Gefahren des Rauchens « Nie wieder Tabak

„Biggest killer“

Ein Interessanter TV-Beitrag zu den Folgen von Tabak-Konsum. Auch eine Statement von Thomas Frieden (Director of the Centers for Desease Control an Prevention in Atlanta) kommt zur Sprache:

„Amazingly, Smoking is even worse than we knew […] Even after 50 years, we’re still finding new ways that Smoking maims and kills People.“

Frei übersetzt: Es ist erstaunlich, das Rauchen noch schädlicher ist als wir alle ohnehin schon wissen. […] Sogar nach fünfzig Jahren Forschung finden wir immer noch neue Arten, wie das Rauchen Menschen schädigt, krank macht und töten kann.

Aber ganz ehrlich: wer hätte denn gedacht, dass die Fahnenstange an Bekanntem über die Gefährlichkeit von Tabakprodukte schon erreicht ist? Trotz allem, wegen allen bekannten und (noch) unbekannten Fakten zum Rauchen: versucht los zu kommen; erspart Euch Suchtzwänge und den überflüssigen Verschleiß Eures Körpers und hört auf Euer Geld in den Rachen der internationalen und skrupellosen* Tabakkonzerne zu werfen (resp. den Aktionären, denen es wurscht ist was mit Euch passiert, Hauptsache Ihre Dividende stimmt).

* Mit skrupellos beziehe ich mich persönlich auf die Tatsache, dass die Gefährlichkeit von Tabakprodukten – und allem voran von Rauchtabaken – allen bewusst ist, die Konzerne aber immer noch dafür streiten, weiter Werbung für diese machen zu dürfen. Und niemand kann ernsthaft die Beteuerungen der gut bezahlten Werbeleute glauben, es ginge nur darum Stammwähler anderer Marken abzuwerben und nicht darum, Menschen zu manipulieren und in eine möglichst lebenslange Abhängigkeit zu treiben. Die Verbote in der letzten Zeit (z. B. MayBe) zeigen deutlich, wer die tatsächliche Zielgruppe ist.

Apr
10

„Die Zigarette ohne Zusätze ist eine Werbelüge“

In einem Interview mit SPON hat Frau Martina Pötschke-Langer vom DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum in Heidelberg) die aktuell häufig beworbenen Zigaretten kommentiert, deren Werbebotschaft lautet: „Tabak ohne Zusätze“ und die dennoch nach Ihren Angaben mit duzenden wenn nicht gar hunderten Stoffen aufwarten, die für den Inhalierenden -also den Raucher und alle Passivraucher- extrem gefährlich seien können.

Das sehr lesenswerte Interview finden Sie hier: Spiegel Online | Gesundheit

Apr
08

Rauchverbote senken Risiko von Frühgeburten

Babyfüße eines Neugeborenen

Durch die konsequente Einführung von öffentlichen Nichtraucherschutzgesetzen könnte die Rate von Frühchen um 10% gesenkt werden.

Nichtraucherschutz beginnt im Mutterleib! Wie deutlich, zeigt jetzt eine Studie der Universität Maastricht. Das Team um Jasper Been untersuchte Klinikdaten von sechs europäischen und fünf Nordamerikanischen Medizinstudien – insgesamt 2,5 Millionen Geburten und 250.000 in Krankenhäusern behandelten Asthma-Anfällen bei Kindern zwischen 2008 und 2013. Jasper sagt deutlich: „Zusätzlich zu den bereits bekannten Vorteilen für die Gesundheit von Erwachsenen beweist unsere Studie deutlich, dass Rauchverbote beträchtliche Vorteile für die vorgeburtliche Gesundheit und die Gesundheit von Kindern haben“.

Dadurch, dass bislang etwa 40 Prozent aller Kinder regelmäßig dem Rauch von Zigaretten ausgesetzt seinen liegt die Rate der Babys, die zu früh auf die Welt kommen, bei über elf Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt heißt das, dass jedes Jahr 15 Millionen Babys weltweit keine optimalen Entwicklungschancen erhalten. Die Untersuchung von Been und seinen Kollegen belegt, dass zehn Prozent der Frühchen vermieden werden könnten, zehn Prozent der Asthma-Anfälle rein tabakinduziert und die Zahl der stark untergewichtigen Neugeborenen um fünf Prozent zurückgehen können, wenn konsequente Nichtraucherschutz-Gesetze greifen.

Wie lt. Quelle schon andere Studien zeigten, geht mit einem „Rauchverbot“ in Gaststätten, Kneipen und Lokalen auch ein Rückgang der verrauchten Privathaushalte und damit die Zahl der Kinder, die mitrauchen müssen zurück.

Quelle: Focus

Mrz
28

Wasserpfeifen – unterschätzte Gefahr

Seit Jahren haben Shisha-Cafés großen Zulauf und werden immer beliebter. Besonders bei Jugendlichen trifft der Trend Wasserpfeife (engl. Hookah) einen Nerv – und gerade für sie sind die Gefahren kaum zu erkennen. Der süßliche Geschmack, der beim Verbrennen oder Verkokeln der oft klebrigen oder sogar nassen Inhaltsstoffe. Je nach Bundesland ist die Grundsubstanz der angebotenen Rauchstoffe aber immer noch häufig gefährlicher Tabak. In Bayern, wo Tabakrauch in Gastwirtschaften verboten, werden als Grundstoff meist Zuckerohrfasern und anderen Pflanzenbestandteile verwendet. Zum Feuchthalten wird ein großer Teil Melasse, also eine Zuckervorstufe, zugesetzt und sie ist auch verantwortlich für den „süßen Geschmack“.

Forscher wie Tracey E. Barnett von der University of Florida warnen eindringlich vor der Inhalation des Rauchs: auch beim ersten Versuch ist eine Kohlenmonoxid-Vergiftung möglich. Regelmäßiger Konsum kann zu Krebs, Herz- und Lungenerkrankungen führen. Besonders gefährlich ist die Kühlung durch Wasser, die eine besonders tiefe Inhalation zulässt, aber dabei kaum Filterwirkung hat. Während einer 20 bis 80 Minütigen Sitzung inhalieren die Konsumenten laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) die Rauchmenge von etwa 100 Zigaretten.

Hookahs / Shishas (c) SXC / Tatyana

Shishas oder Wasserpfeifen in orientalischem Ambiente (c) SXC / Tatyana

Wie Adrienne J. Heinz, die sich an der Stanford University School of Medicine in Kalifornien mit Tabak- und Alkoholkonsum auseinandersetzt, sagt, werden im Gegensatz zur Gefahr durch Zigaretten die Gefahren der Shishas absolut unterschätzt und Konsumenten sind regelrecht geschockt, wenn man sie über die im Shisha-Rauch enthaltenen Schadstoffe aufklärt. („In casual conversations with friends and patients – folks often appreciate that smoking anything comes with risks, […] hookah is certainly viewed as more benign, and when you share general facts about toxin exposure in one hookah session, it often shocks and surprises them.“)

Quelle: WHO, http://www.reuters.com/article/2014/02/21/us-hookah-harmless-idUSBREA1K1VX20140221

Feb
28

Mr. Spock hat COPD

Leonard Nimoy schrieb am 30. Januar: „Ich habe vor 30 Jahren mit dem Rauchen aufgehört*. Nicht früh genug. Ich habe COPD**. Großvater sagt: hört jetzt auf.“ (TheRealNimoy @ twitter: „I quit smoking 30 yrs ago. Not soon enough. I have COPD. Grandpa says, quit now!! LLAP“) und einige Tage später am 6. Februar postete er: „Raucher, bitte hört zu. Wenn ihr erst mit dem Rauchen aufhört, wenn ihr Lungenkrank seid, ist es zu spät. Hört auf Opa und lernt aus meiner Geschichte: Hört jetzt auf.“  („Smokers, please understand. If you quit after you’re diagnosed with lung damage it’s too late. Grandpa says learn my lesson. Quit now. LLAP.“)

* Nimoy ist für seine unnachahmliche Darstellung des gefühlsunterdrückten Vulkaniers Mr. Spock berühmt und bei seinen Filmpartnern dafür bekannt, in den Drehpausen eine Zigarette nach der anderen zu rauchen. Inzwischen muss Nimoy mit Sauerstoff beatmet werden um seine Lungenfunktion zu unterstützen; er ist 82 Jahre alt.
** COPD (chronic obstructive pulmonary disease, chronische obstruktive Lungenerkrankung) ist eine unheilbare Lungenerkrankung die mit chronisch-obstruktiver Bronchitis (90 % der Erkrankten sind Raucher oder Ex-Raucher, Q: Wikipedia) und häufig auch mit einem Lungenemphysem einher geht.

Warum sind besonders Raucher betroffen? Das Rauchen hemmt den Zilienschlag des Flimmerepithels, der für den Abtransport des Bronchialsekretes Richtung Rachen verantwortlich ist. Nach jahrelangem Tabakkonsum degenerieren die Zilien, und es beginnt eine Umwandlung (Metaplasie) zum Plattenepithel. Das Selbstreinigungssystem der Lunge wird gestört. Der Patient muss abhusten. Danach ist er oft stundenlang beschwerdefrei. Vor allem nachts sammelt sich Schleim, der das typische morgendliche Abhusten des Rauchers bedingt, das jedoch oft nur einen Teil des produzierten Schleims beseitigen kann. Das morgendliche Abhusten wird oft zwar als störend, aber nicht allzu gefährlich empfunden. Trotz regelmäßiger Untersuchung der Atemfunktion kann nur bei 15 bis 20 % aller Raucher über die Jahre eine Abnahme der Atemleistung in einem Ausmaß festgestellt werden, dass die Entstehung einer COPD mit großer Wahrscheinlichkeit vorherzusagen ist. Bei feststehender Diagnose ist es meistens zu spät für eine Heilung, und es können nur lindernde Maßnahmen ergriffen werden.(Q: Wikipedia)

Feb
07

Meine Oma hat mit 90 noch geraucht und war nie krank …

Kennen Sie diese Beispiele auch? Helmut Schmidt ist eines dieser „Rauchen kann ja gar nicht so schlimm sein“-Beispiele. Denn: Rauchen führt a) nicht unweigerlich zu einem schmerzhaften und langwierigen Tod sondern nur mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit und b) nicht unmittelbar. Und genau hier liegt für den Menschen das Problem: die Hoffnung spielt laut Psychologen eine entscheidende Rolle. Psychologe Gerd Gigerenzer sagt: „Wir fürchten uns oft vor den falschen Dingen: vor denen, die uns wahrscheinlich nicht umbringen. […] Nehmen wir den deutschen Grünen, der Kettenraucher ist, aber sich vor genetisch modifiziertem Mais fürchtet, weil es krebserregend sein könnte. Da stimmt etwas nicht.“

Um die „Furcht“ vor Tabakprodukten bzw. besser vor deren Auswirkungen auf ein neues Niveau zu heben, plädieren er und andere dafür, bereits bei Kindern den Respekt (bzw. besser die Angst) vor Krebs zu festigen um künftige Gesellschaftsgenerationen gesünder zu machen.  Er sagt: „Wenn man die Hälfte des Geldes, das man heute im Kampf gegen Krebs ausgibt, darauf verwenden würde, junge Menschen vor der Pubertät risikokompetent zu machen, dann würden wir mehr Leben vorm Krebstod bewahren, als wenn man das gleiche Geld ausgibt, um die nächste Generation von Krebsmedikamenten zu entwickeln.“

Richtig ist aber vermutlich ein Schritt weiter: wenn weniger Menschen rauchen, erkranken künftig weniger Menschen an Krebs; dadurch sinken die Gesundheitskosten und das eingesparte Geld kann dann für die Krebsforschung investiert werden, so dass den Menschen besser geholfen werden kann, die trotzdem erkranken. Da der Mensch Entscheidungen nicht nur intellektuell sondern immer auch emotional trifft, muss der bisherige Weg der Information und Aufklärung zwar weiter beschritten werden, es muss aber auch wie in den USA eine „Bauchkomponente“ dazu kommen. Dort wird die Anti-Tabak-Werbung inzwischen emotionalisiert – wieso nicht den gleichen Weg wählen, wie die Tabakkonzerne? Plakate von zwei Cowboys im Gegenlicht eines Sonnenuntergangs und der Slogan „Bob, I’ve got cancer.“ (Bob, ich habe Krebs.) führen mit wenigen Worten auf Großleinwänden zu deutlichen Impressionen beim Werbekonsumenten … die sachliche Erklärung: „Auch das Rauchen einer Marke, die angeblich Freiheit und Männlichkeit verspricht, wird über kurz oder lang mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu Einschränkungen der Lungenfunktion, einem Anstieg der freien Radikale im Körper und damit einer beschleunigten Zellalterung, einer statistisch signifikanten Wahrscheinlichkeit zur Erkrankung an Lungenkrebs, vielen anderen Krebsarten oder anderen Atemwegsbeschwerden führen.“ dagegen führt dazu dass kaum jemand die Botschaft aufnimmt und dazu dass vermutlich niemand seine Entscheidung zu Rauchen in Frage stellt.

Wer in eine laufende Kettensäge langt, wird unmittelbar „belohnt“ und diese unmittelbare Gefahr ist uns deutlich präsent. Dagegen herrscht die Hoffnung, dass auch wenn man viel Alkohol trinkt, raucht und ungesund isst man nicht unbedingt erkranken muss. Rudolf Kaas, Krebsforscher am DKFZ (Deutsches Krebsforschungs-Zentrum) sagt: „Diese Hoffnung treibt einen dazu, eine Verhaltensweise nicht gleich aufzugeben.“ Aber das schöne ist, dass es auch eine andere Hoffnung gibt: seit Einführung der Rauchverbote in der Gastronomie hat sich der Gesundheitszustand der Deutschen signifikant verbessert: in einer Fünfjahres-Studie hat die DAK mit den Daten Ihrer 3,7 Millionen Versicherten sage und schreibe acht Prozent weniger Krankenhauseinweisungen wegen Herzinfarkt und 13% weniger stationäre Behandlungen mit Angina Pectoris (Herzenge) verzeichnen können. Ein Schritt in die richtige Richtung. Vor diesem Hintergrund wird auch klar, dass Menschen manchmal zu ihrem Glück (in diesem Fall zu Ihrer eigenen Gesundheit) gezwungen werden müssen. Ob durch Nichtraucherschutzgesetze (auch ein Raucher ist ein potentieller Nicht(mehr)raucher) oder durch werbevermittelte Emotionen die einen Rauchstopp im Kopf veranlassen.

Quellen: http://www.dw.de/meine-tante-hat-auch-geraucht-und-ist-100-geworden/a-17384376, http://www.tophotel.de/news/1349-rauchverbot-bewaehrt-sich-auch-in-der-gastronomie.html

Feb
06

R.I.P. Eric Lawson

Eric Lawson, der Mann mit dem markanten Kinn, der Werbe-Cowboy der modernen Zeit starb am 10. Januar im Alter von 72 Jahren an der höchstwahrscheinlich tabakinduzierten chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD, häufig als „Raucherlunge“ bezeichnet). Zwischen 1978 und 1981 prägte sein Gesicht die Werbung von Marlboro, er wurde zum Marlboro-Mann. Als er erkannte, für welche perfide Verführung er eingesetzt wurde, wandte er sich gegen die Tabakkonzerne. Denn auch er war mit 14 Jahren dem charmanten Apell seiner Vorgänger erlegen und hatte mit dem Rauchen begonnen; Rauchen ist aber ganz entgegen der damaligen und heutigen Werbebotschaften kein Spiel, kein Abenteuer, kein Männlichkeitsbeweis und erst recht weder Unabhängigkeit noch Freiheit. Es ist ein knallhartes Geschäft mit einem Produkt, das seinen Konsumenten erheblich schädigt und stark abhängig macht, seine Hersteller aber reich.

Die Marlboro-Männer des 20sten Jahrhunderts (vorher und währenddessen wurden für einzelne Spots oder Anzeigen Models gebucht, die aber nicht „authentisch“ genug waren):

  • 50er David Millar starb 1987 an einem Lungenempfysem
  • 60er David McLean starb 1995 an Lungenkrebs
  • 70er Wayne McLaren starb 1992 mit 51 Jahren an Lungenkrebs
  • Dick Hammer starb 1999 an Lungenkrebs
Jan
30

Lungenkrebs? Rauchstopp!

Lungenkrebs durch Tabakkonsum ist ein Thema, das selbst von Ärzten und Betroffenen immer wieder mit Scheinargumenten (z. B. „Autoabgase sind auch gefährlich“) klein geredet wird oder bei dem Einzelfälle, in denen Tabakkonsum keine Rolle gespielt hat, als Gegenbeweis herangezogen wird („Der hat nie geraucht und trotzdem Lungenkrebs gekriegt.“). Die Zahlen sprechen jedoch eindeutig eine andere Sprache.  Circa 90% der Lungenkarzinome sind in Deutschland auf die Inhalation von Tabakrauch zurückzuführen, d. h. sie wurden durch das Rauchen ausgelöst.

Im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Mediziner jetzt eine Studie mit der Schlussfolgerung: „Die Beendigung des Tabakkonsums bei Patienten mit Lungenkarzinom ist ein wesentliches Therapieziel, um die Wirksamkeit der Interventionen zu erhöhen und die Lebensqualität zu verbessern.“ D. h. wer Lungenkrebs diagnostiziert bekommt sollte sofort aufhören zu Rauchen und dazu auch effizient mit Therapiemöglichkeiten begleitet werden.

Wir würden gerne jedem Raucher zurufen: Höre noch vor der Diagnose auf, damit Du sie (und noch wichtiger den Krebs) gar nicht bekommen musst! Es gibt hierzu unzählig Hilfsangebote; sprechen Sie dazu mit Ihrem Arzt! Rauchstopp: jetzt!

 

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/archiv/148294/Tabakentwoehnung-bei-Lungenkrebs-durchfuehrbar-und-wirksam?s=rauchen

Dez
02

Der Regisseur Helmut Dietel hat Lungenkrebs

.. und ist über die Diagnose vom Oktober 2013 noch nicht mal erstaunt. „Wenn man bedenkt, wie viel ich geraucht habe, dann ist es geradezu ein Wunder, dass es so lange gut gegangen ist.“ sagte Dietl in einem Interview mit der ZEIT und gab die Chancen auf Heilung, die ihm die Ärzte einräumten, mit 10% „im günstigsten Fall“ an. Dietl ist auf der Suche nach der besten Behandlung schließt aber nicht aus, dass er ganz auf radikale Behandlungen wie Bestrahlung, die Entfernung eines Lungenflügels oder Chemotherapie verzichten wird. „Man kann diesen Kampf führen – aber geht man gerne in einen Kampf mit einer zehnprozentigen Chance?“ Er gibt in dem Interview die Erfahrungen an, die er beim 2010 verstorbenen Christoph Schlingensief miterlebt habe. Der Theatermacher Schlingensief war ebenfalls an einem Adenokarzinom erkrankt.

Dietl selbst hat berechnet, dass er etwa eine Million Zigaretten geraucht habe.

Quelle: http://www.zeit.de/kultur/film/2013-11/helmut-dietl-krank-zeit-interview

Nov
28

Raucherlunge und weiterrauchen?

Wer eine COPD, also eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung, diagnostiziert bekommen weiß, dass sein Leben deutlich eingeschränkt wird und auch, dass seine Lebenserwartung stark verkürzt ist. Vor allem durch Zigarettenkonsum wird die dauerhafte und ständig fortschreitende Zerstörung der Lunge verursacht. Die Schädigung der Lunge und der Bronchien führen zuerst zu einer chronischen Bronchitis, dann zum erschwerten Atmen durch die Obstruktion (die Verengung) und schließlich zum Lungenemphysem. In Deutschland werden die Zahlen der an COPD-Erkrankten auf drei bis fünf Millionen, weltweit auf ca. 600 Millionen Menschen geschätzt (Quelle: Wikipedia). Bei COPD kommt es aber nicht allein zu einer Schädigung der Lunge und der Bronchien, Mediziner sprechen heutzutage von einer Systemerkrankung: Herz, Muskeln, Blutgefäße und Knochen werden mit geschädigt.

Erhält ein Patient nun diese Diagnose, ist es oberstes Ziel sein Leben zu verlängern und das ist nur dadurch möglich, dass seine Lungenfunktion bestmöglich stabilisiert und unterstützt wird. Um die geschädigte Lunge bei Ihrer Arbeit – der Sauerstoffversorgung – zu unterstützen erhalten viele Patienten z. B. Beatmungsgeräte. Die Kaufmännische Krankenkasse zeigt nun, dass Sie bereit ist auch einen Teil der Gesundheitsvorsorge und damit Lebensverlängerung dem Patienten zu überlassen.

Einem Patienten, der trotz Diagnose und fast zwanzig Jahren Behandlung nicht mit dem Rauchen aufhören konnte (erinnern Sie sich: gerauchter Tabak hat ein extrem hohes Suchtpotential, auch wenn Tabak-Konzerne dies legal u. a. mit Slogans unter dem Motto „Freiheit“ zu verdecken wissen) versagte die Krankenkasse nun ein tragbares Flüssigkeit-Sauerstoff-Gerät mit dem Hinweis auf seine offensichtliche Tabakabhängigkeit in einem Schreiben und stellt es in Aussicht, sobald er seine Abhängigkeit überwunden hat: „Sofern Ihrerseits die Rauchabstinenz durch objektive Befunde (…) nachgewiesen werden kann, wird die Kasse eine erneute Prüfung der Versorgung mit Flüssigsauerstoff vornehmen.“. KKH-Sprecher Simon Kopelke: „Wer den Sauerstoffgehalt im Blut durchs Rauchen senkt, kann nicht erwarten, dass wir ihm das Anheben des Sauerstoffgehalts durch ein Gerät finanzieren. Der Patient hat Widerspruch eingelegt. Den haben wir aber abgelehnt.“

Quelle: http://www.bild.de/news/inland/krankenkassen/verweigert-raucher-therapiekostenweil-er-weiterqualmt-33560658.bild.html

Nov
27