Reich werden dank Tabak-Süchtiger

Das ist ja einfach, denken sich viele Klein- und Großkriminelle offensichtlich immer wieder. Denn: der Raucher kommt nicht ohne Zigaretten aus und warum nicht ein Stück vom großen Kuchen abhaben? Ende Dezember 2010 entdeckten Fahnder des Zolls in Bremerhaven 18.000.000 geschmuggelte Zigaretten in zwei Seekontainern. Diese wurden in China extra für den europäischen Schwarzmarkt gefertigt und würden den Staat, wären Sie in Umlauf gelangt, um Steuern in Höhe von 3,4 Millionen Euro prellen. Die Zigaretten der Marken “Regal” und “Ji Ling” waren hinter Fußbodenheizungen verstekt und wurden in der Container-Durchleuchtung sichtbar.

Empfänger der Sendung sollen vier Deutsche und zwei Niederländer in Voerde (Kreis Wesel) gewesen sein, teilte Ulrich Schulze vom Zollfandungsamt Essen mit. Mit russischen Gesundheitshinweisen sowie teilweise vermutlich gefälschte niederländische Steuermarken sollten die Zigaretten in Großbritannien verkauft und konsumiert werden. Das gefährliche an gefälschten Zigaretten ist nicht nur der Tabak sondern auch die unkontrollierte Herstellung – dabei können Stoffe zugesetzt werde, die noch gefährlicher sind, als die ohnehin schon extrem giftigen Zigaretten aus kontrollierter Fertigung. Von schlechten Filtern und minderwertigem Papier können weitere Gesundheitsgefährdungen ausgehen.

Genauso einfach wollten Männer aus dem Ruhrgebiet und dem Raum Mönchengladbach verdienen: mit tödlichem Tabak. Geschmuggelte Ware aus Griechenland, insgesammt etwa 40 Millionen Zigaretten fanden Fahnder des Zolls Frankfurt bei neun Männern, die bereits festgenommen wurden. Gegen fünf weitere wurde Haftbefehl erteilt. Die Männer sollen weitere 60.000.000 Zigaretten bereits verkauft haben – insgesammt also rund 100 Mio Stück. Das verursacht ein Steuerschaden von 20 Mio Euro – Geld das in den Kassen von Bund und Ländern fehlt und nicht für Straßen, Kindergärten und Krankenhäuser verwendet werden kann.

Andererseits ist der gesundheitliche Schaden für die Raucher nicht abzusehen. Dafür erwartet die Männer ein Gerichtsverfahren wegen gewerbsmäßiger Steuerhelerei und eine Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren.

Viele gefällschte und unversteuerte Tabakprodukte, vor allem Zigaretten in Schachteln und Stangen, erreichen Zentraleuropa auch über Straßen und Autobahnen. Vor allem für osteuropäische Spediteure und LKW-Fahrer ist das ein äußerst lukratives “Zubrot”. Um in Röntgengeräten und bei Überprüfungen mit Spürhunden nicht aufzufallen werden die ungewöhnlichsten Verpackungsarten gewählt: ausgefräste Bretter auf Holztransportern, 1-To-BigPacks mit Kalk und darin versteckten Zigarettenstangen, Zigaretten statt tiefgekühltem Fisch in Styroporboxen und viele andere mehr.

Wer mehr über die Erfolge des Zolls im Kampf gegen illegalen Tabak erfahren möchte kann sich hier einen kaum zu überblickenden Lesehorror verschaffen: http://www.zoll.de/f0_veroeffentlichungen/a0_zigaretten/index.html

Jul
7

Wenn Schwangere rauchen

Dass Rauchen für den Raucher – und auch für passiv Mitrauchende – schädlich ist, ist hinlänglich bekannt. Dass Rauchen auch durch die Plazentaschranke hinduch das ungeborene Leben einer Schwangeren gefährdet ist ebenfalls seit Jahren anerkannt; nicht ohne Grund mahnen Frauenärzte Ihre Patientinnen auf Rauchverzicht in der Schwangerschaft.

Eine neue australische Studie belegt jetzt, dass werdende Mütter mit dem Rauchen die Gesundheit Ihrer Kinder langfristig gefähren: Verhaltensstörungen und kognitive Schäden (also Intelligenzminderungen und ähnliches) sind ebenso mögliche Folgen wie die höhere Warscheinlichkeit am plötzlichen Kindstod zu sterben. Eine mögliche Konsequenz kann es laut dieser Studie ebenfalls sein, dass Rauchen die Blutfettwerde von Kindern bis mindestens ins Alter von acht Jahren verändert. Der Artikel wurde im Fachblatt “European Heart Journal” veröffentlicht.

Die Ärzte vom Royal Prince Alfred Hospital in Sydney rund um Julian Ayer untersuchten das Blut von insgesammt 328 Achtjährigen, die an der “Childhood Asthma Prevention Study” teilgenommen hatten. Bei Raucherkindern war der HDL-Wert, der Blutspiegel des sogenannten “guten” Cholesterins, signifikant niedriger. Dieser Zusammenhang besteht auch nachdem andere Faktoren wie das Passivrauchen nach der Geburt, körperliche Betätigung und Übergewicht oder Stillzeiten aus den Zahlen herausgerechnet wurden.

Seit Jahren wird ein höherer HDL-Cholesterin-Wert mit einem gewissen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Beobachtet Veränderungen bei Kindern können Jahrelang erhalten bleiben und noch im Erwachsenenalter z. B. zu einem höheren Herzinfarktrisiko führen, vermuten Wissenschaftler.

“Unsere Ergebnisse legen nahe, dass das Rauchen werdender Mütter den Kindern im Mutterleib eine Reihe ungesunder Eigenschaften mitgibt, die sie später anfälliger für Herz- und Schlaganfälle machen können. [...] Diese Prägung scheint für mindestens acht Jahre anzuhalten und vielleicht sogar noch viel länger.”, sagt der an der Studie beteiligte David Celemajer von der University of Sydney. Der beobachtete Unterschied für diese Erkrankungen liegt bei 10 bis 15 Prozent. Eine spätere Verbesserung der Cholesterin-Werte sei nur durch regelmäßige Bewegung und hochspezialisierte und teure Medikamente möglich.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,769694,00.html

 

Jun
6

International Classification of Diseases (ICD) der WHO

Das abhängiges Rauchen von Tabak und Tabakprodukten wird in den beiden relevanten diagnostischen Klassifikationssystemen ICD-10 (International Classification of Diseases der World Health Organisation) und DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders der American Psychiatric Association) als Krankheit anerkannt, als Tabakabhängigkeit bzw. Nikotinabhängigkeit. Es wird vorgeschlagen, nur noch von Tabakabhängigkeit statt von Nikotinabhängigkeit zu sprechen. Die Beschränkung auf einen einzelnen Inhaltstoff (hier: Nikotin) wird dem komplexen Zusammenspiel biologischer und psychologischer Faktoren beim abhängigen Rauchen nicht gerecht.

Einstufung nach ICD-10

Tabakabhängigkeit ist unter der Rubrik “Psychische und Verhaltensstörung durch psychotrope Substanzen” klassifiziert. Nach ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, WHO) kann die Diagnose Tabakabhängigkeit gestellt werden, wenn mindestens drei der folgenden Kriterien mindestens einen Monat lang gleichzeitig aufgetreten sind:

  1. Starkes Verlangen/Zwang, Tabak zu konsumieren
  2. Verminderte Kontrolle über Tabakgebrauch; erfolgloser Versuch/ anhaltender Wunsch, Gebrauch zu verringern/kontrollieren
  3. Körperliches Entzugssyndrom bei Verringern oder Absetzen des Tabaks
  4. Toleranzentwicklung
  5. Vernachlässigung von Interessen oder Vergnügen zugunsten des Tabakkonsums,
  6. Anhaltender Gebrauch trotz schädlicher Folgen

Für die Diagnose Nikotinentzug müssen bei der ICD-10 mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • Verlangen (Craving)
  • Krankheitsgefühl/Schwäche
  • Angst
  • Dysphorische Stimmung
  • Reizbarkeit/Ruhelosigkeit
  • Insomnie (Schlaflosigkeit)
  • Appetitsteigerung
  • Husten
  • Ulzerationen der Mundschleimhaut
  • Konzentrationsschwierigkeiten

Klassifikation nach DSM IV

Im DSM IV finden sich – etwas anders formuliert – fast dieselben Kriterien für Substanzabhängigkeit und –entzug wie im ICD 10.

Mindestens drei der folgenden Kriterien müssen für denselben 12-Monats-Zeitraum zutreffen für die Diagnose Nikotinabhängigkeit:

  1. Toleranzentwicklung
  2. Der Nikotinkonsum ist notwendig, um Entzugssymptome zu vermeiden
  3. Substanz wird in grösseren Mengen oder über längeren Zeitraum als ursprünglich beabsichtigt eingenommen
  4. Wunsch oder erfolglose Versuche, Substanzgebrauch zu reduzieren oder zu kontrollieren.
  5. Viel Zeit verbracht mit Substanzbeschaffung, Substanzkonsum oder Erholung von Substanzwirkungen.
  6. Substanzmissbrauch führt zum Rückzug von sozialen, beruflichen und Freizeitaktivitäten.
  7. Substanzgebrauch wird fortgesetzt, obwohl erkannt wird, dass es psychisch oder körperlich schadet.

Folgende vier Kriterien (A, B, C und D) müssen beim DSM IV zutreffen für die Diagnose Nikotinentzug:

A) Es muss zuvor täglich und über einen Zeitraum von mind. mehreren Wochen Nikotin konsumiert worden sein.

B) Eine plötzliche Beendigung oder Einschränkung des Nikotinkonsums führt innerhalb von 24 Stunden zu mindestens vier der folgenden Symptome:

  1. Dysphorische/depressive Stimmung
  2. Schlaflosigkeit
  3. Ablenkbarkeit/Enttäuschung/Ärger
  4. Angst
  5. Konzentrationsschwierigkeiten
  6. Unruhe
  7. verminderte Herzfrequenz
  8. gesteigerter Appetit/Gewichtszunahme

Bemerkenswert ist, dass das Craving (Verlangen nach der Zigarette), im DSM-IV nicht zu den Entzugssymptomen gezählt wird.

C) Nikotinentzug muss in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigung hervorrufen und

D) nicht besser durch medizinischen Krankheitsfaktor oder andere psychische Störungen erklärbar sein.

Quelle: http://www.pharmacie-vivre-sans-tabac.ch/de/startseite/rauchstopp/raucherberatung/klassifikation-der-tabakabhaengigkeit.html

Apr
4

Wenig Hoffnung auf Rettung?

Ein düsteres Bild von Zigaretten, den Gewinnen (bis zu 50 % vom Umsatz), Jugendlichen Rauchern und der gesunden Tabakindustrie malt Dr. Thomas Kron auf der Website DocCheck.com.

Gemäß dem Artikel ist der Tabakkonsum eine der großen Gefahren im 21. Jahrhundert. Laut WHO könnten eine Milliarde (1.000.000.000) Menschen an den Folgen des Rauchens sterben, alleine 2011 fünf Millionen (5.000.000)! Momentan gelinge es nur 5% der Männern und Frauen in Deutschland, die das Rauchen aufgeben wollen und ein Jahr abstinent bleiben können. Mit Beratungen läge die Quote bei 10% und mithilfe von Pharmazeutika bei 25%, zitiert die Seite Privatdozent Dr. Nenad Vasic von der Klinik für Psychiatrie und Pschotherapie der Universität Ulm. Ein Vergleich diverser Pharmaprodukte wird angestellt und auch ein Ausblick in die Zukunft der Sucht-Forschung.

Besonders lesenswert sind auch die Kommentare zu dem Artikel.

Quelle: http://news.doccheck.com/de/article/203135-wenig-hoffnung-auf-zigarettung/

Mrz
3

Rauchstopp verbessert die Cholesterinwerte

Ein Team um den Forscher Dr. James H. Stein aus Madison in Wisconsin (USA) hat eine wissenschaftliche Lücke geschlossen. Bisher gab es keine aussagekräftigen Hinweise darauf, welchen Einfluss Rauchen und ein Rauchstopp auf Blutfettwerte haben. Durch die Untersuchung von knapp 1.000 Probanden, die mit dem Rauchen aufhören wollten, konnte nachgewiesen werden, dass bei denjenigen, die den Rauchstopp geschafft hatten, eine deutliche Cholesterinwertverbesserung eingetreten war.

Als Grundlage dienten die Blutfettwerte zu Beginn der Studie und nach einem Jahr. Von 923 Teilnehmern beider Messungen hatten laut Atemtest etwa 36 % das Rauchen tatsächlich aufgegeben. Bei diesen Probanden konnte das Team eine signifikante Zunahme des “guten” HDL-Cholesterins im Vergleich zu den rückfälligen messen. Im Vergleich nahm der HDL-Spiegel bei den Nichtrauchern um 2,4 mg/dl und nur um 0,1 mg/dl bei den Rauchern zu. Dieser Wert wurde unabhängig von der Gewichtszunahme der Aufhörer und der Rückfälligen gemessen.

Die Auswirkungen des Rauchstopps auf den HDL-Cholesterin ist von nicht zu vernachlässigender Höhe – eine Verbesserung von 1 mg/dl verringert das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten (kardiovaskuläre Erkrankungen) um zwei bis drei Prozent. Wer nicht mehr raucht senkt also sein Herzinfarkt-Risiko und das für andere Gefäßverschlusskrankheiten um sechs bis sieben Prozent – wenn das kein Grund ist, aufzuhören!

Quelle: http://www.vnr.de/b2c/gesundheit/krankheiten/cholesterin/rauchstopp-verbessert-die-cholesterinwerte.html

Feb
2

WHO-Studie: Passivrauchen tötet Kinder

600.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des blauen Nebels – soviele als würden jeden Tag drei vollbesetzte Jumbos abstürzen

Die erste weltweite Studie der WHO (www.who.int) zeigt erschütterndes – und doch altbekanntes. Passivrauchen kann tödlich sein – und immer häufiger sterben bereits Kinder. Bei der Auswertung von Daten aus über 190 Ländern zeigte sich ein signifikant höheres Risiko für Kinder für plötzlichem Kindstod, Lungenentzündung und Astma. Das einatmen von Tabakrauch kann zu Herzerkrankungen, Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs führen.

Vor allem in Afrika sind etwa 165.000 Kinder gestorben, weil sie zu Hause dem Passivrauchen ausgesetzt waren. Infektionskrankheiten kombiniert mit Passivrauchen ist laut dieser Studie häufig tödlich. Aber nicht nur das Risiko für Erkrankungen der Atemwege steigt, auch die Lungen der Kinder könnten sich unter der Dauerbelastung langsamer entwickeln als in rauchfreier Umgebung.

Besorgniserregend ist, daß immer noch 40% aller Kinder weltweit dem blauen Dunst ausgesetzt sind. Vergleichsweise dazu haben 33 % der nichtrauchenden Männer und 35 % der Nichtraucherinnen Dauerkontakt zu Zigarettenrauch. Die Wissenschaftler beziffern die Todesfälle wie folgt:

  • 379.000 – Herzerkrankungen
  • 165.000 – Infektion der unteren Atemwege
  • 39.000 – Astma
  • 21.400 – Lungenkrebs

Am häufsten vom Passivrauch sind Menschen in Europa und Asien – wenig Rauchkontakt haben Menschen in Nord-, Mittel- und Südamerika und dem östlichen Mittelmeerraum.

Quelle: http://www.pressetext.at/news/101126009/passivrauchen-ein-drittel-der-toten-sind-kinder/

Jan
1

Raucher sterben früher als Raucherinnen

Rauchen verursacht die meisten vermeidbaren Todesfälle weltweit. Warum Männer in Europa früher sterben als Frauen? Wegen der Zigaretten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Medical Research Council (www.mrc.ac.uk). Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) macht Tabakrauchen für etwa 60% der unterschiedlichen Lebenserwartung der Geschlechter verantwortlich.

Noch leben z. B. in Großbritannien Frauen etwa vier Jahre länger – der Abstand verringert sich jedoch seit Jahren. Zweiter großer Lebenszeit-Killer ist demnach der Alkohol – den Forscher für etwa 20% mitverantwortlich machen.

Die Studienergebnisse legen nah, daß das Rauchen Hauptverursacher für eine kürzere Lebensspanne ist (hauptsächlich sterben Raucher häufiger an Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen). In 30 europäischen Ländern waren die Todeszahlen bei Männern höher – wobei Island und Großbritannien mit zwei toten männlichen pro 1.000 Einwohnern noch verhältnismäßig gut dasteht. In der Ukraine und Litauen sterben acht Männer pro 1.000 Einwohner zusätzlich an Raucherkrankheiten.

Es ist also nicht der “biologische”, kleine Unterschied, der für das Todesalter von Männern und Frauen entscheidend sei, sondern das ungesunde Leben. Und hier – beim Rauchen und Trinken – zeigt sich in den letzten Jahren ein besorgniserregender Trend bei jungen Frauen der genau beobachtet werden sollte.

Quelle: http://www.pressetext.at/news/110118017/maenner-rauchen-und-trinken-bringt-frueheren-tod/

Jan
1

Rauchen: Schon die ersten Züge schädigen das Erbgut

Forscher der Universität von Minnesota zeigen erschreckendes. Bereits nach wenigen Minuten tritt eine Schädigung durch Tabakkonsum ein. Der Leiter der Studie Prof. Hecht hat im Rahmen einer Studie mit 12 Rauchern nachgewiesen, daß neben den bereits hinlänglich bekannten langfristigen Schäden wie Herzkranzgefäßerkrankungen, Arteriosklerose, Lungenkrebs usw. auch innhalb kürzester Raucherzeiten der Körper des Rauchers nachhaltig geschädigt wird.

Bereist Momente nach dem Inhalieren des Zigarettenrauchs sind chemische Verbindungen im Körper aktiv – hier stehen vor allem die polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) in dringendem Verdacht Krebs zu verursachen. Innerhalb von 15 bis 30 Minuten werden diese Moleküle vom Körper aufgenommen und verstoffwechselt.

Die Ergebnisse unterscheiden sich gravierend von denen anderer Untersuchungen, da hier speziell der Zusammenhang des Rauchs und PAK-Molekülen untersucht wird. Die schädigende Wirkung der Zigarette ist also nicht wie bisher häufig angenommen vor allem ein langfristiger Prozess sondern tritt unmittelbar ein. Trotzdem ist es nie zu früh für einen Rauchausstieg! Leider ist uns monentan keine Studie bekannt, die auch den Einfluß der PAK auf Passivraucher untersucht.

Die Untersuchung wurde u. a. vom US Institut für Krebsforschung finanziert. Quelle: http://www.online-presseportal.com/wissenschaft/us-studie-belegt-rauchen-schaedigt-innerhalb-von-minuten-14284/

Jan
1

Bluthochdruck durch Passivrauchen bei Kindergartenkindern

Kinder von Raucher, so hat ein deutsches Forscherteam an der Uniklinik Heidelberg in einer großen Studie herausgefunden, leiden deutlich häufiger an Bluthochdruck als der Durchschnitt. Bei den über 4.200 untersuchten Fünfjährigen stellte sich nicht nur eine erbliche Vorbelastung für hohen Blutdruck (Hypertonie) heraus, sondern auch, daß überflüssige Kilos dies begünstigen. Normalgewichtige Kinder sind demnach aber ebenso bedroht, wenn die Eltern rauchen – ihr Risiko steigt um 21 %. Damit ist zum ersten Mal eni Zusammenhang zwischen Passivrauch und Bluthochdruck bei Kindern nachgewiesen worden.

Wieso läßt Tabakqualm den Blutdruck steigen?

„Tabakrauch hat vielfältige Effekte auf die Blutgefäße“, erklärt Privatdozentin Dr. Elke Wühl, Oberärztin am Heidelberger Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. So komme es zu einem Anstieg der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin und einer Abnahme des Wirkstoffs Stickoxid in der Gefäßwand, der diese erweitert. Außerdem wird die Innenwand der Blutgefäße durch Tabakrauch dicker und verliert an Elastizität. Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Die Gesundheit der Kinder im Blick

Eltern warnen die Ärzte in Heidelberg davor, ihre Kinder Tabakrauch auszusetzen, da dies langfristige schädliche Folgen haben könne. Wichtig sei zudem, weitere Risikofaktoren wie Übergewicht zu reduzieren. Neben den bekannten Risiken für die Atemwege belastet Rauchen und Passivrauchen den gesamten Organismus – wenn Sie Kinder haben oder wollen denken Sie also unbedingt nicht nur an Ihre eigene Gesundheit, sondern auch an die Ihrer Sprösslinge.

Quelle: http://www.idw-online.de/pages/de/news403752

Jan
1

Bunte Zigarettenschachteln verführen zum Tabakkonsum

Zur Bekämpfung des Tabakkonsums haben deutsche Krebsforscher ein Verbot bunter Zigarettenverpackungen gefordert. Einheitliche graubraune Packungen sowie abschreckende Bilder auf den Zigarettenschachteln könnten helfen, dass vor allem weniger Jugendliche mit dem Rauchen anfangen, erklärte Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) heute in Heidelberg.

Das sei eine einfache Strategie gegen die „permanente, unterschwellige Werbung“. Nachdem der Tabakindustrie einige wichtige Werbekanäle wie Fernsehen, Radio und Printmedien wegen des Werbeverbots nicht mehr zur Verfügung stünden, seien die Verpackungen zu einem immer wichtigeren Werbeträger geworden, betonte die Expertin.  

Derzeit sind Tabakverpackungen in Deutschland lediglich mit schriftlichen Warnhinweisen wie „Rauchen kann tödlich sein“ oder „Rauchen lässt Ihre Haut altern“ versehen. Die Wirksamkeit dieser Warnhinweise werde jedoch durch die Werbung und das Design der Zigarettenschachteln erheblich abgeschwächt, erklärte der Rechtsexperte Tobias Effertz von der Universität Hamburg anlässlich einer Konferenz für Tabakkontrolle in Heidelberg.

Er verwies auf Studien, wonach Kinder und Jugendliche eher mit dem Rauchen beginnen und daran festhalten, je mehr sie mit Tabakwerbung in Kontakt kommen. Deshalb sei es dringend nötig, die Tabakwerbung weiter einzuschränken. Im November hatte bereits die britische Regierung ein Verbot bunter Zigarettenschachteln angekündigt.  

Pötschke-Langer forderte zugleich ein EU-weites Verbot der Zusatzstoffe in Zigaretten, wie es beispielsweise bereits in Kanada durchgesetzt worden sei. Frucht- oder Schokoladenaromen machten Zigaretten insbesondere für junge Menschen attraktiver. Andere Substanzen erleichterten das Rauchen, indem sie das unangenehme Kratzen im Hals beim Inhalieren linderten.

Dadurch würden schon Kinder zum Rauchen verführt. Zudem würden Raucher dazu verleitet, den Rauch tiefer zu inhalieren. Es gerieten mehr giftige und krebserregende Substanzen in den Körper, und auch das Suchtpotenzial steige.

Insbesondere Menthol mache den Forschern große Sorgen. Der Rauch werde durch diesen Zusatzstoff besonders tief inhaliert. Zudem stehe Menthol in Verdacht, in Kombination mit Nikotin ebenfalls süchtig zu machen, warnte die Expertin.

Pötschke-Langer zeigte sich optimistisch, dass das Verbot der Zusatzstoffe und die einheitliche Verpackung in den nächsten fünf Jahren EU-weit durchgesetzt werden können. Sie rief die Verbraucher zugleich dazu auf, am öffentlichen Konsultationsverfahren zur künftigen EU-Tabakproduktrichtlinie teilzunehmen, das noch bis zum 17. Dezember läuft.

Das DKFZ warnte zugleich davor, das derzeit in der EU geltende Verbot des schwedischen Tabakprodukts Snus aufzugeben. Snus besteht aus Tabak, dem Aromen, Salze und andere Stoffe zugesetzt werden. Die kleinen Päckchen werden zwischen Lippe und Zahnfleisch geklemmt und gelutscht. Snus sei ein gefährliches Produkt, das genauso abhängig machen könne wie Zigaretten, warnte die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stabsstelle Krebsprävention, Katrin Schaller.

Zudem erhöhe es das Risiko, an Mundhöhlen-, Speiseröhren- oder dem besonders tückischen Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=43842&src=suche&p=rauchen

Jan
1