Dooyoo Kaufberatung

Wir fordern den Website-Betreiber „dooyoo GmbH, Ritterstraße 11, 10969 Berlin“ und seinen Geschäftsführer Olivier Sichel auf, unverzüglich die Kategorie Zigaretten und alle darin enthaltenen „Kaufberatungen“ von seiner Internetseite zu entfernen. Zigaretten sind ein süchtig machendes, gesundheitsschädliches Produkt, das nur an volljährige Personen verkauft werden darf und eine „Kaufberatung“ kann im Sinn einer echten Abwägung des Konsumenten aufgrund der starken Abhängigkeitswirkung des Nikotin nicht einmal im besten Sinn getroffen werden. Zigaretten werden durch Markenprägung verkauft, diese Markenprägung wird auf dieser Seite unterstützt und zumindest offensichtlich kostenlose Werbung für Zigaretten betrieben.

Sehr geehrter Herr Sichel, sehr geehrte Damen und Herren, bitte kommen Sie dem Tabakwerbeverbot der EU zuvor und entfernen Sie sämtliche tabakrelevanten Benutzerkritiken von Ihrer Internetseite.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim P. Süß

Mai
13

Der ewige Kampf mit der Lobby

Lt. Stuttgarter Zeitung kämpft Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner darum, als letztes EU-Land geltende Vorgaben aus Brüssel umzusetzen und das Tabakwerbeverbot in Deutschland auszuweiten. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte: „Deutschland befindet sich in einer Sonderrolle: Alle anderen EU-Mitgliedsstaaten haben bereits das vollständige Verbot der Außenplakat- sowie Kinowerbung umgesetzt – Deutschland nicht.“ Und dies obwohl die Bundesrepublik bereits 2005 einem Abkommen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) beigetreten ist und sich dabei verpflichtet hat innerhalb von fünf Jahren ein umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte zu erlassen.

Leider ist die beeinflussende Marketingmacht der Suchtmaschinerie Tabak noch immer ungebrochen und bei Wirtschaftsministern (jeglicher politischer Couleur) scheint der Einfluss der Lobby-Organisationen nicht nur aus der Tabakwirtschaft sondern auch von deren Werbeetat abhängigen Werbeagenturen, Druckereien und Außenwerbungsverband sowie Kinowerbern ungebrochen. Aigner kämpft offensichtlich mit den weicheren Bandagen – sie kann nicht auf monetär gut ausgestattete Unterstützer zugrückgreifen sondern nur auf harte Fakten. Ein Statement aus ihrem Haus: „Ein Verbot der Außen- und Kinowerbung für Tabakerzeugnisse dient dem Gesundheitsschutz sowie dem Jugendschutz. Das belegen auch zahlreiche wissenschaftliche Studien, wonach insbesondere die Außenwerbung für Tabakerzeugnisse Jugendliche zum erstmaligen oder zusätzlichen Rauchkonsum motiviert. Deshalb hält das Ministerium weiter an dieser Forderung fest.“

Nach unserer harten Kritik an Aigner dürfen wir im Wahljahr oder trotz des Wahljahres auf ein Umdenken hoffen. Sie selbst sagte unlängst: „Zigaretten sind gesundheitsgefährdende Produkte. Wir stehen zu dem Ziel, den Schutz der Menschen vor gesundheitlichen Schäden, die durch ­Tabakkonsum verursacht werden, zu verstärken.“ Wollen wir hoffen, dass dies nicht nur Politiker-Sprech bleibt sondern zu konkreten Zielumsetzungen führt.

Den Maßnahmen und  Umsetzungen kann man ab sofort auch direkt auf der Website des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz folgen: www.bmelv.de/tabakproduktrichtlinie

Quelle: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.werbeverbot-ministerin-aigner-legt-sich-mit-tabakbranche-an.75e0055d-584c-4998-bed2-bae17247097e.html

Categories: Prävention
Mai
06

Machst Du alles, was andere machen?

Meine Oma sagte immer: „Wenn die andern in die Pegnitz springen, machst Du es dann auch?“ (Anm. Pegnitz: gefühlt sehr, sehr kalter Bach/Fluß)
Einen ähnlichen Tenor schläg diese Werbung an:

Categories: Prävention
Mrz
20

Kommst Du zum Furzen mit raus?

Die Kanadier haben einen sehr „interessanten“ Blick auf die Welt. In einer Kampagne gegen das Sociale Rauchen („Fast alle meine Freunde rauchen; ich rauche eigentlich nicht – nur, wenn wir miteinander tanzen/trinken/Spaß haben.“) vergleichen sie das völlig unangebrachte Rauchen als Sozialkomponente von Freundschaft und Unterhaltung mit dem völlig unangebrachten Furzen … „Do you want to go outside for a fart?“ … man könnte sich ja auch einfach gleich unterhalten statt dafür erst vor die Tür zu gehen. Und natürlich ist Rauchen sehr viel gesundheitsschädlicher als flatulieren.

Das Video ist aber sehr lustig:

Mrz
20

Neuseeland will einheitliche Schachteln

Neuseeland folgt dem großen Bruder und will, sobald Australien den rechtlichen Weg mit Streitigkeiten gegen verschiedene multinationale Tabakkonzerne vor der WTO (World Trade Organization) geebnet hat, auch vereinheitlichte Schachteln für alle Zigarettenmarken vorschreiben. Diese Schachteln tragen große Warnhinweise und -bilder (bis zu dreiviertel der Schachteloberfläche) und einheitlich in Farbe, Größe und Schriftart einen Aufdruck für Marke, Handelsname und Preis.

Neuseeland möchte bis 2025 das Rauchen aus dem Land verbannen und wird dafür laut Gesundheitsministerin Tariana Turia das Rauchen in öffentlichen Gebäuden aber auch in Fahrzeugen verbieten und die Tabaksteuern kontinuierlich erhöhen.

Einen interessanten Artikel auf englisch dazu finden sie hier: http://www.cbsnews.com/8301-204_162-57570086/new-zealand-proposes-plain-cigarette-packaging/

Categories: Prävention
Feb
26

Mit aller Kraft gegen das Rauchen

Eine neue Kampagne der Deutschen Krebshilfe trägt den schönen Titel „Mit aller Kraft“ und verschiedene junge Prominente, darunter Maite Kelly und Benedikt Höwedes, machen sich als Vorbilder stark gegen den Krebs, gegen das Rauchen.

Video mit Benedikt Höwedes (Schalke 04 / Fußballnationalspieler)

Zur Website des Projekts geht es hier lang: www.mit-aller-kraft.de, zur Seite der Deutschen Krebshilfe: www.krebshilfe.de

Feb
15

Jede 15. Zigarette verursacht eine Zellmutation

… und damit vielleicht Krebs. Wenn Sie sähen, welche Schäden Sie mit Rauchen in Ihrem Körper anrichten, würden Sie aufhören.

Das ist die Aussage dieses Clip des britischen Gesundheitsministeriums:

http://www.youtube.com/watch?v=AIyqcST29wQ

Jan
31

Der Drache qualmt und stinkt

Und obwohl der politische Kopf Chinas erkannt hat, das das Rauchen inzwischen zu einem echten Volksproblem geworden ist, kann er nichts gegen die rauchenden, qualmenden Nüstern seiner vielen Köpfe machen. Mit wehen Augen versucht die Behörde für Tabakkontrolle durch den Tabakqualm die Statistiken der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, und viele der chinesischen und internationalen Studien zu sehen, und Konsequenzen abzuleiten um den immer höheren Kosten aber vor allem auch der immer schlechteren Volksgesundheit Herr zu werden.

In China sind etwa 300 Millionen (300.000.000) Menschen nikotinabhänig und mehr als eine Million Menschen stirbt in China an den Folgen von Raucherkrankheiten. In diesem Zusammenhang nennt die WHO Krankheitskosten von mehr als 1,7 Milliarden US-$ sowie einen Verlust durch Arbeitsausfälle in monetärer Höhe von etwa 5 Miliarden $.

Die chinesische Tabakkontrollbehörde macht für das Scheitern von Präventionsmaßnahmen die viel zu niedrigen Preisen für Zigaretten verantwortlich. Eine Vertreterin meinte dass eine Erhöhung um einen Yuan drei Millionen Leben retten könnte, aber bereits diese geringe Preiserhöhung stößt in China auf breite Kritik. Dabei deckt sich die Aussage mit der von Dr. Michael O’Leary, Repräsentant der WHO in China, der sagte: „Tatsächlich hat es viele Studien gegeben, internationale und chinesische, die zeigen, dass eine Erhöhung der Preise einen erheblichen Einfluss auf sowohl den Konsum als auch auf das Überhandnehmen von Rauchen hat. Mit anderen Worten schwindet der tägliche Bedarf an Zigaretten und auch die Zahl an Rauchern geht zurück. Das trifft vor allem auf Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau zu. So können wir eine direkte Verbindung zwischen dem Preis der Zigaretten und dem niedrigeren Konsum und damit einer besseren Gesundheit ziehen.“

Sowohl der Preis für Tabak als auch die Steuern auf Tabakprodukte sind in China sehr niedrig. Eine Schachtel mit 20 zigaretten der günstigsten Marke kostet etwa fünf Yuan, was knapp 70 Dollar-Cent oder gut 60 €-Cent entspricht. Dr. O’Leary schätzt, dass von den 300 Millionen Rauchern gut 50 Millionen besonders preisbewußte junge Leute seien und dass es an dieser Stelle besonders einfach wäre über einen höheren Zigarettenpreis anzusetzen: „Da ergibt sich offensichtlich der beste Angriffspunkt – bevor man mit dem Rauchen beginnt, bevor man abhängig wird. So werden die positiven Aspekte einer Preiserhöhung und einer Reduzierung von jungen Rauchern noch deutlicher.“

Die Preispolitik ist eines der Mittel das Rauchen unattraktiv zu machen und Umwelt und Gesundheit zu schützen, andere wären Warnbilder auf Verpackungen, Einschränken oder Verbieten von Tabakwerbung oder eine strenge Umsetzung von Nichtraucherschutzgesetzen an öffentlichen Plätzen (sogenannte Rauchverbote).

Okt
11

Australien macht ernst!

Als erstes Land weltweit führt Australien auf dem gesamten Kontinent ein neues Gesetz ein, das Zigarettenschachteln einheitlich grün-braun vorschreibt, der Markenname dezent am unteren Rand angebracht. Jetzt hat die Regierung auch vor dem höchsten Gericht in Canberra einen Rechtsstreit gewonnen und darf noch einen Schritt weiter gehen. Auf den Schachteln werden nicht nur keine Logos oder Werbeaussagen angebracht, der Hauptteil wird durch Warnhinweise großflächig auf die Gefahren des Rauchens hinweisen.

In Deutschland, einem der Länder in denen Politiker am hartnäckigsten Versuche boykottieren, durchgängige und harte Tabakwerbeverbote durchzusetzen, würden langatmige Sprüche in schwarzem Trauerrand auf den Päckchen prangen. Australien macht es gleich richtig: Wenn ein Konzern Zigaretten verkaufen will, muss er zeigen was das bedeutet: Tod, Leid, Entsetzen.

Auf den Schachteln werden künftig Hinweise wie „Bryan starb mit 34 – und so sah er 10 Wochen vorher aus“ (engl.: „Bryan died aged 34 – 10 Weeks earlier“) und zwei Photos eines Menschen gezeigt: Bryan in klein mit Lächeln und lockigem Haar und Bryan kurz nach seinem Tod: abgemagert, glatzköpfig und eingefallen. Das klingt erst einmal nach wirklich schwer verdaulichem Stoff; die Realität zeigt aber, dass mit halbherzigen Versuchen das Rauchen (vor allem bei Kindern und Jugendlichen) einzudämmen kein Blumentopf zu gewinnen ist.

In Deutschland jubilieren Krebsforscher und Nichtraucher- / Verbraucherschützer über das Urteil, das die Verpackungsverordnung gegen die Meinung der Zigarettenhersteller durchsetzt. Mit welcher Dreistigkeit manche Konzerne aber Presseerklärungen abgeben will mir nicht ins Hirn. British American Tobacco plc (Markeninhaber v. u. a. Dunhill, Benson & Hedges) ließ verlautbaren: „Diejenigen, die für die Einheitsverpackung sind, glauben, dass Kinder damit einen Grund weniger haben, mit dem Rauchen anzufangen. Aber es gibt keinerlei Beweise, dass die Einheitsverpackung Einfluss darauf hat, ob jemand mit dem Rauchen anfängt oder nicht, auch bei Kindern nicht.“

Natürlich gibt es dafür keine Beweise; aber es gibt genug Beweise

  1. dass Kinder rauchen
  2. dass Werbung bei Kindern ankommt und sie verleitet (z. B. die Kampagnen „Old Joe Camel“ oder „Cool Kids Can Wait“)
  3. dass Rauchen krank macht.

Deshalb wird Australien wohl den ersten Beweis antreten, durch Einführung der neuen Verpackungsvorschriften. Ich bin schon sehr gespannt, ob die Auswirkungen noch deutlicher sein werden, als die bisherigen Maßnahmen Australiens, mit denen das Land die Zahl der abhängigen Raucher im Land seit 1983 mehr als halbiert hat. Einen ersten Einblick in die „Werbewirksamkeit“ von bildhafter Warnung vor Tabak hat die Gesellschaft für Konsumforschung GfK im Auftrag der Regierung in Canbarra durchgeführt: http://www.yourhealth.gov.au/internet/yourhealth/publishing.nsf/Content/8B0333A18648BCF3CA25796E0023D826/$File/Market%20testing%20-%20Graphic%20Health%20Warnings%20-%20Phase%20Three%20Refinement%20of%20Warnings.pdf

Daraus sind auch folgende Bilder entnommen, die mögliche künftige Schachtelmotive und Schachteldesigns zeigen.Z. B. Smoking Kills. Smoking harms unborn children.

Categories: Prävention
Aug
16

Schon mal berechnet ….

… wieviel Geld Sie mit Ihrem sofortigen Rauchstopp sparen können? Die schweizerische Rauchstopp-Initiative SmokeFree bietet einen schön gemachten Rechner an (in Schweizer Franken, Umrechnung 100€ ~ 120 CHF). Insgesamt eine schöne Seite, die Nichtraucher bestärkt, werdende Ex-Raucher unterstützt und Raucher nicht diskriminiert oder bevormundet sondern bittet, andere vor den schädlichen Einflüssen des Tabaks zu schützen.

http://www.smokefree.ch/so-rechnet-sich-smokefree/mit-smokefree-sparen/

Mrz
20