Ihre Chance aufzuhören: mit Sport

Was überhaupt nicht funktioniert, bewiesen durch Generationen von Rauchern, ist der Rauch-Stopp am 1.1. Die letzte Zigarette an Sylvester funktioniert nicht, weil man nicht überzeugt ist. Wie man seine Chancen auf einen Bruch mit der Nikotinabhängigkeit deutlich erhöhen kann, teilt die Deutsche Lungenstiftung e.V. (DLS) mit: durch sportliche Aktivitäten.

Vor allem bei jungen, männlichen Rauchern könne ein Rückfall durch die Reduktion des omnipräsenten „Verlangens“ durch Fitness erziehlt werden. Die Studie, die dieser Aussage zugrunde liegt, wurde an der West Virginia University School of Medicine durchgeführt. Forscher untersuchten das Verhalten von 233 Rauchern zwischen 14 und 19 Jahren und fanden bei den sportlich aktiven Teilnehmern auch eine verbesserte Atemleistung, die durch chronisches Rauchen oft geschwächt wäre. Besonders Ausdauersportarten zeigen hier ihr gesundheitliches Potential.

Dass die neugeborenen Nichtraucher durch die zusätzliche Bewegung nicht so schnell zunehmen ist ein sehr nützlicher (Neben-)Effekt. Das liegt laut DLS auch daran, dass man weniger Heißhunger auf Süßigkeiten und Naschwerk verspürt.

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/sport-hilft-das-rauchen-aufzugeben-5238828.php

Nov
28

Helfen Bupropion und Vareniclin gegen die Nikotinsucht?

Los Angeles/Philadelphia – US-Forscher machen im Gehirn von Rauchern das Craving, das starke Verlangen nach der nächsten Zigarette, sichtbar. Ihre Publikationen zeigen, dass die beiden Antiraucher-Medikamente die unerwünschte Hirnaktivität bremsen.

Der Griff zur Zigarette wird bei den meisten Rauchern durch Schlüsselreize ausgelöst. Dies kann der Blick auf eine Zigarette sein, die Gesellschaft mit anderen Rauchern oder auch nur bestimmte Gefühle oder Situationen, die das Craving auslösen, den unwiderstehlichen Drang, der stärker ist als alle guten Vorsätze.

Werden Raucher mit der funktionellen Magnetresonanztomographie untersucht, wird in diesem Moment gleich an mehreren Orten des Gehirns eine vermehrte Aktivität sichtbar. Dies sind der präfrontale Cortex (Aufmerksamkeit), die Amygdala (Emotion), die Area tegmentalis ventralis (Belohnungssystem) und das Striatum (Motivation). Dies konnte Christopher Culbertson von der Universität von Kalifornien in den Archives of General Psychiatry (2010; doi: 10.1001/archgenpsychiatry.2010.193) an 30 Rauchern zeigen, die sich kurze Videoclips mit den Schlüsselreizen ansahen, während sie gescannt wurden.

Die Untersuchungen fanden vor und nach dem Ende einer achtwöchigen Behandlung mit Bupropion oder Placebo statt. Tatsächlich zeigen die Bilder, dass Bupropion das Aufflammen des Cravings an verschiedenen Stellen des Gehirns hemmt. Die abgeschwächte Aktivierung stimmte auch mit dem verminderten Craving einher, das die Probanden in Fragebögen angaben.

Ähnliche Beobachtungen machte Teresa Franklin von der Universität von Pennsylvania in Philadelphia an 22 Rauchern, die ihre Sucht über drei Wochen mit Vareniclin oder Placebo bekämpft hatten. Auch in dieser Studie wurden die Probanden mit einem Videoclip auf die Probe gestellt.

Und auch hier wurde das verminderte Craving in einer verminderten Aktivierung der entsprechenden Hirnzentren angezeigt (Archives of General Psychiatry; doi: 10.1001/archgenpsychiatry.2010.190).

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44138/Rauchen_Wo_Bupropion_und_Vareniclin_im_Gehirn_das_Verlangen_bremsen.htm

Jan
05