigerung
  • Husten
  • Ulzerationen der Mundschleimhaut
  • Konzentrationsschwierigkeiten

Klassifikation nach DSM IV

Im DSM IV finden sich – etwas anders formuliert – fast dieselben Kriterien für Substanzabhängigkeit und –entzug wie im ICD 10.

Mindestens drei der folgenden Kriterien müssen für denselben 12-Monats-Zeitraum zutreffen für die Diagnose Nikotinabhängigkeit:

  1. Toleranzentwicklung
  2. Der Nikotinkonsum ist notwendig, um Entzugssymptome zu vermeiden
  3. Substanz wird in grösseren Mengen oder über längeren Zeitraum als ursprünglich beabsichtigt eingenommen
  4. Wunsch oder erfolglose Versuche, Substanzgebrauch zu reduzieren oder zu kontrollieren.
  5. Viel Zeit verbracht mit Substanzbeschaffung, Substanzkonsum oder Erholung von Substanzwirkungen.
  6. Substanzmissbrauch führt zum Rückzug von sozialen, beruflichen und Freizeitaktivitäten.
  7. Substanzgebrauch wird fortgesetzt, obwohl erkannt wird, dass es psychisch oder körperlich schadet.

Folgende vier Kriterien (A, B, C und D) müssen beim DSM IV zutreffen für die Diagnose Nikotinentzug:

A) Es muss zuvor täglich und über einen Zeitraum von mind. mehreren Wochen Nikotin konsumiert worden sein.

B) Eine plötzliche Beendigung oder Einschränkung des Nikotinkonsums führt innerhalb von 24 Stunden zu mindestens vier der folgenden Symptome:

  1. Dysphorische/depressive Stimmung
  2. Schlaflosigkeit
  3. Ablenkbarkeit/Enttäuschung/Ärger
  4. Angst
  5. Konzentrationsschwierigkeiten
  6. Unruhe
  7. verminderte Herzfrequenz
  8. gesteigerter Appetit/Gewichtszunahme

Bemerkenswert ist, dass das Craving (Verlangen nach der Zigarette), im DSM-IV nicht zu den Entzugssymptomen gezählt wird.

C) Nikotinentzug muss in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigung hervorrufen und

D) nicht besser durch medizinischen Krankheitsfaktor oder andere psychische Störungen erklärbar sein.

Quelle: http://www.pharmacie-vivre-sans-tabac.ch/de/startseite/rauchstopp/raucherberatung/klassifikation-der-tabakabhaengigkeit.html

Apr
15

Wenig Hoffnung auf Rettung?

Ein düsteres Bild von Zigaretten, den Gewinnen (bis zu 50 % vom Umsatz), Jugendlichen Rauchern und der gesunden Tabakindustrie malt Dr. Thomas Kron auf der Website DocCheck.com.

Gemäß dem Artikel ist der Tabakkonsum eine der großen Gefahren im 21. Jahrhundert. Laut WHO könnten eine Milliarde (1.000.000.000) Menschen an den Folgen des Rauchens sterben, alleine 2011 fünf Millionen (5.000.000)! Momentan gelinge es nur 5% der Männern und Frauen in Deutschland, die das Rauchen aufgeben wollen und ein Jahr abstinent bleiben können. Mit Beratungen läge die Quote bei 10% und mithilfe von Pharmazeutika bei 25%, zitiert die Seite Privatdozent Dr. Nenad Vasic von der Klinik für Psychiatrie und Pschotherapie der Universität Ulm. Ein Vergleich diverser Pharmaprodukte wird angestellt und auch ein Ausblick in die Zukunft der Sucht-Forschung.

Besonders lesenswert sind auch die Kommentare zu dem Artikel.

Quelle: http://news.doccheck.com/de/article/203135-wenig-hoffnung-auf-zigarettung/

Mrz
10

Mit sechs Fragen die Nikotinabhängigkeit bestimmen

Der schwedische Arzt Dr. Karl Olov Fagerström hat einen einfachen und dennoch, nach eigenen Angaben, sehr genauen Test entwickelt, mit dem sich sagen läßt, ob Sie das Rauchen einfach beenden können. Im Endeffekt soll die automatisierte Auswertung Ihrer sechs Antworten zeigen, wie stark sie süchtig nach Zigaretten und dem darin enthalten Nikotin sind.

Planen Sie Ihren Ausstieg aus der Sucht, ihren Rauchstopp? Dann testen Sie hier Ihren persönlichen Suchtfaktor: http://quiz.fs.t-online.de/index.php?q_key=976d1e9b0bb720cb333825759cb2cda3&start

Nie-wieder-Tabak! wünscht viel Erfolg bei der Rauchentwöhnung, bei Ihrem Schritt in die Freiheit!

Mrz
10

Individuelle Entwöhnung ist deutlich erfolgreicher

Ob Entzug oder Entwöhnung – der Wille macht den Unterschied, auch bei den Erfolgsaussichten. US-Forscher können durch die Beobachtung bestimmter Gehirnregionen vorhersagen, ob ein Raucher erfolgreich den Zigaretten entsagen kann.

Dazu wurden die Gehirnaktivitäten von knapp 90 Freiwilligen untersucht, die an einem speziell für sie konzeptionierten Entwöhnungsprogramm teilnahmen und entdeckten dabei ein Muster, das mit der Erfolgsquote korreliert: Je stärker die für die Selbstreflexion entscheidenden Gehirnareale aktiviert werden konnten, desto aussichtsreicher war die Warscheinlichkeit nach vier Monaten einen Nichtraucher mehr zu haben. Der Artikel dazu wurde im Fachmagazin „Nature Neuroscience“ von Hannah Faye Chua und Kollegen, Universität Michigan in Ann Arbor, veröffentlicht.

Rauchentwöhnung ist demnach dann erfolgreich, wenn sie individuelle Lebensumstände, Bedürfnisse und Interessen mit einbeziehen; aktuelle und persönliche Probleme und der Charachter sollten mit berücksichtigt werden. Die Botschaften der Programme sollten so formuliert sein, dass sie zur Selbstreflexion anregen, dass der Raucher sich selbst von aussen betrachtet.

In der Studie wurden die Probanden mit Fragebögen zu Gesundheit, Persönlichkeit und Charaktereigenschaften in Bezug auf ihr Rauchverhalten erfasst. In einer weiteren Sitzung wurden ihnen Aufgaben zur Selbsteinschätzung gestellt und sie durften sich Appelle mit dem Rauchen aufzuhören anhören – sowohl individuelle als auch allgemeine. Während der Untersuchungen wurden mithilfe der Magnetresonanztherapie die Gehirnaktivitäten in bestimmten Bereichen untersucht. So auch nach dem etwa vier Monate dauernden web-basierten individuellen Programm zur Raucherentwöhnung.

Dabei zeigte sich, dass bei individuell zugeschnittenen Botschaften tatsächlich eher jene Gehirnareale aktiviert werden konnten, die auch für die Selbsteinschätzung genutzt werden. Bei nicht allen Probanden zeigte sich jedoch ein gleich hoher Ausschlag – nur bei denen, deren Gehirnaktivitätsmuster ausgeprägt waren, war die Wahrscheinlichkeit auch nach vier Monaten noch Tabak-abstinent zu sein groß. Daraus hoffen die Wissenschaftler nicht nur das Gehirn besser zu verstehen sondern auch erfolgreichere Programme zur Rauchentwöhnung entwickeln zu können.

http://www.welt.de/gesundheit/article12661081/Erfolg-von-Rauch-Entwoehnung-ist-vorhersehbar.html

Feb
28