Schweizer entscheiden sich für Jugendschutz

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Entgegen den Wünschen der Schweizerischen Regierung muss der Jugendschutz gestärkt werden. In einer Volksabstimmung haben sich 57% die Bürgerinnen und Bürger die ihre Stimme abgaben am heutigen Sonntag klar dafür ausgesprochen, die Tabakwerbung überall dort einzuschränken, wo sie Jugendliche und Kinder erreichen kann.

Die Eidgenössische Kommission für Tabakprävention lässt wissen, dass internationale Tabakkonzerne bislang weitreichenden Einfluss auf die Gesetzgebung genommen haben. Aus diesem Grund erreichte die Schweiz im 2021 erfassten Index für 80 Länder und zu deren Tabakprävention den vorletzten Platz (schlechter werden nur die staatlichen Bemühungen der Dominikanischen Republik eingeschätzt, Deutschland erreichten einen schlechten 67sten Platz). Der nicht nachlassende Lobbyismus hat bislang dazu geführt, dass lediglich Werbung verboten ist, die sich direkt an Jugendliche richtet sowie Radio- und Fernsehwerbung.

Die Volksabstimmung besagt, dass die Regierung nun eine Gesetzesänderung umsetzen muss, die alle Werbungen untersagt, die Kinder oder Jugendliche erreichen könnte. Das umfasst Plakatwerbung, Werbung auf Sportplätzen, Spots vor Kinofilmen (wenn diese für Personen unter 18 Jahren freigegeben sind) ebenso wie Print-Anzeigen.

Weitere Informationen unter https://www.at-schweiz.ch